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BQP soll geordnet liquidiert werden
Bitterfeld-Wolfens Oberbürgermeisterin Petra Wust, Landrat Uwe Schulze, BQP-Geschäftsführerin Ramona Scholz und der zweite Geschäftsführer der BQP, Prof. Dr. Manfred Hunkemöller gaben die Entscheidung am Donnerstag bekannt.
Foto: Jens Mattern
aktualisiert am 21.03.2013 um 16:45:16

BQP soll geordnet liquidiert werden

Bitterfeld (red.) Die Vertreter der Gesellschafter der Bitterfelder Qualifizierungs- und Projektierungsgesellschaft mbH (BQP), Bitterfeld-Wolfens Oberbürgermeisterin Petra Wust und der Landrat des Landkreises Anhalt Bitterfeld Uwe Schulze,  haben auf einer Pressekonferenz am Donnerstag bekanntgegeben, dass für das Unternehmen   eine geordneten Liquidierung eingeleitet wird.  Diese Ankündigung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Gesellschafterversammlung sowie der zuständigen parlamentarischen Gremien, dem Stadtrat von Bitterfeld-Wolfen und dem Kreistag Anhalt-Bitterfeld. Entsprechende Beschlussvorlagen sind
vorbereitet.

Als Gründe für die anstehende Liquidation nannten die Vertreter der Gesellschafter die Tatsachen, dass zum einen die Aufgaben der Gesellschaft weitestgehend abgearbeitet sind und zum anderen im kommenden Jahr eine Neuausrichtung der Arbeitsmarktförderung bevorsteht, die insbesondere das Betätigungsfeld der Gesellschaft auf dem 2. Arbeitsmarkt nicht mehr
möglich macht.

Die BQP wurde in der Wendezeit unter anderem  mit den Zielen gegründet, die infolge des Strukturwandels entstandene hohe Arbeitslosenzahl im Raum Bitterfeld-Wolfen sozial zu begleiten und durch ein von Bund und Land angelegtes Arbeitsförderprogramm abzufedern sowie Rückbau- und Erschließungsmaßnahmen durchzuführen. Dieser Prozess ist nahezu abgeschlossen. Auch der Arbeitsmarkt hat sich deutlich gewandelt. Heute werden insbesondere in Hinblick auf die demografische Entwicklung  zunehmend Fachkräfte für den 1. Arbeitsmarkt gesucht. Der sogenannte 2. Arbeitsmarkt  hat demzufolge nicht mehr die Bedeutung der Vergangenheit.

Diese Entwicklung gibt es nicht erst seit heute. Aus diesem Grund hat  die Gesellschaft in jüngster Vergangenheit neue Betätigungsfelder erschlossen. Dazu gehören etwa die Goitzscheentwicklung und Erschließungsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Solar Valley.
Auch diese Betätigungsfelder sind entweder weit vorangeschritten oder unterliegen einer
wirtschaftlichen Krise (Solarindustrie).

„Wenn eine Arbeit erledigt ist und der Zweck der Gesellschaft nicht mehr besteht, muss auch einmal Schluss sein“, sagte Landrat Uwe Schulze. Weiter betonte er „Dies ist keine Kritik an den Mitarbeitern oder gar der Arbeit der BQP. Sie haben sich viel für die Region eingesetzt und viel geleistet.“

Für die 680 in Maßnahmen beschäftigen Frauen und Männer ändert sich nichts. Die Maßnahmen werden ordnungsgemäß weitergeführt und beendet bzw. im Bedarfsfall auf andere Träger übertragen. Für die zwanzig fest angestellten Mitarbeiter der BQP und ihrer Töchter wird
zu gegebener Zeit nach Lösungen gesucht.

Wann die geordnete Liquidation beendet ist, kann zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht gesagt werden. Das ist erst der Fall, wenn alle noch zu tätigenden Arbeiten, die bei der Abwicklung zu erledigen sind, beendet sind.

Die BQP ist uneingeschränkt zahlungsfähig. Da hinreichend Vermögen vorhanden ist, rechnet die Gesellschaft zum Ende des Liquidationsprozesses gegenwärtig mit einem Überschuss für die Gesellschafter.
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