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Langfinger haben  Drahtesel im Visier
So sollte ein Fahrrad gesichert sein, mit einem stabilen Schloss an Rahmen und einen festen Gegenstand, empfiehlt Kriminaloberkommissar Christian Koch.
Foto: Jens Mattern
aktualisiert am 12.07.2013 um 09:30:48

Langfinger haben Drahtesel im Visier

Bitterfeld (jm). Einen drastischen Anstieg der Fahrraddiebstähle verzeichnet die Polizei in Anhalt-Bitterfeld. Wurden im gesamten Jahr 2012 insgesamt 360 Zweiräder entwendet, gab es bis Anfang Juli 2013 bereits 400 Anzeigen wegen solcher Delikte. Der überwiegende Teil ereignete sich im Altlandkreis Bitterfeld.

„Diebstahlschutz von Fahrrädern beginnt mit einem guten Schloss. Am besten eignen sich hierfür massive Stahlketten-, Bügel- oder Panzerkabelschlösser. Damit sollte das Fahrrad an einem festen Gegenstand angeschlossen werden.“ so Kriminaloberkommisssar Christian Koch, Leiter des Kriminaldienstes im Revierkommissariat Bitterfeld-Wolfen. Bei einer Stichprobe am Bitterfelder Bahnhof stellte der Polizist in Gegenwart des Spatzen fest, das etwa 25 Prozent der Fahrräder schlecht gesichert waren. Dadurch haben Langfinger leichtes Spiel. Das Fahrradschloss sollte ungefähr 10 Prozent des Fahrradbeschaffungswertes betragen, rät die Polizei. „Da auch immer wieder Fährräder aus Kellerräumen entwendet werden, sollte auch dort zu entsprechenden Sicherheitsvorrichtungen gegriffen werden.“ rät Christian Koch.

Wichtig ist auch eine individuelle Kennzeichnung des Fahrrads, um dieses zweifelsfrei identifizieren zu können, zum Beispiel durch eine individuelle Rahmennummer. Diese ist bei vielen in Deutschland verkauften Rädern in den Rahmen eingeschlagen.

„Nur gut 30 Prozent der Geschädigten wissen derzeit ihre Rahmennummer des Fahrrades. Somit fällt es uns schwer, wenn wir Diebesgut finden, dieses dem rechtmäßigen Eigentümer zurückzugeben.“ weiß der Kriminaloberkommissar und appelliert an Fahrradbesitzer, sich die Rahmennummer zusammen mit Details zum Fahrrad wie Typ und Besonderheiten zu notieren und für den Fall der Fälle zu sichern.  Rund 20 Fahrräder sind derzeit im Revier Bitterfeld, die keinem Besitzer zugeordnet werden können.

Ein weiterer Schwerpunkt der Polizeiarbeit sind derzeit Taschendiebstähle und Taschenschlitzereien. Dabei wird die am Körper mitgeführte Tasche mittels eines sehr scharfen Gegenstandes aufgeschlitzt. So gelangen die Diebe an den Inhalt der Tasche. Hierzu rät die Polizei die mitgeführten Taschen dicht am Körper mitzuführen und mit einer darüber gelegten Hand zu sichern.

Bei den Taschendiebstählen nutzen Langfinger zumeist die Leichtsinnigkeit der Opfer beim Einkaufen aus.  Mitgeführte Taschen sollten nicht an Einkaufswagen befestigt werden, da sie so zur leichten Beute für Diebe werden. Auch gilt es, sich nicht Ablenken zu lassen, da Diebe meist nicht allein agieren, sondern eine Person das Opfer ablenkt während ein Komplize die Geldbörse stiehlt. 

„Überlegen Sie immer, was sie wirklich benötigen und nehmen Sie auch nur diese Sachen mit. Leider mussten wir in vielen Fällen feststellen, dass gerade ältere Geschädigte oft den entsprechenden Pin mit der EC-Karte zusammen aufbewahren. Damit wird den Dieben die Möglichkeit eingeräumt, auch neben dem Verlust der Geldbörse, sich auch noch Zugang zum Bankkonto der bestohlenen Person zu verschaffen. Dies dauert mitunter nicht einmal 30 Minuten.“ warnt Christian Koch.

Auch im Auto sollte bei einem Spaziergang nichts liegen bleiben. Derzeit verzeichnet das Bitterfelder Revier pro Woche bis zu vier PKW-Einbrüche. „Diese Zahl wird sich in den Sommermonaten erhöhen. Dies zeigen die Statistiken der letzten Jahre.“ so Koch.
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