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Damit das Schnäppchen nicht zum Fehlkauf wird
Indizien für mögliche Vorschäden liefern die Schrauben der Kotflügel. Ist die Farbe abgekratzt, so ist es gut möglich, dass dieser bereits abmontiert war.
Foto: Jens Mattern
aktualisiert am 07.02.2013 um 13:41:18

Damit das Schnäppchen nicht zum Fehlkauf wird

Wolfen (jm). Mobil sein ist heute nahezu eine Grundvoraussetzung. Nicht jeder hat das nötige Kleingeld für ein Neufahrzeug. Also gilt es, auf dem Gebrauchtwagenmarkt das beste Angebot für sein Budget zu finden. Damit sich das vermeintliche Schnäppchen nicht als klapprige Möhre herausstellt, gilt es bereits vor dem Kauf bereits auf Details zu achten, weiß Kraftfahrzeugsachverständiger Dipl.-Ing. Michael Hahn vom Ingenieurbüro Rothe.

Spaltmaße
Unregelmäßige Spaltmaße können einen Hinweis auf die Vergangenheit des Wagens liefern. Nicht selten sind diese auf einen Unfallschaden zurückzuführen. Nicht jede Werkstatt passt die ausgetauschten Blechteile einwandfrei ein.

Versteckte Schäden
Warum hat der Verkäufer den Wagen nicht gewaschen? Der Grund kann reine Nachlässigkeit sein. Die Sache kann aber auch einen ganz anderen Hintergrund haben. Durch die Schmutzschicht lassen sich leichte Hagelschäden oder andere Macken wesentlich schwerer ausmachen. 

Motorraum
Hier sollte ein möglicher Käufer bei zu viel Sauberkeit eher kritisch werden. „Zunächst wirkt ein sauberer Motorraum sehr gepflegt, es können aber eventuelle Undichtigkeiten verheimlicht werden", so der Sachverständige. Dies bedeutet, der Verkäufer kann den Motorraum gereinigt haben, um über Ölverlust hinwegzutäuschen. 

Rost
Bei den aktuellen Autos ist es für Laien kaum möglich, sich über den tatsächlichen Zustand der Karosserie ein Bild zu machen. Verkleidungen verdecken zumeist die Bereiche. Fest steht, die Karosserie darf nicht durchrostet sein. Auch leichter Rost an Türen oder Kotflügeln bedeutet für den Käufer später Kosten, denn Rost setzt seine Arbeit unaufhörlich fort.

Kilometerstand
Der Käufer sollte nicht blind den Angaben auf dem Tacho trauen. Zum Abgleich können zum einen ältere HU-Berichte (TÜV) oder auch das Serviceheft dienen. Beim Serviceheft ist zudem darauf zu achten, ob die Inspektionen in den Wartungsintervallen  absolviert wurden und ob alle Seiten tatsächlich vorhanden sind. 

Probefahrt
Eine Probefahrt darf bei einem Gebrauchtwagenkauf nicht fehlen. Hierbei gilt es, auf Klapper- und Quitschgeräuche, die Stellung des Lenkrades, den Geradeauslauf und das Bremsverhalten zu achten.

Fazit
"Ich empfehle einen Gebrauchtwagencheck bei einer der bekannten Prüforganisationen oder einem KFZ-Sachverständigen", sagt Michael Hahn. Die Sachverständigen nehmen das Auto unter die Lupe und erkennen bei ihren Durchsichten auch frühere Unfallschäden. „So kann der Verkäufer sicher sein, dass er für sein Geld ein faires Angebot erhält.“
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