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Drei Tage Dauerparty  auf der Halbinsel
Jugendliche aus der Region und aus ganz Deutschland pilgern an Pfingsten traditionell auf die Halbinsel Pouch, um dort ausgelassen zu feiern.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 14.05.2015 um 14:51:00

Drei Tage Dauerparty auf der Halbinsel

Pouch (stj/red). In ein paar Tagen ist es wieder soweit: Pfingstwochenende. Während einige Kilometer weiter in Leipzig sich die schwarze Szene zum "Wave Gotik-Treffen" versammelt, findet auf der Poucher Halbinsel vom 22. bis 25. Mai das "Sputnik Spring Break"-Festival statt.

25.000 Leute werden erwartet, die zur Halbinsel pilgern, um in diesem Jahr mit den "Fantastischen Vier", "Deichkind", "Fritz Kalkbrenner", Panda-Masken-Rapper "Cro", den "Ostblockschlampen" oder "K.I.Z." zu feiern. Letztere wurden erst vor einigen Tagen bestätigt, nachdem der Rostocker "Marteria" alias "Marsimoto" seinen Auftritt krankheitsbedingt absagen musste.

So wird also die Berliner Hip-Hop Formation "K.I.Z." einen Tag den Headliner-Posten übernehmen und dabei garantiert den ein oder anderen Song vom neuen Album präsentieren.

Dem Camping-Müll den Kampf ansagen

Das Musikfestival, welches seit 2008 in Pouch stattfindet, ist in diesem Jahr wiederholt ausverkauft. Neu in diesem Jahr ist laut Veranstalter das Motto "Keep Your Island Green" - zu deutsch: "Haltet eure Insel grün".  Mit dieser Kampagne sollen die Besucher für mehr Umweltbewusstsein auf dem Festival und vor allem auf dem Campingplatz sensibilisiert werden. Die Halbinsel Pouch ist als Herzstück des ehemaligen Bitterfelder Bergbaureviers nicht nur Teil des weltweit größten Landschaftskunstprojekts, sondern auch schützenswerte Heimat für viele Pflanzen und Tiere.

Vor allem der Schilfgürtel bietet verschiedensten Arten Rückzugsorte. Um diese Bereiche zu schützen, wird in diesem Jahr vom Veranstalter ein Schilfschutzstreifen von 10 Metern eingerichtet, in dem sowohl das Campen, als auch die KFZ-Benutzung untersagt wird.

Glasflaschen ab sofort tabu!

Darüber hinaus planen die Veranstalter auch ganz konkrete Maßnahmen, die über die gründliche Geländereinigung hinaus, bereits von Anfang an für weniger Abfall sorgen soll.

So wird es in diesem Jahr erstmals ein Verbot von Glasflaschen auf dem Campingplatz geben. Dosenbier statt Gerstensaft aus dem Kasten, wird es hier also heißen.

Weiterhin wurde das gesamte Abfallmanagement der Veranstaltung überarbeitet. Mehr Müllcontainer, die auch während des Festivals regelmäßig geleert werden, sollen bereits frühzeitig für eine gezielte Sammlung des angefallenen Mülls sorgen. Zur weiteren Unterstützung dieses Vorhabens stellt der Veranstalter allen Besuchern bereits an der Geländezufahrt Müllsäcke zur Verfügung.

Tipps von Polizei und DRK

Für die Anreise empfiehlt Peter Ziehm, Leiter des Revierkommissariats in Bitterfeld-Wolfen, so zeitig wie möglich loszufahren, um Staus zu vermeiden. "Egal ob die Festival-Besucher aus Richtung Wittenberg oder über Bitterfeld anreisen, am Ende treffen sich alle auf der B100 in Pouch", so Ziehm. "Der Campingplatz ist laut Auskunft des Veranstalters schon ab Mittwoch, 20. Mai, 10 Uhr, geöffnet.

Weiterhin gilt - Egal ob bei der An- oder Abreise: Genug Zeit einplanen, Geduld mitbringen und natürlich die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer. Rund um das Festival-Wochenende werden vermehrt Verkehrskontrollen durchgeführt,  um die Verkehrssicherheit  für jeden Verkehrsteilnehmer zu gewährleisten", so Peter Ziehm weiter.   

"Weiter sollten Festivalbesucher bereits im Vorfeld genau überlegen, was benötigt wird. Wie allgemein beim Zelten sollten keine Wertsachen oder EC-Karten im Zelt oder Auto liegen gelassen werden. Das Auto ist kein Sicherheitsschrank, in dem Wertsachen aufbewahrt werden können. Im Trubel des Festivals haben Langfinger genug Gelegenheiten Fahrzeuge aufzubrechen", erklärt Ziehm abschließend. Und auch Zeltwände sind für Diebe das geringste Hindernis, um an Geldbörse oder Smartphone zu gelangen.
Die Gesundheit sollten auch die eingefleischtesten Besucher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

"Von Herz-Kreislauf-Problemen über Sonnenstich, Hitzschlag bis hin zur Überlastung der Sinnesorgane haben wir vom DRK bei den Großveranstaltungen jede Menge zu tun", erklärt Gabi Tokarski, Ausbildungsbeauftragte beim  "DRK Kreisverband Bitterfeld e.V." . "Wichtig ist es, viel Wasser oder Tee zu trinken und dem Körper so die benötigte Flüssigkeit zuzuführen. Außerdem sollte eine längere direkte Sonnenbelastung vermieden werden. Immer wieder gilt es, dem Körper Ruhephasen zu gönnen. Gleiches gilt für die Ohren. Bei Übelkeit, Pfeifen im Ohr oder Hörsturz unbedingt die ärztliche Hilfe hinzuziehen", so Gabi Tokarski.

"Natürlich steht das gemeinsame Feiern im Vordergrund, bei dem auch etwas Alkohol bei den meisten nicht fehlen darf. Aber auch an genügend nicht-alkoholischen Getränken muss gedacht werden! Sonnenschutzcreme und Insektenschutz dürfen ebenso nicht fehlen. Bei Unwohlsein sollten die Festival-Besucher lieber einmal mehr die Sanitäter aufsuchen, wenn sie sich unsicher sind, bevor eventuelle Spätfolgen entstehen können", erklärt die DRK- Ausbildungsbeauftragte abschließend.

Information

Weitere Informationen rund um das Pfingst-Festival gibt's im Internet unter www.sputnik-springbreak.de.
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