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Eine packendes Wochenende im Pferdesport
Bei den Fahrpferden der Einspänner war Danny Warko vom Reit- und Fahrverein PSG Pony Power mit einem guten 6. Platz sehr zufrieden.
Foto: Thomas Schmidt
aktualisiert am 02.06.2014 um 18:15:31

Eine packendes Wochenende im Pferdesport

Prussendorf (ts). Der Wettergott meinte es am Wochenende  wirklich mit Reitern, Pferden und Besuchern gut. Das ganze Wochenende Sonnenschein pur und beste Bedingungen. Ross und Reiter bilden gemeinsam eine Einheit und diese Verbundenheit lässt sie im Parcours über Hindernisse fliegen oder auf dem Dressurplatz miteinander verschmelzen.

Zum 21. Mal starteten in Prussendorf das Landgestütsturnier und das 9. Mitteldeutsche Championatsturnier. An die 200 Reiter und 400 Pferde aus ganz Deutschland waren angereist, um sich für Bundeschampionate zu qualifizieren oder wichtige Punkte im Kampf für begehrte Trophäen zu holen. Die Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und zahlreiche Helfer hatten Tag und Nacht die Plätze vorbereitet, damit alle Wettbewerbe beste Bedingungen vorfinden konnten. An die 25 Wettbewerbe in drei Tagen bedeuteten Anspannung pur. Die Höhepunkte liegen zweifelsohne am letzten Tag, dem Sonntag. Dann finden die schweren Dressur- und Springprüfungen und die Qualifikation zum Bundeschampionat der Fahrpferde statt.  Bei den Einspännern heißt es Bremse los und ab durch den Parcours. Hier müssen eng gesteckte Hindernisse ohne Berührung durchfahren werden. Dabei werden die Bewegungen des Pferdes genau beobachtet.  Sieger war hier der Fritz Schwerdtfeger vom Reit- und Fahrverein Groß Quenstedt, er legte eine nahezu perfekte Fahrt hin. Platz zwei ging an Tino Heitmüller vom PSG Pony Power e.V., gefolgt von der Drittenplatzierten Kathrin Dobronski vom Reit- und Fahrverein St.Laurentius Zerbst. In der schweren Dressurprüfung ging die Konkurenz am Maß der Dinge etwas unter. Bei besten äußeren Bedingungen, hatte die einheimische Amazone Andrea Hintsche vom Reit- und Fahrverein Prussendorf mit Sarotti dieses Mal keine Chance.

„Er war schon am Vortag nicht so gut drauf, heute war ich zufrieden, dennoch kein Spitzenergebnis. so ein Pferd ist auch nur ein Mensch“, nimmt die Lokalmatadorin das verpatzte Wochenende mit Humor. Das zurzeit Maß aller Dinge im Mitteldeutschen Dressurreiten ist Ronald Lüders vom Reit- und Pferdezuchtverein RPZV Gestüt Kempke. Er gewann mit seinem Ausnahmehengst Luigi klar und deutlich mit 44 Punkten (827,00) Vorsprung, gefolgt und weit abgeschlagen auf Platz zwei Alexandra Haupt vom RSG Buckower Feldmark. „Ich war auch von der Dominanz vom Sieger überwältigt, doch bei dieser Überlegenheit Platz zwei zu holen ist ein phantastisches Ergebnis, ich bin sehr zufrieden mit meinem Pferd Dawinschy“, freute sich die Zweitplazierte Reiterin. Mit knappem Abstand auf Platz drei folgte Anke Simon vom PSV Reitakademie Werder.

Der Höhepunkt des Championatsturniers war der „Große Preis von Prussendorf“, eine Springprüfung der schweren Klasse S. Es ist die Königsdisziplin und hier traten die Besten der Besten gegeneinander an. So wollten 23 Reiterpferdpaare bei dieser schweren Springprüfung um den Sieg kämpfen. Bei gleichbleibenden besten Bedingungen, gab es ein wahrlich heißes Springduell. Die Zuschauer die bis dahin ausgeharrt hatten, hielten bei manchen Anritt auf die schwierigen Hindernissen den Atem an. So beim Wassergraben, die Klippe des Parcours, hier gab es zahlreiche Fehlerpunkte. Auch konnte man einigen Pferden den Respekt vor den großen Hindernissen anmerken, dennoch schafften es sieben Reiter mit ihren edlen Rössern ins Finale, dem Stechen.

Dieses hatte es in sich, eine straffe Zeitvorgabe von 45 Sekunden und acht Hindernisse waren eine schwierige Hürde. Spannung war zu spüren, Schnelligkeit und kurze Wendungen waren an Dramatik nicht zu überbieten. So gingen alle volles Risiko und dieses wurde unter dem begeisterten Applaus der Zuschauer belohnt. Sieger mit einem fehlerfreien Ritt und einer Traumzeit von 43 Sekunden, mit mehreren Ehrenrunden konnte der  Reiter Robert Bruhns vom PSV Quitzow e.V. mit seinem Hengst Cairo sein Glück kaum glauben. Das was er da gerade vollbracht hatte, war meisterlich. Geschlagen auf dem zweiten Platz kam mit drei Sekunden Rückstand Lokalmadator Tino Bode vom RV Prussendorf e.V auf seinem Pferd Montario. „Ich und der ganze gastgebende Verein sind sehr stolz auf dieses Ergebnis und die viele harte Arbeit hat sich mal wieder gelohnt“, freute sich der Prussendorfer. Gefolgt vom dritten Carsten Biermann vom RFV Nienburg.

Die Bedingungen waren am Wochenende für alle gleichmäßig optimal, man konnte wieder drei Tage eine perfekte Kombination von Technik, Kraft und Ausstrahlung bewundern, die besten bekamen die begehrten Siegerschleifen und Preise.

 
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