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Industriewunder vergangener Tage bestaunen
Bereits zum Vorabend des Tages der Industriekultur wird in der Baggerstadt Ferropolis das Licht angeschaltet. Besucher können dort bei einer Abendführung mit Menü die beleuchteten Tagebaubagger bei Nacht bewundern.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 08.04.2016 um 14:36:49

Industriewunder vergangener Tage bestaunen

Region (stj/red). Am 17. April findet in diesem Jahr der Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt statt. An vielen Orten im Land gibt es aus diesem Anlass viele interessante Dinge deutscher Industriegeschichte zu bestaunen. So auch im Industrie- und Filmmuseum Wolfen, Ferropolis - der Stadt aus Eisen oder beim Rad-Aktionstag an der Kohle, Dampf, Licht– Radroute, die in diesem Jahr als von Gräfenhainichen, Coswig, Bitterfeld und Köthen aus als Sternfahrten zum Technikmuseum Hugo Junkers nach Dessau führen
 
Industrie- und Filmmuseum Wolfen
 
Zum diesjährigen Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt am 17. April 2016 zeigt das Industrie- und Filmmuseum den Film: „Kohle, Zucker, Fliegenfänger - die Betriebsfilmstudios der DDR präsentieren Filmschätze aus DDR-Betrieben“. Diese Filmschätze fördern Kurioses, Erstaunliches und manch Vergessenes zu Tage: den Kohletagebau, die Zuckerfabrik, die Kosmetikherstellung, die Brauerei, die Zetti-Schokoladenfabrik, das Hydrierwerk, die Kochtopfproduzenten, den TAKRAF Maschinenbau, die ZEMAG Bagger, die Konservenfabrik und auch den Fußballhersteller der DDR. Zu ihrer Arbeit gehörten natürlich auch Feierlichkeiten – unvergessen bleiben die Begebenheiten auf so mach einer Mai- oder Frauentagsfeier. Die Filmvorführungen finden jeweils an dem Tag um 10.30 Uhr, 12.30 Uhr und 14.30 Uhr statt. Das Museum bietet diesen Film natürlich auch zum Verkauf für 9,95 Euro an.
 
Außerdem finden an diesem Tag jeweils um 10, 12 und 14 Uhr kostenfreie Führungen durch die Ausstellung "Filmherstellung" statt. Einleitend wird ein Film aus dem Jahre 1960 gezeigt. Außerdem ist die Ausstellung "Atze und Mosaik. Geschichte und Politik in DDR-Comics" zu sehen. Das Museum hat von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist zum Tag der Industriekultur frei.
Weitere Informationen telefonisch unter 03494 636446 oder im Internet unter www.ifm-wolfen.de

Ferropolis – Stadt aus Eisen

Bereits zum Vorabend des Tages der Industriekultur (16. April) wird in der Baggerstadt ab 19.30 Uhr das "Ferropolis-Special" stattfinden. Nach einem Drei-Gänge-Menü im Orangerie-Café startet eine Führung unter der beleuchteten Kranbahn. Einen Tag später beteiligt sich Ferropolis am 17. April zum Tag der Industriekultur mit Sonderführungen durch die 30 KV-Station und eine Ausstellung zum Beruf des Markscheiders von 10 bis 16 Uhr. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.ferropolis.de
 
Rad-Aktionstag Technikmuseum Hugo Junkers

Auch 2016 beteiligt sich der „WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V.“ am Tag der Industriekultur in Sachsen-Anhalt mit einem Rad-Aktionstag an der Kohle, Dampf, Licht– Radroute und angrenzenden Radwegen. Am Sonntag, den 17. April, sind Radler dazu eingeladen an insgesamt vier als Sternfahrt organisierten Radtouren und einer kombinierten Paddel-Radtour teilzunehmen.
 
Von Gräfenhainichen, Coswig, Bitterfeld und Köthen führen die Touren als Sternfahrten zum Technikmuseum Hugo Junkers nach Dessau. Dabei werden Einblicke in die Industriegeschichte der Region und die großen Errungenschaften aus der Region Anhalt gewährt. „Ein Blick aus der Ferne auf die Industriedenkmäler Zschornewitz und Vockerode lässt erahnen, wie aus Kohle und Dampf Ende des 20. Jahrhunderts Energie und Licht entstanden sind. Am Bahnhof Köthen wird die Geschichte des ersten deutschen Bahnknotenpunktes erläutert. Im Eike-von-Repkow-Dorf Reppichau tauchen die Gäste in die anhaltische Geschichte ein bevor sie auf dem Weg nach Dessau am Schloß Mosigkau pausieren, welches Fürst Leopold I. von Anhalt-Dessau seiner Lieblingstochter schenkte. Die Touren führen dabei durch landschaftlich reizvolle Teile der WelterbeRegion, wie das Biosphärenreservat Mittelelbe, die Muldeauen, das Gartenreich Dessau-Wörlitz und vorbei an Bergbaufolgeseen.“, erklärt Elke Witt, Geschäftsführerin des Tourismusverbandes WelterbeRegion Anhalt-Dessau-Wittenberg e.V..
 
Die Teilnahme an den Radtouren 1 bis 4 ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich. Für die Tour 5 fällt eine Gebühr von 18,50 Euro pro Person an und eine Anmeldung ist bis
zum 15.4. erforderlich.

Tour 1 – Gräfenhainichen (32 km)
Start: 9:15 Uhr Gräfenhainichen, Bahnhof Stadtseite
Verlauf: Gräfenhainichen - Zschornewitz - Möhlau - Sollnitz - Dessau
Tourenleitung: NaturRadKultour

Tour 2 – Coswig (24 km)
Start: 9:00 Uhr Coswig, Marktplatz
Verlauf: Coswig - Buro - Klieken – Dessau
Tourenleitung: Verkehrsverein Coswig

Tour 3 – Bitterfeld (35 km)
Start: 9:30 Uhr Bitterfeld, Bahnhofsvorplatz
Verlauf: Bitterfeld – Jeßnitz – Altjeßnitz – Sollnitz - Dessau
Tourenleitung: ADFC Regionalverband Leipzig

Tour 4 – Köthen (27 km)
Start: 9:00 Uhr Köthen, Bahnhofsvorplatz
Verlauf: Köthen - Reppichau - Mosigkau - Dessau
Tourenleitung: ADFC Regionalverband Dessau

Tour 5 – kombinierte Paddel-Radtour – Coswig (22 km)
Start: 9:00 Uhr Coswig, Marktplatz
Verlauf der Paddeltour: Coswig - Vockerode auf der Elbe
Verlauf der Radtour: Vockerode - Dessau
Kosten: 18,50 € pro Person
Die Teilnehmerzahl für diese Tour ist begrenzt  Anmeldung bis zum 15.April erforderlich (Tel.: 034903 59260, Email: info@feriendorf-elbe.de)
Tourenleitung: Feriendorf & Paddelabenteuer Bühnemann & Verkehrsverein Coswig

Weitere Informationen zum Thema gibt es im Internet unter www.kohle-dampf-licht.de.
 
 


 
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