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„Schwarzarbeiter“ im Einsatz
Ab 1. Januar 2013 ist der Eigentümer der Immobilie verantwortlich, dass diese regelmäßig gewartet wird, so Bezirksschornsteinfeger Mike Müller.
Foto: Privat
aktualisiert am 16.11.2012 um 12:35:47

„Schwarzarbeiter“ im Einsatz

Greppin (jm.) Aufgrund der kommenden Änderungen besuchten wir Bezirksschornsteinfeger Mike  Müller aus Greppin.

Bitterfelder Spatz: Herr Müller, was ändert sich ab dem 1. Januar 2013?

Mike Müller: Das neue Schornsteinfegehandwerksgesetz, dass bereits im Dezember 2008 in Kraft trat, zeigt ab Januar seine ganze Wirkung. Zu diesem Zeitpunkt laufen die vorgesehenen Übergangsfristen endgültig aus. Ab 1. Januar stehen alle Schornsteinfeger im freien Wettbewerb und der Kunde kann sich frei entscheiden, wem er den Auftrag für die wiederkehrenden Reinigungs- und Überprüfungsarbeiten übergibt.

Bitterfelder Spatz: Das ist eine positive Veränderung für  den  Kunden. Aber gilt dies für alle Aufgabenbereiche eines Schornsteinfegerbetriebes?

Mike Müller: Nein, Ihr Bezirksschornsteinfegermeister wird ab nächstem Jahr zum  bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger und bleibt weiterhin für die Bauabnahmen  von geänderten oder neu errichteten Feuerungsanlagen, sowie die  Feststellung der Betriebs- und Brandsicherheit zuständig.

Bitterfelder Spatz: Gibt es auch Nachteiliges für die vielen Haus- und Wohnungs-eigentümer?

Mike Müller: Wie man es nimmt. Der Betreiber der Anlage wird durch das neue Gesetz deutlich stärker in die Verantwortung genommen. Er muss selbst dafür Sorge tragen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Überprüfungen der Brandschutzvorschriften sowie der Umweltschutzmessungen durchgeführt werden. Sollte er die Vorschriften nicht beachten droht Bußgeld und im schlimmsten Fall droht der Verlust des Versicherungs-schutzes aus der Feuerversicherung und der Staatsanwalt steht in den Startlöchern.

Bitterfelder Spatz: Das klingt ja richtig dramatisch. Was raten Sie?

Mike Müller: Ich biete meinen Kunden weiterhin ein "Sorglospaket" an, in dem ich mich verpflichte, alle gesetzlichen Vorgaben für den Kunden zu überwachen, die notwendigen Formulare ausfülle und fristgerecht
versende.

Bitterfelder Spatz: Da scheint es wirklich sehr wichtig zu sein, dass man als Haus- und Wohnungseigentümer vor allem darauf achtet, dass man ein "Sorglospaket" angeboten kommt und nicht nur auf den Preis sieht?

Mike Müller: Das denke ich auch. An den Preisen wird sich meiner Auffassung nach nicht viel ändern, da alle Betriebe mit den gleich hohen Betriebskosten, wie den zum Beispiel steigenden Benzin-preisen kämpfen müssen und eine Qualitätsarbeit kann auch nur der Betrieb anbieten, der seine Mitarbeiter auch ordentlich bezahlt.

Bitterfelder Spatz: Wir danken für das Gespräch.
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