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In aller Freundschaft zu Köthen
Schauspielerin Sarah Tkotsch bei ihrer Buchlesung im Oktober 2014 im Veranstaltungszentrum der Bachstadt Köthen.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 30.04.2016 um 18:01:15

In aller Freundschaft zu Köthen

Köthen/Berlin (stj/red). Für die Fans der Erfolgsserien „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und „In aller Freundschaft“ sind Lucy Cöster und Schwester Julia Weiß keine Unbekannten. Was die wenigsten wissen - Schauspielerin Sarah Tkotsch (28), welche die Rollen verkörpert, kommt aus Köthen. Ihre Großeltern leben noch heute in der Bachstadt und die Wahl-Berlinerin besucht sie regelmäßig.

„Ich liebe Köthen, ich finde es total wichtig und es gehört auch als Erwachsener einfach mit dazu, seine Großeltern regelmäßig zu besuchen. Ich verbinde Köthen automatisch durch meine Großeltern mit einem wunderschönen Obstgarten, mit meiner Familie, mit Flachland. Ich liebe es, dass man dort so wahnsinnig weitschauen kann, jedenfalls wenn ich auf dem Weg mit dem Auto nach Köthen komme. Mit viel Natur und mit einer gewissen Besinnlichkeit, da in Köthen immer noch alles ein wenig langsamer abläuft als in Berlin. Dort ist alles so schnell-
lebig“, erzählt Sarah.

Die Karriere bei der jungen Berlinerin begann zeitig. „Das war eher ein Zufall. Der Beruf hat mich gefunden. Ich bin einfach mit 12 zu einem Casting gegangen und hab direkt gewonnen. Dann bin ich zu einer Kinder-und Jugendagentur gekommen. Mit 15 bekam ich meine erste wirklich große Rolle im österreichischen Tatort. So hat sich das letztendlich entwickelt und ich bin dran geblieben, weil ich gemerkt habe, dass mir das wahnsinnig viel Spaß macht“, berichtet Sarah Tkotsch über ihre Anfänge als Schauspielerin.

Doch was hat sie von der Kreisstadt Anhalt-Bitterfelds in ewiger Erinnerung? „Von Köthen vermisse ich meine Großeltern und die Kindertage dort. Das Kino, da war ich oft mit meiner Oma und Opa nahm mich ins Naumannmuseum mit, das fand ich ganz toll. Ich habe viele Fotos von Köthen und eine wunderbare Urkunde von Köthen, da ich 2014 als Jubiläums-Botschafterin für das Stadtjubiläum ‚Köthen 900‘ ernannt wurde“, berichtet die Schauspielerin.

Nach dem Ausstieg bei „Gute Zeiten - schlechte Zeiten“ hatte Sarah Tkotsch im Jahr 2011 ein Buch herausgebracht, welches sie zusammen mit Wilma Bögel schrieb.

Der Titel lautet „Ich bin dagegen – und das aus Prinzip!“  und ist ein Ratgeber für junge Mädchen.

Besonders ihre Rolle als pubertierende Lucy in „GZSZ“ sei da die Inspiration und der Antrieb für dieses Projekt gewesen. Eine Lesung gab es sogar im Veranstaltungszentrum der Bachstadt.

Doch nicht nur Krankenhaus und Berliner Kiez waren beziehungsweise sind die Spielwiese der Schauspielerin. So trat sie auch in “Good Bye, Lenin!“, „Polizeiruf 110“, „Hinter Gittern“,  „Der Bergdoktor“, „Großstadtrevier“ und dem „Tatort“ auf.

„Wir Schauspieler haben nicht wirklich so einen durchstrukturieren Tag, wie es viele aus dem normalen Berufsalltag kennen. Ich steh also nicht um 8 Uhr auf und komm halt um 20 Uhr nachhause. Sondern es kommt ganz darauf an, was ich momentan so mache. Ob ich für einen Film drehe oder vielleicht einen Film synchronisiere. Es gibt Tage, da steh ich morgens um sieben auf, habe zwei bis drei Synchrontermine. Danach setze ich mich in den Zug, fahre nach Leipzig, gehe früh schlafen. Am nächsten Tag stehe ich dann um 6.30 Uhr oder um 7 Uhr, drehe dort und fahre  dann wieder zurück nach Berlin“, schildert Sarah Tkotsch ihren Berufsalltag.

„Wer also ähnliche Ambitionen hat, zum Beispiel den Berufswunsch Schauspieler, sollte sich das ganz genau überlegen. Der Beruf, so schön wie er für mich auch ist, ist mit sehr vielen Unsicherheiten verbunden. Man ist oft nur kurzfristig beschäftigt, dass bedeutet es gibt oft auch Zeiten, wo man keine Arbeit hat. Ich glaube es ist öfter sicherer für den einen oder anderen, etwas zu machen, was beständiger ist“, rät sie.

Eine Rückkehr von Berlin in die Bachstadt Köthen kann sie sich jetzt noch nicht vorstellen.

 
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