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Die Wetterfee der Wasserwehr
Christina Heine (v. links) von der Wasserwehr Aken gemeinsam mit Bernd Felgenträger und Kay Klinkenberg von der Freiwilligen Feuerwehr Aken/Elbe im Boot auf der Elbe. Auch zu „Friedenszeiten“ gehört z. B. die Kontrolle des Strömungsverhaltens zur Aufgabe der Wasserwehr. In Aken arbeiten dabei beide Organisationen Hand in Hand.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 03.11.2017 um 14:21:38

Die Wetterfee der Wasserwehr

Aken (stj). Der Bitterfelder Spatz stellt Menschen vor, die ihr Leben für andere riskieren: Christina Heine (24) aus Aken ist Bürokauffrau und ehrenamtlich bei der erst im Februar neu gegründeten „Wasserwehr Aken/Elbe“.

Was genau machst du in deiner Organisation?
Ich überwache die Pegelstände, Regenmengen und das Wetter für Aken und für Aken relevante Orte die zum Beispiel Elbaufwärts liegen.

Wie bist du dazu gekommen?
Ich wurde angesprochen, weil ich mich in meiner Freizeit sehr für das Wetter interessiere und die Wasserwehr jemanden braucht, der das Wetter, die Pegelstände und den Regen genau beobachtet. Im Internet bin ich außerdem bei Facebook auf meiner Seite www.facebook.com/akenerwetter zu finden.

Wie sieht deine Ausbildung für die Funktion aus?
Spezielle Schulungen gab es bisher noch nicht, da ja unsere Wasserwehr erst im Februar 2017 gegründet wurde.

Erinnerst du dich an deinen ersten Einsatz?
Einsätze im Ernstfall gab es bisher zum Glück noch nicht, aber wir haben schon unter anderem eine Deichbegehung von der einstigen Deichdurchbruchsstelle „Mutter Sturm“ im Dessauer Busch bis zum Schöpfwerk in Aken durchgeführt. Dabei haben wir die Deichanlagen, welche Aken vor dem nächsten Hochwasser schützen soll, genauer unter die Lupe genommen. So gibt es trotzt einiger Verbesserungen seit 2013 allerdings auch noch eine Menge Schwachstellen im Deich wie zum Beispiel zwischen Fährhaus und Werft oder hinten am Bürgersee. 

Warum machst du das?
Weil ich helfen möchte. Im Hochwasserfall kann ich dann für die Akener Wasserwehr  einschätzen, wie hoch die Elbe etwa noch steigt.

Was war Dein bewegendster Moment?
So einen Moment gab es bisher noch nicht. Schön war allerdings, wo wir beim Pegelstand von 70 Zentimeter in der Elbe baden waren, um die Strömungsverhältnisse des Flusses kennen zu lernen. 

Wann sind die Einsätze, zu welchen Zeiten?
Das kommt natürlich immer auf die Witterung an und ob es überhaupt Hochwasser geben könnte. Dies ist ja sehr unterschiedlich.

Gibt es Dankbarkeit? Wie äußert sich die?
Seit der Gründung ist die Akener Wasserwehr in dem Sinne und auch glücklicher Weise noch nicht zum Einsatz gekommen. Aber nach meiner Einschätzung finden es viele Akener sehr gut, dass es auch Leute aus Aken gibt, die sich im Hinblick auf das 
nächste schwere Hochwasser Gedanken machen und was zum Hochwasserschutz beitragen wollen.

Wie reagieren deine Mitmenschen/Freunde/Familie?
Meine Großeltern finden es zum Beispiel sehr gut, dass es jetzt eine Wasserwehr in Aken gibt und dass ich mit dabei bin. Mein Vater macht auch bei der Wasserwehr mit. 

Was können Bürger tun, um dir und deinen Mitstreitern die Arbeit zu erleichtern?
Wir suchen noch viele Mitstreiter für unsere Wasserwehr, denn es gibt etwa 14 Kilometer Deichanlagen in Aken zu bewachen. Bis jetzt sind wir etwa 45 Mitglieder und wir könnten noch jede Menge Hilfe gebrauchen.

Kontaktdaten 
Freiwillige Feuerwehr Aken Abt. Wasserwehr, Töpferbergstraße 18, 06385 Aken, Tel.: 034909/84411 Mail: stadtwehrleiter@feuerwehr-aken.de 
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