Foto: Birgit Rabe
aktualisiert am 14.03.2013 um 18:54:36

Wanderziele in der Dübener Heide

Bad Düben (red/jm). Die Dübener Heide ist eingebettet zwischen den Auen von Elbe und Mulde. Als einer der jüngsten deutschen Naturparks verfügt sie über ausgedehnte Waldgebiete, unberührt erscheinende Moore und beschauliche Kleinstädte in hügligen Endmoränen. Diese stehen in einem faszinierenden Spannungsfeld zur Bergbaufolgelandschaft mit ihren großen und kleinen Seen.

Heidedorf Tornau
Das Heidedorf Tornau ist in der Umgebung als Ausflugsziel bekannt, aber auch der Besucher, der ein Reiseziel für einen Tag sucht, kann hier Interessantes entdecken. Alljährlich am letzten Juli-Wochenende veranstaltet der Verein Dübener Heide ein großes Holzskulpturenfestival mit Künstlern aus ganz Europa. Dies geschieht am Rande des Heidedorfes auf dem Gelände des bekannten Heidemalers Wolfgang Köppe. Der zertifizierte Wanderweg „Heide-Biber-Tour“ führt entlang dieser Wiese, kann von dort aus in beide Richtungen (Bad Düben, Bad Schmiedeberg) weiter belaufen werden, so dass auch für etwas Bewegung gesorgt ist. Folgt der Spaziergänger dem Weg in Richtung Bad Schmiedeberg, zieht dem Wanderer nach rund 4 Kilometern der Duft der Holzkohlemeiler in der Nähe des Ortes Eisenhammer in die Nase. Hier arbeitet der letzte Köhler in der Dübener Heide. Neben der Köhlerei lädt die "Hammerbachhütte", zum Inne halten ein, ist jedoch keine Hütte, wo Speisen oder Getränke gereicht werden.

Muldestausee
Wo einst Bagger im Tagebau Muldenstein nach Braunkohle schürften ist nun ein Wasserparadies entstanden. Das HeideCamp lädt hier zur Erholung ein. Die Ausstellung im ,,Haus am See" lädt zu einer Zeitreise in die Vergangenheit ein. Hier können Fischadler beobachtet werden. Ein Geheimtipp für Leseratten ist auch das erste deutsche Buchdorf in Mühlbeck-Friedersdorf. Zudem verlaufen mehrere Wanderwege unterschiedlicher Länge entlang des Gewässers.

Schöne Aussicht
Ausgangspunkt für Besucher ist der fast 100-jährige Kaiser-Wilhelm-Aussichtsturm im Stadtwald bei Bad Schmiedeberg, von welchem aus der Blick weit über die Dübener Heide reicht. Von der Aussichtsplattform sind Sichttangenten  bis zu 100 km möglich, die Aussichtshöhe beträgt ca. 200 m über Meeresspiegel. Im Turmaufgang befinden sich Dokumentationen über die Geschichte des unmittelbaren Territoriums und dessen historisch-wirtschaftliche Bedeutung bis in die heutige Zeit. Thematische Rundwege verschiedener Länge locken Spaziergänger, aber auch Rad- und Skifahrer, Nordic-Walking-Freunde oder Pilzsammler zu einer Tour. „SAGENhafte Heide“ (7 km) wird auch geführt in Märchentracht der Frau Holle. „3000 Schritte Tour“  im Stadtwald  (12 km) mit Besichtigung des Kaiser Wilhelm Turms, wird auch geführt in Forstuniform.

Bergwitzsee
Einst Restloch des Tagebaus „Roberts Hoffnung“ – ist heute einer der beliebtesten Bade- und Freizeitseen in der Dübener Heide: der Bergwitzsee.  180 Hektar Wasserfläche dienen nun als Natur-Familien-Wellness-Paradies mit großen Badestrand, FKK-Halbinsel, Bootsverleih (mit Ruder- und Tretbooten, Kanus, Kajaks und elektrischem Spaßboot), Fahrradverleih (mit Rollstuhlfahrrad), Minigolf am ,,Gasthof zum Bergwitzsee", Kett-Car Verleih, Tauchschule, behindertengerechtem Angelsteg sowie Surf- und Segelmöglichkeiten. Rollstuhlgerechtes Camping ist möglich. Für Tagesausflügler mit Rad oder gut zu Fuß lädt der Rundweg um den See zu einer Tour ein.

Bad Düben
Nirgends sonst in Mitteldeutschland finden sich so konzentriert so unterschiedliche Mühlen wie in Bad Düben: die historische Wassermühle Obermühle im Museumsdorf Dübener Heide und Bockwindmühle, die Stadtmühle sowie die Schiffmühle am Fuße der Burg Düben. Als Ausgangspunkt für eine facettenreiche Erkundungstour empfiehlt sich der idyllische Kurpark (Parkplatz Kurgebiet). „Kurpark und Moorerlebnisgarten“, Wanderung Obermühle-Rotes Ufer-Schiffsmühlenrunde nach Schwemsal, Stadtrundgang Bad Düben, Rundwanderweg Kohlhaasweg Burg Düben-Schlossgarten Schnaditz-Wellaune sind nur einige der Möglichkeiten, die Gegend per Fuß zu erkunden.

Irrgarten Altjeßnitz
Der Gutspark von Altjeßnitz ist in der malerischen Muldenaue gelegen. Er beherbergt Deutschlands größten und ältesten barocken Irrgarten. Zwei Meter hohe Hainbuchenhecken und enge Wege versprechen einen eindrucksvollen Irrlauf. Von der Plattform im Zentrum ist der gesamte Garten zu überblicken. Der Irrgarten befindet sich in einer, ursprünglich im Stil des späten Barocks angelegten Parkanlage. Der später in Teilen landschaftlich umgestaltete Park wird durch einen malerischen alten Baumbestand, geschwungenen Spazierwegen, Wiesen und einem ehemaligen Teich geprägt.
Wanderziele in der Dübener Heide
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