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Mit Lügen einen Traum verfolgen
Titta, gespielt von Katharina Thalbach, verfolgt im DEFA-Streifen „Die Lügnerin“ einen Traum.
Foto: DEFA Stiftung/Siegfried Skoluda
aktualisiert am 07.04.2018 um 11:02:09

Mit Lügen einen Traum verfolgen

Wolfen (red). Am Mittwoch, den 10. April läuft ab 18.30 Uhr im Industrie- und Filmmuseum der DEFA-Streifen „Die Lügnerin“ aus dem Jahr 1992. Der DEFA-Klassiker ist ein Film aus Veranstaltungsreihe „Filme wiederentdeckt“ des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen  e.V.“  Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit dem Regisseur Siegfried Kühn.

Der Film:
Titta, Mitte dreißig und Dolmetscherin, scheint mit Mann und Kindern ein ganz normales Familienleben zu führen. Doch der Alltagsstress belastet ihre Seele. Eines Tages begegnet sie einem fremden Mann und erzählt diesem, dass sie nach Neuseeland gehen will. Sie ändert ihr Leben radikal, macht eine Fotografenausbildung, besetzt eine Wohnung, provoziert ihren Mann mit erfundenen Geschichten von Seitensprüngen. Sie lernt Ludwig kennen und hofft, mit ihm den Traum von Neuseeland verwirklichen zu können. Doch auch er enttäuscht sie. Titta gerät in eine Krise, gibt jedoch nicht auf. Schwanger und mit Alltagssorgen belastet, verfolgt sie weiter ihren Traum.
Der Film mit den Hauptdarstellern Katharina Thalbach und Vadim Glowna hatte auf dem Montreal World Film Festival in Kanada am 2. September 1992 seine Uraufführung. Die deutsche Premiere fand am 18. Februar 1993 zu den 43. Internationalen Filmfestspielen in Berlin statt.                    

Der Filmklub-Kurier schrieb "... dass die Titta im Film nicht sagen kann, was sie wirklich will und bedrückt. Hier ist der Zuschauer gefragt, seine eigenen Erfahrungen einzubringen."
 
Regie:
Siegfried Kühn; Drehbuch: Regine Kühn, Siegfried Kühn; Kamera: Peter Ziesche; Musik: Simone Danaylowa, Thomas Klemm; Darsteller: Katharina Thalbach, Vadim Glowna, Peter Prager, Reiner Heise, Lotti Huber, Klaus Pönitz, Axel Werner, Klaus Piontek, Rita Feldmeier
 
Der Regisseur:
Siegfried Kühn, am 14. März 1935 in Breslau geboren, verbrachte die Kriegsjahre bei der Großmutter in Ölschen (Schlesien). Mit den Eltern nach West-Berlin geflohen, siedelt er 1950 in die DDR über. Arbeit im Bergbau, 1952-55 Ausbildung zum Bergbau-Ingenieur, als der er bis 1958 tätig ist. Danach Regie-Studium an der Deutschen Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg, 1959-64 in Moskau an der Filmhochschule VGIK Regie bei Sergej A. Gerasimow ("Der stille Don"). Sein erster DEFA-Film war "Im Spannungsfeld" (1970). Weitere bekannte Filme des großartigen DEFA-Regisseurs: "Zeit der Störche" (1971), "Die Wahlverwandtschaften" (1974), "Unterwegs nach Atlantis" (1977), "Don Juan, Karl-Liebknecht-Str. 78" (1980), "Romeo und Julia auf dem Dorfe" (1984), "Der Traum vom Elch" (1986), "Kindheit" (1987), "Die Schauspielerin" (1988), "Heute sterben immer nur die anderen" (1991), "Die Lügnerin" (1992).
Im Verlag Neues Leben ist im Frühjahr 2018 sein autobiografisch gefärbtes Buch "Die Erdorgel oder Wunderbare abgründige Welt" erschienen.

Wenn Interessenten an dieser Veranstaltung teilnehmen wollen, wird darum gebeten, sich verbindlich anzumelden. (per Email unter: info@ifm-wolfen.de oder telefonisch 03494-636446).  Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt sieben Euro und wird vor Beginn der Veranstaltung entgegengenommen.
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