Skyscraper
Pflanzliche Farbtupfer  im Gartenbild
Das Gotische Haus zählt zu den frühesten und besterhaltenen neogotischen Architekturen auf dem europäischen Kontinent. Es wurde ab 1773 erbaut und bis 1813 mehrfach erweitert.
Foto: © Kulturstiftung DessauWörlitz, Foto: Heinz Fräßdorf
aktualisiert am 30.04.2015 um 13:34:46

Pflanzliche Farbtupfer im Gartenbild

Wörlitz (red/stj). Am 2. Mai lädt die Kulturstiftung DessauWörlitz anlässlich des 250. Gründungsjubiläums des Landschaftsparks Wörlitz zu einer weiteren Gartenführung ein. Unter dem Titel "Pflanzliche Farbtupfer im Gartenbild" können Besucher erfahren, wie die Hofgärtner botanische und dendrologische Besonderheiten einsetzten, um stimmungsvolle Gartenbilder zu schaffen. Die Sonderführung wird von Sebastian Doil, Referatsleiter für Gartenunterhalt der Kulturstiftung DessauWörlitz, angeboten.
 
"Vielleicht versteht jetzt in England selbst kein Landschaftsgärtner so meisterhaft die Kunst, durch Mischung von hundertfachem Grün zu schattieren und grün in grün zu malen als Franz.

Dies und die damit verbundene Geschicklichkeit, die clusters und clumps von Gebüschen und Bäumen angenehm zu gruppieren und die Grasmatte damit zu bestreuen, ist ein Höhepunkt, worauf man bei den so hundertfältig verschiedenen Ansichten im Wörlitzer Garten zu sehn hat. Man muß aber erst, wie in allen Kunstgegenständen, sehen lernen." Carl August Boettiger, Reise nach Wörlitz 1797.Diese Pflanzungen, Stimmungsbilder und die Verwendung blühender Pflanzen als Farbtupfer lernen Interessierte im Rahmen einer Sonderführung am kommenden Samstag in Schochs Garten kennen. Der Landschaftspark Wörlitz wurde in drei Entwicklungsphasen mit unterschiedlich gestalteten Gartenteilen errichtet.

Die zweite Entwicklungsphase begann ab 1771 und wird als "malerische" Phase bezeichnet. Sie ist geprägt von einer Vielzahl malerischer Stimmungsbilder, die seither den Besucher der Anlage verzaubern. Gekonnt wurden spannungsvolle Gruppierungen und Farbaspekte verschiedenster Blütenpflanzen und Gehölze vom Hofgärtner Johann Leopold Ludwig Schoch d. Ä. (1728-1793) in Szene gesetzt.

In diesem Jahr steht das Jahresprogramm der Kulturstiftung im Zeichen von "bildschön". In dieses Motto passt in hervorragender Weise das, was der Fürst Leopold III. Friedrich Franz in seinem gesamten Fürstentum Anhalt-Dessau vor exakt 250 Jahren umzusetzen begann.

Er legte nicht nur eine Reihe von Landschaftsgärten an, er gestaltete mit zahlreichen Mithelfern sein gesamtes Land zu einem Gesamtkunstwerk der Bau-, der bildenden und der Gartenkunst.

Treffpunkt für die Sonderführung mit Sebastian Doil ist am 2. Mai, 14 Uhr, das Palmenhaus in der Coswiger Straße, in 06785 Oranienbaum-Wörlitz, im Ortsteil Wörlitz und der Eintritt beträgt 7,50 Euro .
 
Da die Teilnehmerzahl beschränkt ist wird um eine telefonische Anmeldung unter 03 40-64 61 50 oder 0340-218370 gebeten.
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