Katzen sollten sich besonders vor einigen Zimmerpflanzen in Acht nehmen.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 25.04.2014 um 10:00:46

Nager, Hund, Katze und Co aufgepasst

Bobbau (stj/red). Der Frühling ist mittlerweile wieder im vollen Gange. Für die tierischen Freunde ist trotzdem bei der Nahrungssuche Vorsicht geboten. Der Bitterfelder Spatz sprach mit Jana Berg, Filialleiterin vom Geschäft "Zoo & Co Nicolaus" im Muldepark Bobbau, worauf Haustierbesitzer achten sollten. Fachfrau Jana Berg erklärt, worauf bei Nager, Hund, Katze und Co zu achten ist:

Nager wie Kaninchen und Meerschweinchen können jetzt bedenkenlos mit frischem Grün gefüttert werden wie zum Beispiel Löwenzahn, Klee, Luzerne und Grünschnitt von unbehandelten Wiesen. Diese stellen eine willkommene Abwechslung dar. Es sollte aber immer mit kleinen Mengen begonnen werden, damit die Tiere vom hohen Eiweißgehalt keinen Durchfall bekommen. Das "Grünzeug" ist draußen immer gut abzuschütteln, um keine Mücken mit in den Kaninchenstall zu bringen, da Diese Myxomatose und RHD (Chinaseuche) übertragen können. Außerdem ist momentan Impfzeit. Kaninchenbesitzer sollten unbedingt an die Impfung ihres Langohrs denken.
 
Hundebesitzer sollten beim Hund, gerade beim Welpen darauf achten, dass diese beim Spaziergang keine Pflanzen, vor allem keine Frühblüher, fressen beziehungsweise belecken. Denn Ginster, Buchsbaum, Eibe (vor allem die Fruchtkerne) und alle Frühblüher, wie zum Beispiel Maiglöckchen und Osterglocken, sind giftig.

Auch bei der Frühjahrsdüngung im Garten ist Vorsicht geboten. Hornspäne sind für Hunde äußerst attraktiv, werden jedoch meist mit Ricin (Wirkstoff vom Rizinus) behandelt und sind dadurch sehr giftig. Auch bei einigen vermeintlichen Leckereien sollte aufgepasst werden. Neben höheren Dosen Schokolade (Theobromin) sind auch Rosinen, Weintrauben und Zigarettenkippen für Hunde zwar interessant, aber leider auch gefährlich, da sie giftig sind.
 
Katzen dagegen knabbern gern an Zimmerpflanzen, um lästige Haarballen (Bezoare) aus ihrem Magen loszuwerden. Die meisten Zimmerpflanzen sind dafür jedoch ungeeignet. Alpenveilchen, Dieffenbachie, Gummibaum, Lilien, Farne, Calla, Weihnachtsstern, Drachenbaum und Azaleen sind einige stark giftige Vertreter. Empfehlenswert hierfür wären Zyperngras, selbstgesätes Katzengras (Weizen, Gerste) oder Golliwoog (eine spezielle Futterpflanze), die auch als Zimmerpflanze sehr ansehnlich ist.
 
Auch Vögel beknabbern gern alles was in ihrer Reichweite steht. Hier ist jedoch größte Vorsicht geboten, da bei einem kleinen Vogel auch schon dementsprechende Kleinstmengen für eine Vergiftung ausreichen. Die meisten Ziervögel freuen sich über frische Vogelmiere oder einen Stängel Petersilie als Abwechslung auf dem Speiseplan. Aber auch ein Stück Paprika oder Gurke wird gerne genommen und ist ein hervorragender Vitaminlieferant im Frühjahr.
Nager, Hund, Katze und Co aufgepasst
Jana Berg, Filialleiterin vom Geschäft "Zoo & Co Nicolaus" im Muldepark Bobbau, empfiehlt unter anderem für Katzen Zyperngras (links), oder Golliwoog (eine spezielle Futterpflanze), die auch als Zimmerpflanze sehr ansehnlich ist.