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Bundespräsident Steinmeier besucht Bayer-Standort Bitterfeld
Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier bei seiner Ansprache.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 13.09.2017 um 17:21:19

Bundespräsident Steinmeier besucht Bayer-Standort Bitterfeld

Bitterfeld (red).  Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier (SPD) besuchte am 13. September 2017 im Rahmen der jährlichen Informations- und Begegnungsreise mit dem Diplomatischen Korps den Bayer-Standort in Bitterfeld.

Gemeinsam mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff (CDU) und über 180 internationalen Diplomaten machte er sich ein Bild von dem erfolgreichen Strukturwandel in der Chemieregion Bitterfeld. Bayer hatte diesen Wandel mit der Gründung eines neuen Produktionsstandortes in Bitterfeld vor rund 25 Jahren stark vorangetrieben. Empfangen wurden die Gäste von Dr. Hartmut Klusik, Vorstandsmitglied der Bayer AG für die Bereiche Personal, Technologie und Nachhaltigkeit, sowie Dr. Dirk Waider, Vorstandsmitglied der Gelsenwasser AG.

Bei einer Rundfahrt durch den Chemiepark Bitterfeld-Wolfen überzeugten sich der Bundespräsident und die Diplomaten von der gewachsenen Präsenz internationaler Unternehmen auf dem Gelände. Wie sehr hochmoderne Technik die pharmazeutische Herstellung bei Bayer prägt, zeigte ein anschließender Rundgang durch die Produktionsanlagen.

Hartmut Klusik unterstrich den Mut des damaligen Vorstandes. Mit der Großinvestition in die Errichtung des Standorts Bitterfeld kurz nach der deutschen Einheit hätte er gezeigt, was unternehmerische Verantwortung für Bayer bedeutet.

Gleichzeitig bekräftigte Klusik das Bekenntnis des Unternehmens zum Standort: ,,Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schreiben in Bitterfeld seit mehr als 23 Jahren eine Erfolgsgeschichte. In dieser Zeit hat sich der Standort kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute ein sehr wichtiger Bestandteil unseres weltweiten Produktionsnetzwerks für verschreibungsfreie Gesundheitsprodukte."

Zur Historie des Chemieparks Bitterfeld-Wolfen und des Bayer-Standortes Bitterfeld
Bereits seit 1883 erforschen und entwickeln Fachkräfte chemische Produkte und Verfahren in der Region Bitterfeld-Wolfen. Nach der Wiedervereinigung im Jahr 1990 wurde die Erhaltung des traditionellen Chemie-Standortes zum politischen Ziel erklärt.

Am 8. Oktober 1991 beschloss der Vorstand der Bayer AG ein neues Werk in der Region zu errichten: ,,Die Bayer-Ansiedlung war ein Kraftakt für den Aufbau in Mitteldeutschland. Wir haben uns für Bitterfeld entschieden, weil wir zur Erhaltung des traditionsreichen Chemiestandortes beitragen wollten und es als einen wichtigen Bestandteil unserer unternehmerischen Verantwortung ansehen, neue Arbeitsplätze zu schaffen sowie am Aufbau in den neuen Bundesländern mitzuwirken", betonte der damalige Vorstandsvorsitzende der Bayer AG Dr. Manfred Schneider zur Grundsteinlegung des Bayer-Standortes Bitterfeld am 12. Oktober 1992.

In der Folge entstanden vier neue und hochmoderne Produktionsstätten für Methylcellulose, Lackharze, Ionenaustauscher und verschreibungsfreie Gesundheitsprodukte. Mit der Investition setzte Bayer ein Signal, das auch andere Unternehmen motivierte, sich in der Region niederzulassen und dort zu investieren.

Durch Portfolioveränderungen wechselten die Chemiebetriebe am Bayer-Standort Bitterfeld in den Besitz anderer Unternehmen, während ein großer Teil des Betriebsgeländes sowie der Produktionsbetrieb für verschreibungsfreie Gesundheitsprodukte in Bayer-Hand verblieben.

Seit 2013 ist die Gelsenwasser AG Betreiber des gesamten Chemieparks Bitterfeld­Wolfen.

Zur Informations- und Begegnungsreise mit dem Diplomatischen Korps

Der Bundespräsident richtet seit 1996 einmal jährlich eine Informations- und Begegnungsreise mit den Missionschefs des Diplomatischen Korps und der internationalen Organisationen in eines der 16 Bundesländer aus. Ziel ist es, den ausländischen Diplomaten Deutschland und die Vielfalt seiner Regionen zu präsentieren.
 
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