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Wie Grafen schlafen und wie man 100 Fenster putzt
Wie hier im Rittergut Maxdorf, bei Köthen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, haben in den vergangenen Jahren tausende Menschen die Gelegenheit des Schlösser-Tags für einen Blick hinter die Kulissen genutzt.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 18.05.2018 um 16:16:55

Wie Grafen schlafen und wie man 100 Fenster putzt

Region (red). Auch in diesem Jahr öffnen am Pfingstmontag elf ausgewählte Schlösser, Klöster und Rittergüter in ganz Sachsen-Anhalt ihre Türen. Das Besondere ist, dass sich alle diese Häuser im Besitz von Privateigentümern befinden. Sie sind die Heimat adeliger und bürgerlicher Familien, mitunter seit Jahrhunderten, manchmal erst seit wenigen Jahren.

Besucher können nun am 21. Mai Geschichte lebendiger als in jedem Museum erleben, ob in einer alten Burg, bedeutenden Renaissanceschlössern, im ländlichen Rittergut oder dem stolzen Barockbau.Wer mag, spaziert durch Landschaftsparks im englischen Stil oder fachsimpelt in historischen Küchengärten. Während Führungen überall angeboten werden, gibt es in manchen altehrwürdigen Mauern auch kleine Sonderausstellungen und Vorträge.

Und natürlich kann man erfahren, wie Grafen schlafen und ob es im 21. Jahrhundert wie im Märchen ist, in einem alten Schloss zu wohnen und die Verantwortung dafür zu tragen.

An allen Orten gibt es zu sehen, zu hören und zu schmecken. Die Besitzerfamilien der privaten Burgen, Schlösser und Herrenhäuser Sachsen-Anhalts freuen sich auf Besucher. Organisiert wird das Ganze bereits zum dritten Mal vom Verband Historische Häuser und Gärten Sachsen-Anhalt. Dieser vereint aktuell 24 Burgen, Schlösser, Klöster und Rittergüter im Bundesland.

Das komplette Jahresprogramm ist auch im Internet unter www.schloesser-sachsen-anhalt.de als Download erhältlich.

Hintergrund
Die Erhaltung von Burgen, Schlössern, Herrenhäusern und Parks in Sachsen-Anhalt braucht Geld, vor allem aber Tatkraft, Ideen und Unterstützung. Diesen Zielen hat sich eine neu gegründete Gesellschaft verschrieben, die Anfang 2015 auf der Wasserburg in Gommern ins Leben gerufen wurde.

„Historische Häuser und Gärten Sachsen-Anhalt“ - so der Name des Zusammenschlusses - vereint dabei ausschließlich jene alten Adelssitze, die in privatem Besitz sind. Doch es sind nicht nur Vertreter alter Adelsfamilien, wie die v. Bismarcks oder v. Rauchhaupts, die dem Netzwerk angehören. Genauso finden sich bürgerliche Unternehmer, die dem Verfall des steingewordenen Erbes im eigenen Dorf nicht mehr tatenlos zusehen wollten. Andere wiederum haben sich irgendwann den Kindheitstraum vom Schloss erfüllt.
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