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aktualisiert am 12.09.2015 um 16:34:44

Hightech bei der Müllentsorgung

Anhalt-Bitterfeld (red). Mit dem 1. Januar 2016 tritt im gesamten Landkreis Anhalt-Bitterfeld ein Identifikationssystem für alle Restabfall- und Bioabfallbehälter in Kraft.

Mit dieser Neuerung, bei dem die Behälter mit einem Chip versehen werden, kann die Entleerung der Tonnen elektronisch erfasst werden. Auf Grund der "Verchipung" entfällt damit zum Jahresanfang die bislang praktizierte Methode mit den Banderolen.

Abfallsammelbehälter werden nachgerüstet

Voraussetzung für die moderne Verfahrensweise ist, dass ein Identchip an einer bereits vorbereiteten Stelle am Behälter angebracht wird. Dies betrifft über 100.000 Tonnen im Kreisgebiet und wird von einer Fachfirma im Auftrag der Kreiswerke durchgeführt.

Dazu erhalten die jeweiligen Grundstückseigner ein persönliches Anschreiben mit einem Kennzeichnungsetikett, welches auf den Deckel der Tonnen geklebt wird. Der so gekennzeichnete Behälter muss daraufhin - unabhängig vom Entleerungstermin - zu dem im Anschreiben genannten Tag und Zeitpunkt gut sichtbar und öffentlich zugänglich an der Grundstücksgrenze bereit gestellt werden. Die Abfallbehälter werden mit einem elektronischen Chip ausgestattet, sind somit im System der Kreiswerke gespeichert und werden entsprechend des vereinbarten Tarifs entleert.

Pilotiert wurde das Projekt bereits in Sandersdorf und in Zscherndorf. Eine diesbezügliche Kundenbefragung ergab eine hohe Akzeptanz und Zufriedenheit. Bereits seit der 34. bis zur 37. Kalenderwoche erhielten die Grundstückseigentümer im Altlandkreis Bitterfeld die oben genannten Schreiben einschließlich Kennzeichnungsetikett.

Neues System vereinfacht die Abläufe

Das Banderolen-System gehört ab 2016 der Vergangenheit an. Die Abfallbanderolen brauchen nicht mehr versandt und vom Kunden angebracht werden, können nun auch nicht mehr abhandenkommen. Die Erfassung der Daten, also die Zahl der Entleerungen als Abrechnungsgrundlage, erfolgt elektronisch. Ab- und Ummeldungen bei Weg- bzw. Umzug werden so vereinfacht und die aktuellen Leerungsdaten können erfragt werden. Der Schutz der persönlichen Daten ist zuverlässig gewährleistet.

Die Kreiswerke weisen ausdrücklich darauf hin, dass die Abrechnungsgrundlagen für die Abfallentgelte unverändert bleiben. Nach wie vor ist die Berechnungsbasis dafür die Personenzahl, die auf dem Grundstück gemeldet ist und die vom Kunden ausgewählte Entsorgungsvariante.

Kundendienst berät bei Fragen

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kundendienstes der Kreiswerke stehen für alle Fragen "rund um den Chip" in den Büros in Greppin, Köthen und Zerbst zu den bekannten Öffnungszeiten und Telefonnummern zur Verfügung.

Auf jeden Fall sollten die Grundstückseigentümer darauf achten, dass die "Verchipung" realisiert werden kann. Nach dem 1. Januar 2016 werden nur noch Behälter geleert, die mit einem Chip ausgestattet und dem entsprechenden Haushalt zugeordnet wurden.

Weitere Informationen unter: www.abikw.de.
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