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Unklarheiten vermeiden
Ein Testament das richtige Mittel ist, um den späteren Übergang seines Vermögens für den Sterbefall einseitig festzulegen.
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
aktualisiert am 04.04.2014 um 18:06:13

Unklarheiten vermeiden

Bitterfeld-Wolfen (red/stj). Zur Eröffnung eines Testamentes und über die Aufbewahrung gibt's bei vielen noch eine Menge Unklarheiten.
Der Bitterfelder Spatz sprach mit Ina Götschel, Rechtspflegerin in der Nachlassabteilung vom Amtsgericht in Bitterfeld-Wolfen, worauf es dabei zu achten gilt.

"Vorab ist zu sagen, dass ein Testament das richtige Mittel ist, um den späteren Übergang seines Vermögens für den Sterbefall einseitig festzulegen. Insbesondere, wenn die Begünstigten nicht zu den gesetzlichen Erben gehören. Demjenigen, der sich zu Lebzeiten entscheidet, ein Testament aufzusetzen, stehen zwei verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Das ist zum einen die Errichtung eines privatschriftlichen Testaments und zum anderen die Errichtung eines notariellen Testaments", erklärt Rechtspflegerin Ina Götschel.

Privatschriftliches Testament

"Das privatschriftliche Testament ist eine handschriftliche Erklärung und die "einfachste" Form eines Testaments. Dieses kann jede testierfähige Person selbst aufsetzen, es muss aber zwingend handschriftlich geschrieben und unterschrieben werden. Ein mit einer Schreibmaschine oder mit dem Computer geschriebenes Testament ist ungültig. Die Unterschrift darauf sollte klar und deutlich erkennbar sein. Sie darf keinen Zweifel hervorrufen.  Außerdem sollte es, um Verwicklungen vorzubeugen, mit vollständigem Datum und Ort versehen werden. Das privatschriftliche Testament muss nicht amtlich aufbewahrt werden, aber um einen Verlust und ein sicheres Auffinden  zu gewährleisten, kann es jeder freiwillig beim Amtsgericht gegen Zahlung einer Gebühr verwahren lassen", erklärt die Rechtspflegerin weiter.

Notarielles Testament

"Das notarielle Testament, muss - wie es der Name schon sagt - im Gegensatz zum privatschriftlichen Testament vor einem Notar errichtet werden.  Für die Testamentserrichtung ist eine Beurkundungs-gebühr zu zahlen. Der Notar berät in allen Fragen um das Testament und setzt den  Text auf. Er sorgt für die juristisch richtige Form. So können spätere Unklarheiten im Sterbefall vermieden werden. Außerdem sorgt der Notar für die Verwahrung des Testaments beim Amtsgericht", sagt Ina Götschel.

"Die Testamente, die sich dann in der Verwahrung des Amtsgerichts befinden, werden bis zur Eröffnung im  Sterbefall sicher aufbewahrt. Wer ein nicht amtlich verwahrtes Testament (privatschriftliches Testament) von einem Verstorbenen auffindet, ist verpflichtet, es dem jeweiligen Nachlassgericht abzuliefern", erklärt Rechtspflegerin Ina Götschel von der Nachlassabteilung zum Schluss.
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