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Ab Mai wird die A 9 erneut zur Großbaustelle
In Fahrtrichtung München wurde die A 9 zwischen Dessau und Bitterfeld schon komplett erneuert. Ab Mai geht es auf zwei Abschnitten in Richtung Berlin mit den Sanierungsarbeiten weiter.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 20.04.2018 um 16:07:10

Ab Mai wird die A 9 erneut zur Großbaustelle

Region (red). Auch in diesem Jahr werden an Autobahnen und Bundesstraßen umfangreiche Sanierungsarbeiten durchgeführt. „Damit setzen wir die Unterhaltungsmaßnahmen der zurückliegenden Jahre kontinuierlich fort“, sagte Uwe Langkammer, Präsident der Landesstraßenbaubehörde, in der Autobahnmeisterei Dessau-Roßlau bei der Vorstellung der größten Vorhaben.

Sechs Schwerpunktabschnitte
Schwerpunkt sind diesmal insgesamt sechs Abschnitte der A 2, A 9 und A 14, wo in diesem Jahr auf einer Länge von zusammen mehr als 35 Kilometern (Richtungsfahrbahn = RF) die Fahrbahn grundhaft erneuert wird. Der größte Teil davon – knapp 30 Kilometer an der A 9 und A 14 – sind Betonfahrbahnen. Hier werden die Schäden der Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) beseitigt.

Bei dem betreffenden Ab­­schnitt der A9 handelt es sich um sieben Kilometer in Fahrtrichtung Berlin zwischen der Anschlussstelle Dessau-Süd und der Muldbrücke. Die Arbeiten sollen von Mai bis November 2018 realisiert werden. Der Umleitungsverkehr in Richtung Norden soll ab Juni über die neue Anschlussstelle Thurland fließen.

Von Mai bis Dezember sind ebenfalls in Fahrtrichtung Berlin Bauarbeiten an einem weiteren fünf Kilometer langen Autobahnabschnitt zwischen den Anschlussstellen Bitterfeld-Wolfen und Halle/Saale vorgesehen. Knackpunkt bei diesem Straßenbauvorhaben ist die Tank- und Rastanlage Köckern, die während der gesamten Bauzeit erreichbar bleiben wird.

Neue Lkw-Parkplätze
Darüber hinaus steht die Fahrbahninstandsetzung an sieben Autobahnanschlussstellen (AS) entlang der A 14 und A 38 auf dem Bauprogramm. Außerdem werden an der A 2 (Rasthof Börde) und an der A 14 (PWC-Anlage „Sülzegrund“) knapp 80 neue Lkw-Parkplätze gebaut.

B 6 n
Einen weiteren Schwerpunkt bildet auch in diesem Jahr wieder die B 6n, wo die Fahrbahn auf mehr als acht Kilometern (RF) grundhaft erneuert wird.

Rücksicht im Baustellenbereich
Insgesamt werden mehr als 70 Millionen Euro (davon rund 64 Million Euro an Autobahnen) in diese großen Unterhaltungsmaßnahmen investiert.

Verkehrsteilnehmer müssten sich bis Ende des Jahres auf Behinderungen einstellen. Besonders freitags – vor allem an den Nachmittagen – und zu Wochenbeginn ist an allen Baustellen mit Rückstaus zu rechnen, sagte Langkammer und bat um Verständnis für die unvermeidlichen Verkehrseinschränkungen.

Zugleich appellierte der Behördenchef an alle Verkehrsteilnehmer, die frühzeitig angekündigten Baustellenbereiche aufmerksam und rücksichtsvoll zu durchfahren. „Sämtliche Vorsichtsmaßnahmen nützen nichts, wenn Hinweisschilder und Geschwindigkeitsbegrenzungen missachtet werden“, betonte er.

Um die Unfallgefahr in den Baustellenbereichen und an Stauenden zu minimieren, setze die Landesstraßenbaubehörde in diesem Jahr wieder auf Maßnahmen, die bereits im Vorjahr zu einer deutlichen Reduzierung von Auffahrunfällen beigetragen hätten, kündigte Langkammer an. „Neben dem Einsatz elektronischer Stauvorwarner, werden wir auch wieder Nothaltebuchten einrichten, damit liegengebliebene Autos nicht für Staus auf den Fahrspuren sorgen. Darüber hinaus verzichten wir auf sogenannte Stoppauffahrten an Anschlussstellen, die sich in den Baustellenbereichen befinden, um den Verkehr flüssig durch mögliche Ge­­fahrenstellen zu führen“, erläuterte er.

Aktuelle Informationen im Netz
Neu ist nach Informationen von Langkammer, dass das Baustelleninformationssystem Sachsen-Anhalts eine neue Internetadresse hat. Das System gehört es zu einem Fachportal des Verkehrsministeriums.

Mit dem Umzug bündelt das Ministerium sein Informationsangebot und stellt erstmals Daten ins Netz, die von jedermann frei benutzt, weiterverwendet und geteilt werden können.

Die neue Adresse lautet: www.verkehr.sachsen-anhalt.de. Das System gibt nicht nur Auskunft über aktuelle Baustellen an Autobahnen, sondern informiert auch über baustellenbedingte Verkehrseinschränkungen an Bundes-, Landes- und kommunalen Straßen in Sachsen-Anhalt. Der Service wurde im Zuge der Zusammenführung um ein Open-Data-Angebot erweitert, bei dem Baustelleninformationen als frei abrufbare Daten zur Verfügung gestellt werden. Es ermöglicht Entwicklern und Privatleuten die Sperrinformationen in eigene Anwendungen und Systeme, zum Beispiel in Navigationsgeräte, einzupflegen. Als Formate stehen der WMS- und WFS-Dienst zur Verfügung.
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