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Versuchter Mord in Roitzsch
Foto: Susann von Wolffersdorff / pixelio.de
aktualisiert am 25.06.2014 um 18:06:08

Versuchter Mord in Roitzsch

Roitzsch (red). Am 22.06.2014 ereignete sich in Roitzsch ein versuchter Mord zum Nachteil einer 29-jährigen Frau. 
Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen teilte eine Zeugin der Polizei mit, dass eine Frau mit einem Kind im Arm haltend am Fenster des Wohnhauses des Nachbargrundstückes stehe und um Hilfe schreie. Die Geschädigte hätte geschrien, dass ihr Mann sie erschießen wolle, so die Mitteilende.

Auf Grund dieser Erstinformation wurden umgehend Polizeikräfte zum Ereignisort entsandt.
Wenige Minuten, nachdem die Mitteilung bei der Polizei einging, soll das Kind, welches die Frau auf dem Arm gehalten habe, aus dem Fenster des 1. Obergeschosses gefallen sein. Im weiteren Verlauf sei auch ein Schuss gefallen.

Das Kind, ein 4-jähriges Mädchen, wurde zur medizinischen Versorgung einem Rettungswagen zugeführt. Auf Grund der vorliegenden Lageinformationen wurden eine Spezialeinheit und die Verhandlungsgruppe des Landeskriminalamtes angefordert. In der weiteren Folge wurde bekannt, dass der Beschuldigte (41 Jahre), welcher sich zum Zeitpunkt mit der Geschädigten (29 Jahre) im betreffenden Wohnhaus befand, mit dem Leben abgeschlossen haben will.

Danach hat der Beschuldigte nach einem Rettungswagen verlangt, da die Geschädigte verletzt sei. Polizeikräften ist es im weiteren Verlauf gelungen, auf den Hof und in das betreffende Wohnhaus zu gelangen.  Im Wohnhaus konnte die Geschädigte verletzt aufgefunden, erstversorgt und anschließend aus dem Haus verbracht werden. Die Frau wurde sofort in medizinische Behandlung gegeben.

Der Beschuldige verschanzte sich im weiteren Verlauf im Wohnhaus. Gegen 18:15 Uhr gab der Beschuldigte auf. Anschließend wurde er durch die Polizei vorläufig festgenommen.  Die Spezialeinheit und die Verhandlungsgruppe kamen nicht zum Einsatz. Das Kind befindet sich gegenwärtig in einem Krankenhaus in stationärer Behandlung. Die 29-jährige Mutter wurde mit mehreren Schussverletzungen in eine Spezialklinik verbracht und notoperiert.  
 
Die Ermittlungen zum Motiv der Tat dauern an.
 
Die Staatsanwaltschaft hatte am 23. Juni dann Haftantrag gegen den 41-jährigen Beschuldigten wegen des Verdachts des versuchten Mordes beim zuständigen Amtsgericht gestellt. Der Ermittlungsrichter folgte dem Antrag und erließ Haftbefehl.
Der Beschuldigte wurde in eine Justizvollzugsanstalt überführt.

Die weiteren Ermittlungen werden durch Beamte des Fachkommissariats 2 der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost geführt.
 
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