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Großbrand in Bitterfelder Autoverwertung
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 02.01.2017 um 10:35:11

Großbrand in Bitterfelder Autoverwertung

Bitterfeld-Wolfen (red). Laut einer Pressemitteilung der Bitterfelder Ortsfeuerwehr hatten es kurz nach dem Start in das Jahr 2017 die Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Bitterfeld - Wolfen gleich mit einem Brand von enormen Ausmaß zu tun. Am Montag den 02. Januar 2017 wurde die Freiwillige Feuerwehr Bitterfeld - Wolfen, Ortsfeuerwehr Bitterfeld um 01.48 Uhr zunächst zu einem Brand in die Anhaltstraße alarmiert. Kurz nach der ersten Alarmierung wurde für die Bitterfelder Wehr die höchste Alarmstufe mittels Sirenenalarm ausgelöst und bei Abfrage des Einsatzauftrages in der Leitstelle wurde der Einsatzort korrigiert und die Wehr in die Antonienstraße beordert.
 
Einsatzkräfte der zeitgleich alarmierten Ortsfeuerwehr Greppin prüften die Meldung in der Anhaltstraße ab, konnten jedoch dabei feststellen, dass die dort auftretende Rauchentwicklung ebenfalls vom Brand in der Antonienstraße herrührte. Die Greppiner Wehr setzte daraufhin mit ihrer Technik ebenfalls nach dort um.
 
Bei Ankunft der Einsatzkräfte in der Antonienstraße wurde festgestellt, dass es auf dem Betriebsgelände einer Autoverwertung brannte, wobei meterhohe Flammen und dichter Rauch in den Nachthimmel stiegen. Zusätzlich zu den bereits alarmierten Kräften wurde nunmehr noch die Ortsfeuerwehr Holzweißig hinzugezogen.
 
Die Lageerkundung auf dem Gelände ergab, dass Altautos auf einem Lagerplatz in Vollbrand standen. Auf diesem Lagerplatz befand sich ein massives Stahlregal in welchem jeweils vier Fahrzeuge übereinander eingelagert waren. In den 6 Regalreihen hatten jeweils 40 Fahrzeuge Platz und der Lagerplatz brannte an mehreren Stellen, wobei sich der Brand rasant über die gesamte Lagerfläche ausbreitete.
 
Mit dem in den Löschfahrzeugen mitgeführten Löschwasser war somit eine umfassende Brandbekämpfung nicht möglich, so dass zunächst einmal eine stabile Löschwasserversorgung aufgebaut werden musste. Nachdem genügend Löschwasser zur Verfügung stand, trugen die Wehren gemeinsam einen umfassenden Löschangriff vor, wobei insgesamt 6 C- Rohre und eine Schnellangriffseinrichtung zum Einsatz kamen. Durch den konzentrierten Einsatz gelang es den Brand einzudämmen und Stück für Stück die brennenden Fahrzeuge abzulöschen. Bei dem Löscheinsatz mussten die Kräfte teilweise unter schwerem Atemschutz arbeiten und an der Einsatzstelle sehr umsichtig vorgehen. Die extreme Hitze am Brandherd sorgte dafür, dass das Lagergestell aus Stahl seine Stabilität verlor und sich einige Stahlträger wie Strohhalme  durchbogen. Dabei stürzten die auf ihnen gelagerten Fahrzeuge aus dem Regal auf die Erde.
 
Stück für Stück mussten die Einsatzkräfte nun jeden der etwa 240 PKW ablöschen, was zeitaufwändig und nur unter Einhaltung aller Maßnahmen zum Eigenschutz möglich war. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Einsatzstelle dann auch weiträumig ausgeleuchtet, so dass die Kräfte nicht im Dunkeln arbeiten mussten.
 
In der Folge musste noch ein etwa 2 mal 3 Meter großer Schuppen beräumt werden, in welchem Autopolster eingelagert waren. Auch nach hier hatte sich der Brand ausgebreitet, konnte aber bereits in der Entstehungsphase abgelöscht werden.
 
Gegen 04.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte dann mit dem Rückbau der Löschwasserversorgung beginnen und die Einsatzstelle an den Firmeninhaber übergeben.
 
Bereits zu Beginn des Feuerwehreinsatzes waren auch Kräfte der Polizei vor Ort und nahmen die Ermittlungen zu dem Ereignis auf.
 
Die Bitterfelder Feuerwehr war mit 5 Einsatzfahrzeugen und 22 Einsatzkräften, Greppin mit 3 Einsatzfahrzeugen und 14 Einsatzkräften sowie Holzweißig mit einem Fahrzeug und 6 Kräften vor Ort. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Wehren konnte dieser Großbrand schnell eingedämmt und zügig abgelöscht werden.
 
 
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