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Startschuss für energetische Modellregionen und Kernkommunen
Landräte, Dezernenten und Bürgermeister nahmen heute im Elbelandhaus in Magdeburg Tafeln für ihre Rathäuser und Landratsämter in Empfang.
Foto: Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Sachsen-Anhalt
aktualisiert am 10.07.2014 um 18:56:04

Startschuss für energetische Modellregionen und Kernkommunen

Magdeburg (red). „Es ist ein guter Tag für das Klima in Sachsen-Anhalt“, sagte heute Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens in Magdeburg. In den energetischen Modellregionen und Kernkommunen des Landes engagieren und vernetzen sich Verwaltungen, Unternehmen und Institutionen für einen effizienten und sparsamen Energieeinsatz und somit für den Klimaschutz. Landräte, Dezernenten und Bürgermeister nahmen heute im Elbelandhaus in Magdeburg Tafeln für ihre Rathäuser und Landratsämter in Empfang – eine Auszeichnung, mit der sie den Bürgern zeigen können: „Wir tun etwas!“
 
Viele Schulen und Kindertagesstätten sind energetisch saniert, aber warum nicht auch in anderen öffentlichen Gebäuden Energie und Kosten sparen? Die „Energieallianz Mansfeld-Südharz“ setzt an dieser Stelle an. Wunderschöne Fachwerkhäuser finden trotz Sanierung keine neuen Mieter, weil die Heizkosten aufgrund der Denkmalschutzauflagen zu hoch sind. Die energetische Kernkommune Osterwieck will dafür eine Lösung finden. Ein ausgeglichenes Verhältnis von produzierter und verbrauchter Energie strebt die „Energieavantgarde Anhalt“ an. Die „Zukunftsregion Altmark“ hat sich zur Bioenergieregion entwickelt und will die Potenziale aller erneuerbaren Energien sowie Einsparmöglichkeiten noch intensiver nutzen.

Ein Forschungsprojekt des Bundesumweltministeriums gab für den Landkreis Harz die Initialzündung, sich zur „Regenerativen Modellregion Harz“ zu entwickeln. Binnen kürzester Zeit ist es im Zusammenwirken des Landwirtschafts- und Umweltministeriums mit der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt GmbH (LENA) gelungen, die vier energetischen Modellregionen zusammenzuführen, in ihnen fünf energetische Kernkommunen zu aktivieren sowie sechs Kommunen für die Einführung des European Energy Award (eea) zu gewinnen.

Sachsen-Anhalts Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Hermann Onko Aeikens sagte, die Landesenergieagentur habe die organisatorischen Fäden zusammengeführt und werde die Akteure während des gesamten Prozesses fachlich begleiten sowie Know-how und best-practice-Beispiele für alle Regionen und Kommunen erschließen. „Wir haben einen enormen Beratungsbedarf zu Fragen der Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Energieversorgung festgestellt“, bestätigte LENA-Geschäftsführer Marko Mühlstein.
 
Die 80-prozentige Förderung aus dem Programm „Sachsen-Anhalt KLIMA“ des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt bildet die finanzielle Grundlage für die konzeptionellen und investitionsvorbereitenden Maßnahmen in den vier Modellregionen sowie in den Kernkommunen Arendsee, Seehausen, Gräfenhainichen/FERROPOLIS, Osterwieck, Mansfelder Grund-Helbra/Benndorf und in den eea-Kommunen Arendsee, Seehausen, Osterburg, Dessau-Rosslau, Gräfenhainichen und Benndorf, informierte Aeikens.

Insgesamt 40 Fördermittelbescheide mit einem Gesamtumfang von 3,6 Millionen Euro konnte die Investitionsbank Sachsen-Anhalt zum 30. Juni 2014 an Kommunen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen ausreichen. „Dank guter Vorarbeit werden die Regionen und Kommunen in der Lage sein, die entsprechenden Leistungen zügig zu erbringen, um in der anschließenden Förderphase ab 2015 die geplanten Projekte umzusetzen“, betonte Mühlstein. Dafür sind 18,8 Millionen Euro EFRE-Strukturfondsmittel der EU vorgesehen. Ein Teil des Geldes soll als Darlehen zur Verfügung gestellt werden, erklärte Aeikens. Dadurch solle gesichert werden, dass auch über das Jahr 2020 hinaus Mittel zur Verfügung stehen, um weitere Investitionsvorhaben zu realisieren.
 
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