Skyscraper
In der Badergasse musste schon das Mauerwerk abgestützt werden, um es vor dem Einbruch zu bewahren. Der Abbruch wurde bereits vom Vorbesitzer am hinteren Teil des Gebäudes begonnen.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 07.02.2014 um 10:36:36

Die Abrissbirne rückt in Delitzsch an

Delitzsch (red/stj). Seit kurzem schlägt in Delitzsch die Abrissbirne zu. Grund dafür ist der Abriss der ehemaligen Zigarrenfabrik in der Halleschen Straße 27/ Badergasse.

Vor kurzem beschloss der Technische Ausschuss der Stadt den Abbruch des Gebäudes. Der Stadt war der Schandfleck aufgrund der Baufälligkeit schon seit längerem ein Dorn im Auge. Denn die frühere Zigarrenfabrik war baufällig geworden, nachdem ein früherer Besitzer den Abbruch der rückwärtigen Gebäude begonnen hatte. Um ein weiteres Einstürzen zu verhindern und um mögliche Unfälle zu vermeiden, die durch einen Einbruch des Mauerwerks drohten, nahm sich die Stadt der Angelegenheit an. Per Stadtratsbeschluss war die kleine Fabrik dann in das Eigentum der Stadt übergegangen, die nun mit Fördermitteln den kompletten Abbruch durchführt.

"Endlich kann dieser städtebauliche Schandfleck beseitigt werden", so der Delitzscher Oberbürgermeister Dr. Manfred Wilde.

Ursprünglich erwarb Carl Friedrich Weber jun. das Haus in der Halleschen Straße 27, um darin eine Zigarrenproduktion einzurichten.
Im Jahre1857 ließ er den Fabrikanbau in der Badergasse errichten. 1930 übernahm dann die Hans Krombholz OHG aus Tann die Firma von der Familie Weber. Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte 1946 die Zwangsverwaltung und 1958 die Teilverstaatlichung. 1968 erfolgte die Schließung der Zigarrenfabrik, die damals die letzte derartige Produktionsstätte war.  

Die einstige Zigarrenfabrik wurde nun zu einem metallverarbeitenden Betrieb umgebaut. In den Betriebstätten wo einst Tabak verarbeitet produzierte von nun an der VEB Metallwaren. In dem wurde unter anderem die Kaffeemaschine K 500, Baustrahler oder Wasserboiler endgefertigt. Bis wann genau der Betrieb bestand hatte ist leider nicht bekannt. Im Jahre 2010 erfolgte dann durch den Vorbesitzer der Abbruch des Hinterhauses, des früheren Fabrikgebäudes. Im Mai 2013 beschloss dann der Delitzscher Stadtrat den Ankauf der Gebäude an der Ritterstraße und der Badergasse. Dieser Schritt war dringend notwendig, da durch die Abbruchmaßnahme des Vorbesitzers die Standsicherheit des restlichen Gebäudes gefährdet war.

Die Gesamtkosten der Sanierung betragen etwa 60.600 Euro. Diese werden zu 75 Prozent im Rahmen der Verwaltungsvorschrift Brachflächenrevitalisierung gefördert. Bis Ende Februar soll der Abbruch erledigt sein. Danach soll das Grundstück veräußert und für die Wohnbebauung genutzt werden.

 
Die Abrissbirne rückt in Delitzsch an
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