Skyscraper
Chinesische Architektur im Fokus
Das Chinesische Haus im Englisch-chinesischen Garten im Schlosspark von Oranienbaum.
Foto: © Kulturstiftung DessauWörlitz, Foto: Heinz Fräßdorf,
aktualisiert am 10.05.2016 um 15:59:39

Chinesische Architektur im Fokus

Oranienbaum (red). Am 13. Mai präsentiert die Kulturstiftung DessauWörlitz eine Sondergartenführung durch den Schlosspark Oranienbaum, bei der der  Englisch-chinesische Garten inklusive der chinesischen Architekturen im Mittelpunkt steht. Begleitet werden die Besucher von Sebastian Doil von der KsDW-Abteilung Gärten und Gewässer, der sehr viel dazu zu berichten weiß. 
 
Der Garten in Oranienbaum besteht aus einer Vielzahl von Einzelgärten, die über den Verlauf der Jahre  verschiedene Veränderungen erfahren haben. Der Schlosspark wurde in seiner ersten Phase nach Plänen des Holländers Cornelis Ryckwaert angelegt. Der Baumeister hatte von der Fürstin Henriette Catharina von Anhalt-Dessau (1637-1708), eine Prinzessin aus dem Hause Oranien-Nassau, den Auftrag erhalten, das holländisch-barocke Ensemble aus Stadt, Schloss und Garten zu errichten. Die Arbeiten am Garten gingen aber eher schleppend voran, so dass er erst nach dem Tode der Fürstin durch ihren Sohn Fürst Leopold I. (1676–1747) vollendet wurde. Dabei brachte sich der Alte Dessauer auch persönlich ein. Er legte 1714 den Grundstein für die bedeutende Citruspflanzensammlung.
 
Eine der wichtigsten Veränderung hat jedoch Leopold III. Friedrich Franz, Fürst und Herzog von Anhalt-Dessau (1740–1817), in den 90er Jahren des 18. Jahrhunderts vorgenommen. Im ehemaligen barocken Inselgarten schuf er einen Englisch-chinesischen Garten mit mehreren Bogenbrücken, Chinesischem Teehaus und der fünfgeschossigen Pagode.
 
In Oranienbaum kann man die Gartentheorien des Engländers Sir William Chambers, dessen Gärten in England als Vorbilder dienten, exemplarisch studieren. Der kleinräumig gestaltete Bereich vermittelt zwischen der axialen Gliederung des Barockgartens und der ihn umgebenden Landschaft und zeigt gleichzeitig die gegensätzlichen Gestaltungsauffassungen in der Gartenkunst auf. Inzwischen wurden etliche Gartenteile in einen Zustand zurückgeführt, der ihren entstehungszeitlichen Charakter widerspiegelt und für jeden Besucher erlebbar ist.
 
Dazu zählt auch der Englisch-chinesische Garten, der nicht nur für Garten- und Architekturliebhaber eine Augenweide ist. Bei der Sonderführung mit Sebastian Doil, KsDW-Abteilung Gärten und Gewässer, erfährt man nicht nur viel über die Geschichte und Pflege dieser einmaligen Anlage, sondern besucht zugleich einen der außergewöhnlichsten Schlossparks Deutschlands.
 
Wegen der begrenzten Teilnehmerzahl wird um Anmeldung im Schloss Oranienbaum unter 03 49 04–202 59 oder im Schloss Großkühnau unter 03 40–64 61 50 gebeten. Der Eintritt beträgt 7,50 Euro und Treffpunkt ist um 15.30 Uhr die Schlossanlage Oranienbaum, in der Schlossstr. 10, in 06787 Oranienbaum-Wörlitz, im Ortsteil Oranienbaum.
 
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