So kam der Hase zu den Ostereiern
Der Hase gilt als Überbringer der Ostereier
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 19.04.2014 um 15:56:36

So kam der Hase zu den Ostereiern

Region (djd/pt). Eier färben, verstecken und suchen: In Deutschland hat Ostern neben seinem christlich-religiösen Hintergrund vor allem als Familienfest Bedeutung und ist gerade bei Kindern sehr beliebt. Ostern zählt zu den sogenannten beweglichen Feiertagen, der Ostersonntag ist stets der Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond. 2014 ist Ostersonntag am 20. April.

Wenn die Familie zum Fest zusammenkommt, die Kinder die Ostereier suchen und die eigenen vier Wände österlich dekoriert sind, bieten sich viele Gelegenheiten für abwechslungsreiche Fotoaufnahmen.

Warum sind Ostereier bunt?

Das Ei ist zum Sinnbild für Ostern geworden. Es symbolisiert wie der Hase Fruchtbarkeit, steht im Christentum aber auch für die Auferstehung und das neue Leben. Deswegen ist es ein beliebtes Motiv beispielsweise in österlichen Bildbänden. Die Tradition des Bemalens oder Färbens der Eier hat ihren Ursprung übrigens in mittelalterlichen Fastenregeln: Während der Fastenzeit war auch der Verzehr von Eiern untersagt. Um sie haltbar zu machen, wurden sie gekocht und gefärbt, damit man sie nach Ende der Fastenzeit von den frischen Eiern unterscheiden konnte.

Die Kinder warten auf den Osterhasen

Ein besonderer Grund für die Vorfreude der Kleinen ist natürlich der Osterhase, der am Morgen des Ostersonntags seine Schokoladeneier versteckt. Das war nicht immer so: Bis ins 20. Jahrhundert hatte der Hase als Überbringer des Ostereies noch Konkurrenz von Osterfuchs, -storch, -henne oder -hahn.

Doch der Hase, der als eines der fruchtbarsten Tiere gilt, hat sich durchgesetzt. Er ist seit rund 100 Jahren das Symboltier - nicht zuletzt, weil ihn die Süßwarenhersteller bald als Vorlage für leckere Schokohasen einsetzten.