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„Erster Spatenstich“ für Siel an der Leine
Der symbolische Spatenstich für das Siel an der Leine wurde von Landrat Uwe Schulze (v. links), Bitterfeld-Wolfens Oberbürgermeisterin Petra Wust, Burkhard Henning (Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft), Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens und Kees de Vries (MdB) vorgenommen.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 12.05.2014 um 19:11:55

„Erster Spatenstich“ für Siel an der Leine

Bitterfeld-Wolfen (red). Der Hochwasserschutz in der Ortslage Bitterfeld wird weiter verbessert. Dazu wird ein Absperrbauwerk an der Leine errichtet. Den ersten Spatenstich dafür erfolgte durch Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens gemeinsam mit dem Direktor des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft, Burkhard Henning, Oberbürgermeisterin Petra Wust, Landrat Uwe Schulze und Kees de Vries (MdB) vorgenommen.
 
Aeikens sagte: „Die Region Bitterfeld-Wolfen war im vergangenen Jahr schwer vom Hochwasser betroffen. Die Wassermassen drohten teilweise, die Stadt Bitterfeld unter Wasser zu setzen. Unser Ziel ist es, in der Region in und um Bitterfeld die komplexe wasserwirtschaftliche Situation zu optimieren. Ein wesentlicher Baustein dafür ist die Errichtung des sogenannten Leine-Absperrbauwerkes.“
 
Das Bauwerk funktioniert nach folgendem Prinzip: Das Siel wird ab einem definierten Muldehochwasserstand geschlossen. Dadurch wird verhindert, dass das Muldehochwasser über die Leineniederung in die Ortslage Bitterfeld strömt. Bei nachfolgendem Erreichen eines ebenfalls definierten Wasserstandes binnenseitig in der Leineniederung wird das Ablaufbauwerk Goitzsche so geöffnet, dass ein Einströmen des Überschusswassers aus Strengbach/Leine in die Goitzsche erfolgen kann.
 
Damit wird ein definierter und schadloser Hochwasserstand in der Leineniederung in der Ortslage gesichert und ein weiteres Ansteigen verhindert. In der Goitzsche macht diese temporäre Einleitung nur wenige Zentimeter aus. Nach Sinken der Muldewasserstände werden die Bauwerke wieder geöffnet und die Ableitung erfolgt über die Leine. Die geplante Hochwasserschutzmaßnahme beeinflusst für die Zeiträume eines Muldehochwassers auch die Grundwasserstände in Bitterfeld positiv.
 
Das Bauwerk wird ca. 150 Meter südlich der Bahntrasse errichtet und befindet sich zwischen den dort verlaufenden Leinerückstaudeichen. Die Gesamtmaßnahme wird komplett in einem Zug umgesetzt. Die Kosten des Bauvorhabens belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.
 
 
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