Ehrenamtlich im Dienst  der Patienten
Forschen, helfen, informieren: Das Tumorzentrum Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e.V. dient dazu, Transparenz und Vernetzung im Gesundheitswesen zum Wohle betroffener Patienten zu schaffen. Der Vereinsvorsitzende, Chefarzt PD Dr. Dr. med. habil. Schück (links), hier im OP-Saal mit seinem Team der Klinik für Chirurgie des Städtischen Klinikums Dessau.
Foto: TZA
aktualisiert am 12.12.2014 um 16:59:24

Ehrenamtlich im Dienst der Patienten

Anhalt (red). Krebs - keine Diagnose erschreckt mehr. "Statistisch wird sie künftig jeden zweiten Bundesbürger treffen. Aber die Chancen auf ein längeres, lebenswertes Leben oder sogar auf Heilung verdoppelten sich für Krebspatienten dank effektiver Früherkennung und besserer Therapiemöglichkeiten in den letzten 20 Jahren.

Zudem wird die Forschung weitere Fortschritte machen", bestätigt Privatdozent Dr. Dr. med. habil. Reinhard Schück.

Der Chefarzt der Klinik für Chirurgie ist zudem ehrenamtlicher Vorsitzender des Tumorzentrums Anhalt am Städtischen Klinikum Dessau e.V. und kennt die Entwicklungen auf dem Gebiet der Krebserforschung genau.

Regionales Krebsregister

In 21 Jahren etablierte sich das Tumorzentrum als wichtige Institution für die Erfassung und Dokumentation von Krebserkrankungen. "Das Einzugsgebiet für die Registrierung umfasst rund 600.000 Einwohner. Wir haben hier Strukturen geschaffen und Erfahrungen gesammelt", sagt Dr. Schück.

Besonders freut er sich, dass in diesem Jahr ein weiterer Meilenstein für die flächendeckende Dokumentation der Krebsfälle in ganz Sachsen-Anhalt gelegt werden konnte:

"Das Gesundheitsministerium Sachsen-Anhalt bestimmte das Tumorzentrum Anhalt bis 2017 als regionales klinisches Krebsregister für das Gebiet der kreisfreien Stadt Dessau-Roßlau, der Landkreise Anhalt-Bitterfeld und Wittenberg sowie für das Gebiet des Altkreises Bernburg im Landkreis Salzlandkreis. Im Verbund mit den medizinischen Fakultäten der Universitätsklinika in Magdeburg und Halle-Wittenberg nehmen wir unsere Aufgaben wahr."

Auf Spenden angewiesen

Ziel ist es, Krebsfälle in Sachsen-Anhalt zu 100 Prozent zu dokumentieren. Alle Daten über Auftreten, Behandlung und Verlauf onkologischer Erkrankungen sollen in Kliniken und in Arztpraxen erfasst werden. Ihre Auswertung ermöglicht eine Beurteilung der medizinischen Versorgung und fördert die interdisziplinäre, patientenbezogene Zusammenarbeit bei der Krebsbehandlung. Auch wenn das Land Sachsen-Anhalt eine Anschubfinanzierung für die regionalen klinischen Krebsregister leisten wird, bleibt das Tumorzentrum Anhalt auf Spenden angewiesen.

"Die Anschaffung einer Gammasonde zur besseren Diagnostik der Wächter-Lymphknoten im Klinikum oder eines Therapiesessels im Wittenberger Paul Gerhard Stift wären anders unmöglich gewesen.

Die nötigen Gelder kommen aus Spenden von Erkrankten, Firmen und Institutionen. Wir sind allen Unterstützern äußerst dankbar und nutzen den jährlichen Aktionstag deshalb sowohl zur Wissensvermittlung neuester Diagnose- und Therapieansätze als auch zur öffentlichen Bühne, um für unsere Aufgaben zu sensibilisieren", so der Vereinsvorsitzende.

Tumorkonsile und Weiterbildungen

Das Tumorzentrum Anhalt bringt einmal wöchentlich Ärzte aus verschiedensten Fachrichtungen zum Tumorkonsil zusammen. Bis heute wurden etwa 2.000 Patientenfälle besprochen. Rund 5.500 Ärzte wirkten mit, um jeweils Empfehlungen für die Weiterbehandlung der Patienten zu geben. Zudem engagiert sich das Tumorzentrum Anhalt auch in der Arbeitsgemeinschaft deutsche Tumorzentren.

Informationen

www.klinikum-dessau.-de/tumorzentrum.html

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