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Ein Finale mit Hindernissen
Kim Stein im Anflug. Mit einem ordentlichen Überschlag über den Sprungtisch beendeten die Blau-Gelben das Landesligafinale in Chemnitz.
Foto: Steffen Brost
aktualisiert am 26.11.2013 um 18:25:10

Ein Finale mit Hindernissen

Bad Düben (sb.)  Dass das kein Zuckerschlecken werden sollte, darüber war sich das Frauenteam des TV Blau-Gelb 90 Bad Düben einig. Denn zum ersten Mal hatten die Bad Dübener das Finale der Sächsischen Landesliga erreicht. Vor kurzem mussten sie sich in der Chemnitzer Richard-Hartmann-Halle gegen Teams aus Chemnitz, Schneeberg und Markleeberg beweisen. Ihr Ziel: die winzige Chance auf die Bronzemedaille wahren.

"Für uns ist das Erreichen des Finales schon ein großer Erfolg. Eine Medaille wäre die Zugabe. Während die anderen Team mit jeweils drei Gaststarterinnen antraten, hatten wir mit Anabell Braungart aus Jößnitz nur eine an Bord", sagte Mannschaftskapitän Lisa Heinicke. An Stufenbarren ging es los. Doch schon hier wurden die Blau-Gelben von den Kampfrichtern hart rangenommen. Ganz genau schauten sich die vier Kamfrichterinnen die Elemente an. Doch einige hatten wohl die Brille nicht richtig geputzt und erkannten bestimmte Elemente nicht an.

Da brachte auch die Nachfrage des Trainers wenig Aufklärung, der sich im Anschluss erkundigen wollte, warum die Werte so niedrig waren. Dafür überzeugten die Bad Dübener am Balken. Ohne einen einzigen Sturz kamen die Blau-Gelben unfallfrei durch. Turnten hinter Chemnitz das zweitbeste Ergebnis an diesem Gerät. "Wir wussten, das wir uns hier schadlos halten müssen. Denn am Boden rechneten wir wieder mit mehr Abzügen", sagte Kim Stein.

Mit 12,05 Punkte waren sie und Anabell Braungart (12,10 Pkt.) die fleißigsten Punktesammler auf dem zwölf mal zwölf Meter großen Bodenareal. Gut in Schuss präsentierte sich das Quintett am Sprungtisch. Allesamt 13 Punkte und mehr gab es von den Kampfrichtern für Überschläge mit Schrauben und Yamashita. Im Gesamtklassement standen am Ende 191,75 Punkte und Platz vier. Einen ganzen Punkt mehr als sie noch in der Vorrunde turnten.

Wir sind im großen und ganzen zufrieden. Wir hätten alle ohne einen winzigen Fehler turnen müssen, um minimale Chancen auf Rang drei zu haben. Das war einfach unmöglich, da es im Finale keine schwachen Gegner mehr gibt. Wir haben uns gut verkauft und wollen im nächsten Jahr wieder das Finale erreichen. Dann werden die Karten neu gemischt.

Ein Dankeschön geht noch an Anabell von der SG Jößnitz, die einen großen Anteil an unserem Erfolg hat", so Lisa Heinicke. Für die Blau-Gelben endet das Wettkampfjahr mit der Landesliga. Jetzt steht die Vorbereitung auf die große Weihnachtsshow in fünf Wochen im Fokus. Im Januar startet die neue Wettkampfsaison mit einem Trainingscamp für das Kinderlandesligateam. Der erste Wettkampfauftritt folgt mit dem Meißner Hallenturnfest am 1. Februar.
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