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Swen Ennullat sorgt mit „Alpendohle“ für spannende Leseabende
Mit der „Alpendohle“ hat Swen Ennullat sein Romandebüt geschafft. Ideen für weitere Bücher hat er bereits im Kopf.
Foto: Ronny Ballstädt
aktualisiert am 22.03.2013 um 15:21:12

Swen Ennullat sorgt mit „Alpendohle“ für spannende Leseabende

Roitzsch (jm). Sein literarisches Debüt als Schriftsteller gab kürzlich Swen Ennullat. Trotz seines jungen Alters von 36 Jahren blickt er bereits auf ein bewegtes Leben zurück und brachte diese Erfahrungen mit in das Werk „Alpendohle“ ein, welches beim Mitteldeutschen Verlag erschien.

Swen Ennullat wurde 1976 in Wolfen geboren und wuchs in Roitzsch auf. Nach dem Abitur begann er 1994 eine Ausbildung bei der Polizei.  2000 schloss er diese mit dem Diplom ab. Anschließend arbeitete er drei Jahre in verschiedenen Stationen im Kriminal- und Schutzdienst in Sachsen-Anhalt, ohne seine Heimat dabei zu verlassen. 



Von 2003 bis 2007 war der junge Mann beim Staatsschutz in Dessau eingesetzt, ein Fakt, der ihm sehr viele geschichtliche Einblicke gewährte. Dies kam ihm bei seiner späteren literarischen Arbeit zugute. Nach zwei weiteren Jahren Studium in Hannoversch Münden und Münster zog es Swen Ennullat dann in die Bundeshauptstadt. Er arbeitete sich bis zum Leiter der Auswerteeinheit islamistischer Extremismus/Terrorismus hoch. Dies wollte er immer erreichen, doch zugleich merkte er, dass zu wenig Zeit für Frau und Familie blieb. Zudem resümiert Swen Ennullat heute „Ich habe alles, was es in der Polizei Spannendes gibt, erlebt.“ So entschloss er sich, die Polizei zu verlassen und ist derzeit Fachbereichsleiter für Bildung, Familie und Ordnung in Königs Wusterhausen.

Bereits lange keimte in ihm der Drang, sich literarisch zu verwirklichen.  Um sicher im Fachgebiet zu sein, befasst er sich in seinem Thriller mit einem schwarzen Kapitel der deutschen Geschichte, dem dritten Reich. „Ich habe ja Vorträge zum Thema Rechtsextremismus gehalten, da stand ich in der Materie.“ so der Autor.

Doch wovon handelt die „Alpendohle“? Im Nachlass seines Großvaters findet Torben eine Ausgabe von »Mein Kampf« mit einer rätselhaften Widmung Adolf Hitlers, die auf dessen Todestag datiert ist. Als Torben daraufhin Kontakt zu einem Kriegskameraden seines Großvaters aufnimmt, erfährt er, dass beide kurz vor dem Selbstmord Hitlers von diesem getrennte Aufträge erhielten. Torbens Nachforschungen führen ihn auf die Spur eines mysteriösen Ordens. Er bringt in Erfahrung, dass dessen Wurzeln in der Zeit der Christianisierung liegen und es sich um eine Geheimorganisation von germanischen Priesterinnen handelt, die über Jahrhunderte die Geschichte beeinflussten. Hing der Auftrag des Großvaters damit zusammen? Geriet selbst Hitler in die Fänge des uralten Geheimbundes? Die Lösung des Rätsels ruht in einer verborgenen Bunkeranlage mit dem Code-Namen „Alpendohle“.

Der Autor versteht es den eifrigen Leser bis zum Ende der Geschichte an sich zu fesseln, weil solange das Geheimnis des Großvaters nicht gelüftet wird. Hinter einem geschichtlichen Hintergrund werden phantasievolle Thesen aufgestellt aus einem völlig neuen Blickwinkel auf unsere deutsche Geschichte. Ab der ersten Seite entstehen lebhafte Bilder über Personen, Handlungen und Orte des Geschehens. Das Buch ist anspruchsvoll, mitreißend und unterhaltsam, gewürzt durch eine kleine Liebelei am Rande. Gibt es ein Happy-End? Das Ende ist auf jeden Fall unerwartet und sehr aufregend. Der Blutdruck normalisiert sich erst wieder auf Seite 422.
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