Das THW gilt  als zweite Familie
Elisabeth Hesse engagiert sich ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk in Dessau. Sie fing bereits mit 17 Jahren an, sich aktiv einzubringen.
Foto: Thomas Ruttke
aktualisiert am 17.11.2017 um 14:58:10

Das THW gilt als zweite Familie

Dessau-Roßlau (thr). Der Bitterfelder Spatz stellt Menschen vor, die ihr Leben für andere riskieren: Elisabeth Hesse (20) aus Dessau lässt sich zur Immobilienkauffrau ausbilden und engagiert sich ehrenamtlich beim THW.

Was genau machst du in deiner Organisation?
Ich betreue derzeit die Jugendgruppe und erledige alles, was so noch an Aufgaben ansteht, dazu zählen unter anderem Öffentlichkeitsarbeit und Projekte.

Wie bist du dazu gekommen?
Mein Papa und mein Onkel sind schon lange beim THW, da bin oft zu Besuch gewesen und so praktisch von klein auf hineingewachsen. Das THW ist so etwas wie meine zweite Familie.

Wie sieht deine Ausbildung für die Funktion aus?
Ich interessiere mich schon sehr lange für die Arbeit des THW. Ich habe mit 17 Jahren die Ausbildung im THW begonnen.

Erinnerst du dich an deinen ersten Einsatz?
Ja ziemlich gut: es war ein Feuerwehreinsatz der Feuerwehrbereitschaft in Berlin. Sehr gut erinnere ich mich auch an einen Einsatz bei einem Sturm im August bei Roßlau in Richtung Streetz.

Warum machst du das?
Ich möchte gern etwas gutes und sinnvolles tun, ich mag die „verrückten „Leute hier, außerdem ist die praktische Arbeit ein prima Ausgleich zur Büroarbeit.

Wie gehst du mit Stress im Einsatz um?
Ich lasse erst einmal alles auf mich zukommen und versuche die Ruhe zu bewahren und dann überlegt zu handeln.

Wie verarbeitest du schwere Momente?
Die hatte ich bisher glücklicherweise noch nicht.

Wann sind die Einsätze, zu welchen Zeiten?
Also prinzipiell müssen wir jederzeit mit einem Einsatz rechnen, mache Einsätze werden aber auch im vorraus geplant. 

Gibt es Dankbarkeit? Wie äußert sich die?
Hin und wieder bekommen wir z.B bei öffentlichen Veranstaltungen Dankbarkeit für unsere Einsätze ausgesprochen. Unsere interne „Währung“ für kleine Danksagungen sind Gummibärchen.

Wie reagieren deine Mitmenschen/Freunde/Familie?
Meine Freunde und Familie finden gut was ich mache, sie unterstützen mich. Ich gehe in der Arbeit hier auf, das ist voll „mein Ding“.

Was können Bürger tun, um dir und deinen Mitstreitern die Arbeit zu erleichtern?
Wenn wir im Einsatz sind, möchten wir unsere Arbeit in möglichst Ruhe machen. 

Freiwillige sind willkommen, ab 18 Jahren ist man einsatzbefähigt, in unserer Kindergruppe ab 10 Jahren.