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Feuer und Flamme für die Feuerwehr
Kai Hildebrandt ist mit Leib und Seele bei der Ortsfeuerwehr in Bobbau. Mit seinen Kameraden rettet er Menschen aus den verschiedensten Notlagen.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 10.11.2017 um 18:35:21

Feuer und Flamme für die Feuerwehr

Bobbau (stj). Der Bitterfelder Spatz stellt Menschen vor, die ihr Leben für andere riskieren: Kai Hildebrandt (27) arbeitet als Handelsassistent in Bobbau und ist ehrenamtlich Ortswehrleiter bei der Freiwilligen Ortsfeuerwehr Bobbau.

Was genau machst du in deiner Organisation?
Ich bin Ortswehrleiter, Gruppenführer im Einsatz, erstelle Ausbildungspläne, organisiere die Lehrgangsplanung und erledige viele andere Dinge bei uns in der Ortsfeuerwehr.

Wie bist du dazu gekommen?
Durch die Grundschule waren wir damals beim Tag der offenen Tür bei der Feuerwehr. Dieses Erlebnis hat mich für die Feuerwehr begeistert. Nun bin ich schon seit insgesamt 18 Jahren bei der Feuerwehr.

Wie sieht deine Ausbildung für die Funktion aus?
Ich habe unter anderem eine Gruppenführerausbildung im Institut für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge (IBK) absolviert. Dazu kommen auch noch viele andere Feuerwehrlehrgänge.

Erinnerst du dich an deinen ersten Einsatz?
An meinen ersten Einsatz erinnere ich mich nicht mehr so genau, aber bei einen der ersten Einsätze brannte die Bobbauer Friedhofskapelle damals vollständig ab. Das war glaube 2007 oder 2008.

Warum machst du das?
Um Menschen in Notlagen zu helfen und als Dienst an der Gesellschaft, um der Gesellschaft etwas zurück zugeben. Außerdem ist der Dienst und die Kameradschaft in der Feuerwehr etwas besonderes. Jeder steht für jeden ein. Aber auch das technische Interesse und der Umgang mit der Technik machen mir sehr viel Spaß.

Was war Dein bewegendster Moment?
Bei der Ausbildung im IBK Heyrothsberge absolvierten wir dort einen Höhenrettungslehrgang. Sowas erlebt man nicht jeden Tag. Aber das Hochwasser 2013 war sehr bewegend. Erstaunlich war da der Zusammenhalt von Einsatzkräften und Bevölkerung.

Wie gehst du mit Stress im Einsatz um?
Wenn das Signal des Piepers ertönt sammele ich mich innerlich. Bei der Anfahrt zum Einsatzort besinne ich mich auf das Gelernte und schaue wer von meinen Kameraden alles mit dabei ist.

Wie verarbeitest du schwere Momente?
Wenn es schwere Momente gibt spreche ich mit anderen Menschen, wie z.B. meiner Freundin oder anderen Beteiligten über das Erlebte.

Wann sind die Einsätze, zu welchen Zeiten?
Die Einsätze sind rund um die Uhr, also vierundzwanzig Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche.

Gibt es Dankbarkeit? Wie äußert sich die?
Dankbarkeit gibt es sehr viel, aber auch Negativbeispiele wie unter anderem Schaulustige, die Rettungsarbeiten sogar behindern.

Wie reagieren deine Mitmenschen/Freunde/Familie?
Meine Freundin selber ist auch in der Feuerwehr in Bobbau und mein Umfeld findet es auch sehr gut und unterstützt meine ehrenamtliche Tätigkeit in der Feuerwehr.

Was können Bürger tun, um dir und deinen Mitstreitern die Arbeit zu erleichtern?
Sie können in die Feuerwehr eintreten, denn jede Freiwillige Feuerwehr sucht dringend Nachwuchs und Gleichgesinnte.

Kontakt
Feuerwache Bobbau, Siebenhausener Str. 9, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Ortsteil Bobbau
E-Mail: Florian-Bobbau-112@web.de





 
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