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Neues Konzept  für den Sperrmüll
Die Zeiten wilder Sperrmüllberge gehören in Delitzsch der Vergangenheit an. Das Pilotprojekt trägt erste Früchte und wird gut von den Einwohnern angenommen.
Foto: siepmannH, pixelio.de
aktualisiert am 05.07.2013 um 13:56:26

Neues Konzept für den Sperrmüll

Region (jm). In den vergangenen Jahren wurde für das Innenstadtgebiet der Großen Kreisstadt Delitzsch an insgesamt 20 Sammelplätzen zweimal im Jahr die Möglichkeit eingeräumt, Sperrmüll zur Abholung bereitzustellen.

Es war wiederkehrend zu beklagen, dass Sperrmüll an den genannten Sammelplätzen vorzeitig abgelagert wurde und darüber hinaus bereitgestellter Sperrmüll entnommen und an anderen Orten wegen nachträglich erfolgter Aussonderung abgelagert wurde. Weiterhin wurden auch Gegenstände zu diesen Lagerplätzen gebracht, die nicht als Sperrmüll zu deklarieren sind.

Seit 1. Januar läuft nun in Delitzsch ein Pilotprojekt für den Landkreis Nordsachsen. Die Sammlung von Sperrmüll im Stadtgebiet  erfolgt nun an sechs Sammelplätzen durch Umzäunung. Diese werden an jeweils zwei Tagen, Freitag und Sonnabend, zweimal im Jahr zur Verfügung gestellt. Die An-nahme des Sperrmülls wird dabei durch den Entsorgungsbetrieb des Landkreises Nordsachsen, in diesem Fall durch die Kreiswerke Delitzsch GmbH, vor Ort kontrolliert.

Die sechs Sammelstellen sind so ausgewählt, dass es jedem Einwohner des Stadtgebietes Delitzsch er-möglicht wird, in angemessener Entfernung zu seinem Wohnsitz seinen Sperrmüll zu entsorgen. Anlieferer haben sich dabei als Einwohner der großen Kreisstadt Delitzsch in geeigneter Form auszuweisen. Darüber hinaus ist ganzjährig eine kostenfreie Abgabe an den Verwertungsanlagen Spröda und Lissa möglich. Auch hier haben sich Anlieferer in geeigneter Form auszuweisen. „Früher bin ich noch nicht einmal ausgestiegen, da wurde meine Kofferraumklappe fast schon aufgerissen.“ erinnert sich der Delitzscher Olaf Kukla.

Auch Thorsten Schöne, Bürgermeister von Delitzsch, kann dem neuen Sperrmüllsystem nur positives Abgewinnen. „Vor allem die Sauberkeit nach der Sperrmüllsammlung ist gegeben und davon profitieren alle Bürger.“

Auf Spatz-Nachfrage bei den Anhalt-Bitterfelder Kreiswerke erklärte deren Geschäftsführer Hartmut Eckelmann, dass das Delitzscher Modell nichts für den Altkreis Bitterfeld wäre. „Vor zweieinhalb Jahren haben wir auf unser Kartensystem umgestellt. Die Abholung erfolgt nach Antrag über die Abrufkarte für Sperrmüll und ist zwemal im Jahr möglich.“ Das System wurde von den Einwohnern sehr gut angenommen und bürgert sich zunehmend ein.

„Die Hochwassersperrmüllentsorgung im Altkreis Bitterfeld ist nun vorbei. Die Abholung erfolgt nur noch auf vorherige Anmeldung.“ ergänzte Hartmut Eckelmann.


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