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Unfälle wären durch richtiges Verhalten vermeidbar
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Foto: Rainer_Sturm_pixelio.de
aktualisiert am 23.07.2014 um 17:13:29

Unfälle wären durch richtiges Verhalten vermeidbar


Anhalt-Bitterfeld (red). Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gab es in diesem Jahr bereits eine größere Anzahl von Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Radfahrern, wie das das Polizeirevier Anhalt-Bitterfeld informiert:

Ein großer Teil dieser Unfälle wurden auch durch deren Fehlverhaltensweisen  verursacht. Im Jahr 2013  gab es allein bei Radfahrern 3 Tote, 46 Schwerverletzte und 114 Leichtverletzte. Jetzt ist erst das erste Halbjahr von 2014 verstrichen, die Polizei verzeichnet jedoch bereits einen Toten, 47 Schwer- und 82 Leichtverletzte.

Eine der häufigsten Ursachen ist das Einfahren in den fließenden Verkehr. Viele Radfahrer glauben, es genügt,  dass sie Handzeichen geben, wenn sie den Radweg verlassen. Sie sind aber nach § 10 StVO verpflichtet, eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschließen. Dies bedeutet neben dem Handzeichen  auch die Beachtung des Nachfolgeverkehrs. Einen Unfall unter solchen Umständen gab es in diesem Jahr in der Stadt Raguhn – Jeßnitz, es ist jedoch nicht der einzige Unfall. 
Ebenso falsch ist das Verhalten der Pedalritter, die plötzlich zwischen Fahrzeugen die Fahrbahn radelnd wechseln wollen. Dies führt dann zu schmerzlichen Erkenntnissen, wenn der Kraftfahrzeugführer nicht rechtzeitig anhalten kann. So geschehen ein Unfall in der Stadt Sandersdorf – Brehna. Der Radfahrer befuhr dazu noch den linken Radweg.

Auch in der Stadt Zörbig ereignete sich ein Verkehrsunfall mit einem Radfahrer. Hier befuhr der Radfahrer die Einbahnstraße in der entgegengesetzten Richtung und glaubt dann auch noch Vorfahrt zu haben.  Einbahnstraßen werden durch Verkehrszeichen für den Radfahrer in entgegengesetzter Richtung frei gegeben und nur dort darf auch entgegen der Einbahnstraße gefahren werden. Am Ende der Einbahnstraße sollte dann der entgegen der Fahrrichtung fahrende Radler aber auch die nötige Vorsicht walten lassen.

Eine sehr weit verbreitet Unsitte ist das Fahren auf dem linken Radweg oder auf Gehwegen. An Knotenpunkten kommt es immer wieder zu Unfällen, weil Radfahrer von der rechten Seite kommen, mit denen der Kraftfahrer im Moment nicht rechnet. Auch beim Abbiegen ist es für alle Beteiligten immer wieder gefährlich, wenn der Radfahrer  auf der verkehrten Straßenseite unterwegs ist. Aber es gibt auch eine Reihe von Unfällen, wo Radfahrer miteinander zusammenstoßen, weil sie sich begegnen. Auch da gibt es durchaus den einen oder anderen Unfall mit zwei Schwerverletzten, nur weil einer der Beiden zu bequem war, die Fahrbahn zu queren.
Das Fahren ohne eingeschaltete Beleuchtung spielt immer wieder eine Ursache bei Radfahrern. So querte in der Stadt Köthen im Winterhalbjahr eine Radfahrerin plötzlich die Fahrbahn, sie hatte auch keine Beleuchtung eingeschaltet.  Es kam zum Unfall mit einem Kraftfahrzeug, wo sie sich Verletzungen zuzog.

Die Reihe könnte beliebig fortgesetzt werden, ob Köthen, Zerbst, Aken, Zörbig, Bitterfeld - Wolfen – überall kommt es zu Unfällen mit Radfahrern. Viele dieser Unfälle wären durch richtiges Verhalten nach der StVO vermeidbar, dies gilt nicht nur für Radfahrer.  Darauf möchten wir hinweisen, denn gerade jetzt befinden wir uns in der Hochsaison für die Radfahrer und es ist Ferienzeit. 
Die angeführten Zahlen sprechen für sich, sie sind nur ein Teil der Unfallstatistik. Insgesamt sieht es in unserem Landkreis auch nicht rosig aus. Trotz rückläufiger Unfallzahlen mit Stand 30.06.2014 haben wir dramatische Zunahmen bei den Verletzten. So haben wir mit 2355 VU zwar 163 VU weniger als 2013, wir haben aber mit 138 Schwerverletzten 41 mehr als 2013, bei Leichtverletzten sind 279 und damit 74 mehr gegenüber 2013. Die sollte jedem zu denken geben, denn auch der Monat Juli zeigt bereits wieder ähnliche Tendenzen auf.

Am Ende sei außerdem noch zu bemerken, dass auch immer mehr Kinder mit dem Fahrrad in Unfälle verwickelt. Viele lernen richtiges Verhalten im Straßenverkehr in der Schule im Rahmen der Verkehrserziehung. Höhepunkt ist für die meisten Kids dann die Fahrradprüfung. Was nützt dies aber alles, wenn die Erwachsenen ein schlechtes Vorbild sind?!
 
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