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Schlemmer-Verfahren: Bauhaus gewinnt vor Gericht
Foto: by Thorben Wengert / pixelio
aktualisiert am 27.01.2014 um 17:54:33

Schlemmer-Verfahren: Bauhaus gewinnt vor Gericht

Dessau (red.) Das Landgericht Dessau-Roßlau hat am heutigen Montag den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung eines der Erben Oskar Schlemmers gegen die Stiftung Bauhaus Dessau zurückgewiesen. Eine Urteilsbegründung liegt noch nicht vor. Der Antragsteller kann gegen das Urteil noch Berufung einlegen.
 
Hintergrund ist die noch bis Ende April laufende Ausstellung „Mensch Raum Maschine. Bühnenexperimente am Bauhaus“, in der studentische Adaptionen von Kostümen aus Schlemmers „Triadischem Ballett“ gezeigt werden. Der Antrag-steller hatte behauptet, dass es sich bei den ausgestellten Arbeiten um eine „Kunstfälschung“ handeln würde. Die Stiftung hatte dem vor Gericht widersprochen und u.a. darauf hingewiesen, dass die studentischen Werke des Senac-Universitätszentrums São Paulo unter dem Titel „Como Bauhaus“ (Wie Bauhaus) in der Ausstellung mit Texten und Begleitmaterialien als solche deutlich gekennzeichnet sind. Zudem wies die Stiftung darauf hin, dass ein sogenanntes postmortales Persönlichkeitsrecht, auf das sich der Antragsteller gestützt hatte, jenseits der Ende 2013 abgelaufenen 70-jährigen urheberrechtlichen Schutzfrist der Werke Oskar Schlemmers nicht existiere.
 
Die Ausstellung „Mensch Raum Maschine. Bühnenexperimente am Bauhaus“ kann nun also weiter im Bauhaus Dessau gezeigt werden.
 
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