Fleißig wie  die Honigbiene
Die Imker Herbert Mahler (links) und Vereinsvorsitzender Edelhard Zapp prüfen gemeinsam die Honigreife am Bienenstock.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 08.08.2015 um 15:54:42

Fleißig wie die Honigbiene

Bitterfeld-Wolfen (stj). Bienenzucht, Bienenweide, Bienengesundheit und Naturschutz - dem haben sich die Bitterfelder Bienenzüchter des "Imkerverein Bitterfeld e.V."  verschrieben. Seit 1921 gibt es den Verein im Altkreis Bitterfeld.

Gegründet wurde er damals von Gärtnermeister Max IlIge in Bitterfeld mit ursprünglich 28 Imkern. Illge war gleichzeitig auch erster Vorsitzender des Vereins.

Heute besteht der Imkerverein aus insgesamt 34 Imkern und 5 Imkerinnen, wovon jedes Vereinsmitglied im Durchschnitt etwa acht Bienenvölker besitzt. Außerdem gehören die Imker dem Imkerverband Sachsen-Anhalt an. Vereinsvorsitzender ist der Wolfener Edelhard Zapp (73).

Er ist bereits seit vielen Jahren regelrechter Fan der gelb-schwarzen Insekten. "Die Bienenzucht ist zwar "nur" ein Hobby, aber von April bis August auch ein sehr intensives. Als Imker muss man stets mit Leidenschaft dabei sein. Ein Bienenvolk besteht in den Sommermonaten aus etwa 60 000 bis 80 000 Bienen. Die Biene ist ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Umwelt. Sie wird gebraucht für alle Blütenpflanzen wie zum Beispiel Obstbäume", so der Vereinsvorsitzende.

"Zur täglichen Arbeit eines Imkers in seinem Hobby gehören die Haltung, die Vermehrung und die Züchtung von Honigbienen. Die Gewinnung der Bienenprodukte Honig, Propolis, Wachs und Gelèe Royale sind die Ergebnisse unserer Arbeit" erklärt Vereinsmitglied Wolfgang Baronius (81) aus Bitterfeld.

"Aber auch so manch Umwelteinflüsse wie zum Beispiel die Umweltverschmutzung vor 1990 hier in Bitterfeld oder der Umgang mit Unkrautbekämpfungsmitteln von Landwirtschaft oder Kleingärtnern bereiten uns Imkern mit unseren Bienenvölkern große Probleme. Deshalb sollten bei der Schädlingsbekämpfung und beim Pflanzenschutz auch nur Mittel verwendet werden, die für die kleinen Tierchen nicht gefährlich sind und wenn möglich nicht auf die Blüten gesprüht werden", erklärt der Wolfener Herbert Mahler (80) vom Verein.

"Im Imkerverein treffen wir uns außerdem einmal monatlich im Gartenlokal "Volkswohl" zur Vereinsversammlung. Dort werden alle Fragen rund um die Bienen ausführlich behandelt. Gegenseitig wird sich auch mit Rat und Tat geholfen. Fragen der Bienengesundheit, der Honigvermarktung, der Zucht, der Weiterbildung, der Nutzung von Fördermöglichkeiten, insbesondere für Jungimker, der Hilfe bei Bienenverlusten oder Vandalismus, aber auch der Bienenbürokratie und der Finanzierung werden thematisiert", erklärt Vereinsvorsitzender Edelhard Zapp abschließend.

Weitere Informationen zum Verein und zur Bienenzucht gibt's telefonisch unter 03494 38 36 89.