aktualisiert am 17.12.2013 um 15:25:27

Richtig beladen in den Winterurlaub


Berlin (red.) Der Jahreswechsel ist für viele Menschen Anlass für einen Winterurlaub – in diesem Jahr ganz besonders, liegen doch die Weihnachtstage und Silvester sehr „arbeitnehmerfreundlich“. Das eigene Auto bietet nicht nur Freiheit und Unabhängigkeit, sondern auch viel Platz zum Verstauen des Urlaubsgepäcks. Beim Beladen ist jedoch Vorsicht geboten.

Zum einen kommt es darauf an, das Höchstgewicht einzuhalten. Durch Skibretter, Ausrüstung und Kleidung ist schnell eine beachtliche Masse erreicht. Eine falsche Beladung beeinträchtigt jedoch das sichere Führen und Lenken des Fahrzeugs. Die zulässige Obergrenze für Ladungen steht im Fahrzeugschein: Sie ergibt sich aus dem Gesamtgewicht abzüglich des Leergewichts. Das Leergewicht wiederum addiert sich aus dem Fahrergewicht, das mit 75kg berechnet ist, dem Bordwerkzeug, dem Ersatzrad, dem Verbandskasten, einem Warndreieck und, je nach Zulassungsjahr, 100 oder 90 Prozent des Kraftstofftanks.

Bei einem handelsüblichen Kleinwagen beträgt das Leergewicht rund eine Tonne, die zulässige Gesamtmasse 1,4 Tonnen. Somit dürfen maximal 400 Kilogramm zugeladen werden – für normales Winterurlaubsgepäck also kein Problem, doch wer weitere Güter transportiert, die nicht richtig verteilt sind, dem kann schlimmstenfalls ein Achsbruch drohen.

Ein echtes Risiko auf Urlaubsfahrten bergen unbefestigte Gepäckstücke. „Bei einem abrupten Bremsvorgang entwickeln lose Gegenstände schnell eine ungeheure Beschleunigung“, betont Kurt Bodewig, Präsident der Deutschen Verkehrswacht e.V. (DVW) und Bundesminister a.D. „Selbst kleinste Utensilien wie das Handy in der Ablage können bei einer Vollbremsung zum gefährlichen Geschoss werden. Deshalb sollten Sie kleine Gegenstände gut und sicher verstauen, größere mit einem Gurt befestigen.“ Zudem empfiehlt die Deutsche Verkehrswacht e.V. (DVW), bei Beladung den Reifendruck anzupassen. Die jeweiligen Werte stehen in der Tankklappe oder im Türpfosten auf der Fahrerseite.

Dachträger sind ebenfalls hilfreich für den Transport. Auch für sie gibt es eine Belastungsobergrenze. Zudem verändern sie das Fahrverhalten und den Spritverbrauch. „Bei einem gut gefüllten Dachgepäckträger steigt der Verbrauch um bis zu 20 Prozent“, so Bodewig. „Deshalb sollten Sie unbedingt überprüfen, ob Sie ihn wirklich benötigen.“