Skyscraper
Haftbefehle nach Verdacht eines Gewaltverbrechens erlassen
Foto: Arno Bachert/Pixelio
aktualisiert am 09.08.2018 um 10:22:11

Haftbefehle nach Verdacht eines Gewaltverbrechens erlassen

Dessau-Roßlau (red): Staatsanwaltschaft und Polizei führen derzeit Ermittlungen wegen des Verdachts eines Gewaltverbrechens gegen vier deutsche Beschuldigte im Alter von 16 bis 22 Jahren aus Dessau-Roßlau.
Die Beschuldigten stehen im Verdacht, einen seit Ende März des Jahres 2017 vermissten 19-jährigen Dessauer unter Gewaltanwendung getötet zu haben.

Am  22.06.2018, erließ der zuständige Ermittlungsrichter am Amtsgericht Dessau-Roßlau nach Antrag der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau gegen drei der Beschuldigten Haftbefehl wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen Totschlags. Nach Verkündung der Haftbefehle wurden die Beschuldigten in Untersuchungshaftanstalten überführt.  
"Wir bitten um Verständnis, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt aufgrund der noch andauernden Ermittlungen und insbesondere unter Beachtung der Besonderheiten von Ermittlungsverfahren gegen Jugendliche und Heranwachsende keine weiteren Auskünfte erteilt werden können.“

Den Polizeibeamten ist es am 30.07.2018, nach aufwändiger Suche gelungen, in einem Waldstück in Dessau-Roßlau, Ortsteil Alten, einen Leichnam im Erdreich aufzufinden. Nach dem Fund der Leiche kamen u.a. Spezialisten der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes sowie eine Rechtsmedizinerin zur Spurensuche und –sicherung zum Einsatz. Der Leichnam wurde nach seinem Auffinden zum Institut für Rechtsmedizin in Halle überführt und dort obduziert. Im Ergebnis der rechtsmedizinischen Untersuchung konnte festgestellt werden, dass es sich bei dem Toten zweifelsfrei um den seit Ende März des Jahres 2017 vermissten 19-jährigen Dessauer handelt.Nach dem von den Rechtsmedizinern mitgeteilten vorläufigen Untersuchungsergebnis wurde der 19-Jährige Opfer eines Gewaltverbrechens.

Die weiteren Ermittlungen zu den Gesamtumständen dauern an. Zur Feststellung der Todesumstände sind weitere umfangreiche rechtsmedizinische Untersuchungen notwendig.  An den mehrwöchigen, mit hohem personellem und logistischem Aufwand, betriebenen Suchmaßnahmen nach dem Leichnam in dem Waldgebiet, waren zahlreiche Beamte der Landesbereitschaftspolizei beteiligt. Zudem kamen Spezialisten der Tatortgruppe des Landeskriminalamtes Sachsen-Anhalts, Bedienstete des Kampfmittelbeseitigungsdienstes des Technischen Polizeiamtes und Beamte der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost sowie mehrere Diensthundeführer mit Leichenspürhunden zum Einsatz. Die Beschuldigten befinden sich  weiterhin in Untersuchungshaft.


 
Kommentar abgeben

E-Paper

aktuelle Ausgabe

aktuelle E-Paper Ausgabe

E-Paper Archiv die letzten drei Ausgaben

 

Spatz Videos

Video

Video

Anzeige

Rectangel

Aktuelle Wochenangebote von ALDI

Aktuelle Wochenangebote von ALDIArchiv

Amtsblatt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld

Amtsblatt