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Strompreise in Bitterfeld-Wolfen steigen
Die Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH nennen Steuern und Abgaben auf Rekordniveau als eine der Ursachen für den Anstieg des Strompreises ab 2013
Foto: Jens Mattern
aktualisiert am 16.11.2012 um 14:01:42

Strompreise in Bitterfeld-Wolfen steigen

Bitterfeld-Wolfen (red.) Ab dem 1. Januar 2013 erhöht die Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH den Strompreis für ihre Kunden. Während der Grundpreis unverändert bleibt, wird der Arbeitspreis (Preis je gelieferte Kilowattstunde Strom) um 2,277 ct/kWh (zuzüglich Mehrwertsteuer) angehoben. Das bedeutet für einen Haushalt mit einem in Bitterfeld-Wolfen durchschnittlichen Jahresverbrauch von 2.000 kWh eine Mehrbelastung von 4,50 Euro (brutto) im Monat. Ursache für die Anhebung der Strompreise ist laut Stadtwerken ein Erneuerbare-Energien-Gesetz, dass eine zu hohe und zu lange Förderung von Strom aus EEG-Anlagen vorsieht. Dabei ist der von der Bundesregierung beschlossene Ausstieg aus der Atomenergie infolge der Nuklearkatastrophe in Fukushima grundsätzlich richtig. Auch die Stadtwerke stehen hinter diesem Beschluss. Der Weg dorthin ist jedoch vom Gesetzgeber fehlerhaft vorgezeichnet.

„Wir haben bei der Bildung des Strompreises eine Situation erreicht, wie wir das bisher nur von Kraftstoffen kennen. Weit über 50 Prozent des Preises sind vorgegebene Steuern, Umlagen und Subventionen. Wir als Produzent und Lieferant des Stromes können nur den Teil beeinflussen, für den wir selbst verantwortlich zeichnen. Und das sind die Kosten für die Beschaffung des Stromes. 60 Prozent der benötigten Menge produzieren wir selbst. Den Rest kaufen wir dazu. Der Zukauf erfolgt aus Gründen der Versorgungssicherheit teilweise auch langfristig. Für beide Beschaffungsvarianten bleibt der Preis konstant. Die Erhöhung des Strompreises kommt von Außen und ist von den Stadtwerken nicht zu beeinflussen.“, so Hans-Tilo Winkelmann, Geschäftsführer der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen GmbH.

Wie vom Gesetzgeber vorgesehen, erhält jeder Kunde der Stadtwerke demnächst eine persönliche und ausführliche Information zum neuen Strompreis. Für 2013 ist vorgesehen, Endkunden vor allem in den Ortsteilen Bitterfeld, Greppin, Holzweißig und Thalheim, zu gewinnen.
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