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Ruhige Orte helfen den Tieren an Silvester
Haustiere reagieren auf den Silvesterlärm anders als Herrchen und Frauchen.
Foto: Industrieverband Heimtierbedarf (IVH) e. V.
aktualisiert am 30.12.2016 um 15:38:34

Ruhige Orte helfen den Tieren an Silvester

Anhalt (IVH). Wenn zu Silvester wieder Knaller und Raketen gezündet werden, beginnt für Heimtiere eine aufregende Zeit. Mit wenig Aufwand können Halter ihren vierbeinigen und gefiederten Freunden Stress ersparen.

Das Gehör von vielen Heimtieren ist wesentlich besser ausgeprägt als das von Menschen. Geräusche, die wir Menschen als vergleichsweise normal empfinden, können Tiere erschrecken. „Der laute Knall eines Böllers kann das Gehör sogar schädigen. Lichtblitze, Rauch und Brandgerüche können den Tieren zusätzlich Angst einjagen“, warnt eine Sprecherin der Gesellschaft für Tierverhaltensmedizin und -therapie (GTVMT) e.V. Grundsätzlich sollten die Tiere an Silvester von diesen Einflüssen so gut wie möglich abgeschirmt werden. Deshalb die Fenster, Gardinen oder Rollläden nach Möglichkeit überall schließen.

Kleintier- und Vogelgehege bringt man in einen ruhigen, abgedunkelten Raum. Hunden und Katzen lässt man die freie Wahl, indem man ihnen den Zugang zu einem ruhigen Rückzugsort ermöglicht.

Das kann der Keller sein, der Platz unter dem Bett, das Badezimmer - aber auch das Sofa im Wohnzimmer. Ein Hunde- oder Katzenkorb mit Dach eignet sich ideal als Rückzugshöhle. Musik oder der Fernseher schaffen eine Geräuschkulisse, die die Tiere gewohnt sind. Reagiert der tierische Freund dennoch ängstlich, ist ein möglichst ruhiges und souveränes Auftreten des Halters gefragt. Ängstliches Verhalten eines Tieres sollte dahingehend ignoriert werden, dass es nicht mit Aufmerksamkeit zugeschüttet wird.

Beruhigende Worte und Streicheln können Ängste leider unabsichtlich bestärken. Aber der Besitzer sollte sich durchaus als „sicheren und verlässlichen Rückzugsort“ anbieten, an den der Hund oder die Katze sich auch ankuscheln kann – damit kann das subjektive Sicherheitsgefühl des Tieres erhöht werden. Langfristig sollte bei besonders ängstlichen Tieren eine desensibilisierende Verhaltenstherapie durchgeführt werden, damit sie das nächste Silvester entspannter erleben können, empfiehlt die GTVMT.

Auch wenn die dicken Böller erst zum Jahreswechsel ab 0:00 Uhr gezündet werden dürfen: Einige Menschen beginnen damit schon am Tage. Deshalb sollten die Freigängerkatzen, die täglich draußen ihre Runden ziehen, bereits ab dem Vormittag im Haus bleiben. Den Hund bei allen Spaziergängen an der Leine führen und die letzte Gassirunde des Jahres auf die frühen Abendstunden legen.
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