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Hallo, wir sind Lena und Yannik aus Sandersdorf-Brehna. Wir zeigen euch heute, was uns an unserer Heimat so gefällt ...
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 13.07.2018 um 17:17:19

Komm ich zeig Dir ... Sandersdorf-Brehna

Sandersdorf-Brehna (stj/red). „Sandersdorf-Brehna ist sehr lebenswert und die noch sehr junge dynamische Stadt steht für Sport mit seinen vielen Vereinen und Veranstaltungen, Karneval, Freizeitgestaltung mit natürlich auch historischen Ecken in den vielen Ortsteilen“, sagen Lena (16) aus Sandersdorf und Yannik (18) aus Zscherndorf. Beide kennen sich seit ihrer Kindheit, sind befreundet und wurden vor kurzem in den neuen Jugendbeirat der Stadt gewählt.

„Tanzen beim Karnevalsclub Zscherndorf e.V. und mit Freunden treffen gehören zu meinen Hobbys“, sagt Lena. „Mir gefällt das idyllische Anglerheim am Pfingsanger, die Postgrube mit seinen Bänken und der Laufstrecke. Dort kann man ab und an so richtig die Seele baumeln lassen“, erzählt Lena weiter.

„Ich spiele beim VfB Zscherndorf Fußball, gehe gern Joggen, treibe viel Sport und treffe mich auch gern mit meinen Freunden“, erzählt
Yannik. „Mir gefällt an Sandersdorf-Brehna die Nähe zur Goitzsche, die vielen idyllischen Fleckchen. Da ist auch für die Jugend viel Platz. Außerdem gehe ich gern baden in das Roitzscher Bad oder das Sandersdorfer Strandbad“, berichtet Yannik.

„In Sandersdorf-Brehna kennen wir natürlich auch die vielen Kirchen, Zscherndorfs historischen Kern mit Schulgebäude, Turnhalle, Feuerwehrgebäude und den Brunnen, den neu sanierten Dorfteich in Petersroda und die sieben Seen“, fallen den beiden spontan über Sandersdorf-Brehna ein. Mit  Sandersdorf-Brehna ist heute einerseits die Stadt Sandersdorf-Brehna sowie der ehemalige Ort Sandersdorf gemeint.

Die Ortschaften Heideloh, Ramsin, Renneritz, Sandersdorf und Zscherndorf fanden sich bereits 1992 zur Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf zusammen und am 1. Juli 2004 wurde die Verwaltungsgemeinschaft Sandersdorf aufgelöst. Es entstand daraus die verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde Sandersdorf. Zum 1. Juli 2009 wurde aus der ehemaligen Gemeinde Sandersdorf mit den Ortschaften Heideloh, Ramsin, Renneritz und Zscherndorf sowie der Stadt Brehna und den Gemeinden Glebitzsch, Petersroda und Roitzsch die neue Stadt Sandersdorf-Brehna gebildet.

Sandersdorf-Brehna (ehemals Sandersdorf) liegt westlich von Bitterfeld-Wolfen und erstmals im Jahre 1373 in den Urkunden des Klosters Brehna erwähnt. Sandersdorf gehörte bis 1815 zum kursächsischen Amt Bitterfeld. Nach Beschlüssen des Wiener Kongresses dann zu Preußen und 1816 wurde der dem Kreis Bitterfeld im Regierungsbezirk Merseburg der Provinz Sachsen bis 1944 zugeteilt. Die Struktur des Ortes unterteilt sich in den eigentlichen Dorfkern, die Siedlungen und die beiden Neubaugebiete der 60er und 70er Jahre. Die inzwischen vollkommen rekonstruierte alte Siedlung bietet wie die beiden neueren Wohnsiedlungen "Am Wäldchen" und "An der Richard" eher einen idyllischen, ländlichen Anblick. Zu den Sehenswürdigkeiten gehört in Sandersdorf als ältestes Bauwerk die evangelische Kirche. Das Gotteshaus wurde wahrscheinlich im 12. Jahrhundert aus Feldsteinen bzw. aus behauenen Porphyrsteinen errichtet und ist eine romanische Wehrkirche erbaut. Zu damaligen Zeiten zogen sich die Bewohner unter anderem bei Notsituationen oder Belagerungen in die Kirche zurück. Das Bauwerk teilt sich auf in einen 26 Meter hohen querrechteckigen Westturm, dem Kirchenschiff und dem Altarraum mit ausgebauter Apsis. Im Altarraum steht ein barocker Kanzelaltar von 1709 und die Orgel wurde 1896 durch den Zörbiger Orgelbauer W. Rühlmann installiert. Von 2011 bis 2012 erhielt das Sandersdorfer Gotteshaus zehn neue Kirchenfenster und 2014 wurde die Kirchendecke neu gestaltet.
Durch den Karneval und Sport ist der Ortsteil Sandersdorf zudem weit über die Grenzen des Landkreises Anhalt-Bitterfelds bekannt.

Brehna
Die Ortschaft Brehna, gehört zu einem uralten Siedlungsgebiet. Bereits vor 7.500 Jahren, als die Menschen begannen sesshaft zu werden, haben sie sich in dieser Region niedergelassen. Die erste schriftliche Erwähnung der Grafschaft Brehna stammt aus dem Jahr 1053 und die des Ortes um das Jahr 1142. Nach neuesten Erkenntnissen hat Brehna im Jahr 1220 das Stadtrecht erhalten und kann im Jahr 2020 auf 800 Jahre Stadtrecht zurückblicken.

Brehna liegt direkt an der Bundesstraße B100 und hat direkte Anbindung an die Autobahn A9 Berlin-München. Die Ortschaft verfügt seit 1859 über eine eigene Bahnstation an der Strecke Berlin-Bitterfeld-Halle. In den letzten Jahrhunderten prägte die Landwirtschaft und das Handwerk das wohlhabende Geschehen der Stadt.

Der romanische Bau der Stadtkirche ist das letzte Zeugnis des ehemaligen Brehnaer Klosters. Das Bauwerk ist ein Teil  der Straße der Romanik und des Lutherweges. Die Kirche ist aber nur noch zum Teil zum romanischen Baustil zuzuordnen. Der Turm ist romanisch aber das Kirchenschiff ist wiederum gotisch. Über 300 Jahre war hier ein wohlhabendes, angesehenes Kloster, dessen bekannteste Schülerin Katharina von Bora, die spätere Ehefrau von Martin Luther war. 2003 wurde die Brehnaer Stadt- und Klosterkirche zur 24. Deutschen Autobahnkirche geweiht und steht jeden Tag für Besucher offen.

Motivbrunnen auf dem Brehnaer Markt, welcher an die Sage "Die Gans auf den Goldenen Eiern" erinnert, wurde vom Brehnaer Künstler und Bildhauer M. Weihe gestaltet und am 9.11.2000 eingeweiht.

Anno 1730 wird die Postdistanzsäule auf dem Marktplatz aufgestellt. Postsäulen waren Zeichen für den Postkutschenverkehr Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie wurden nur an wenigen Stellen des Landes errichtet. In Brehna, Landsberg und Zörbig hat ein Bildhauer aus Lobersleben bei Querfurt im Auftrag von Kurfürst August dem Starken diese Säulen aus Sandstein gehauen. Anhand der Inschrift konnte man erkennen, wieviele Postkutschenstunden die wichtigsten Städte entfernt waren.

Mit der Postkutsche reisten viele Menschen auf den Handelswegen von Braunschweig über Zörbig und Delitzsch nach Dresden oder von Kassel über Landsberg, Halle nach Wittenberg und Berlin. Eine Kopie aus Hartsandstein, der original Postdistanzsäule aus dem Jahr 1730, wurde 1974 durch den Steinmetz Karl Weihe erstellt und 1980 eingeweiht. 2009 wurden die Farben erneuert (Angaben der Entfernungen und Wegstunden eingemeißelter Städte, Kursächsisches Wappen und vergoldetes Posthorn).

Die "Schmidt-Mühle" ist sein vielen Jahren ein Wahrzeichen der ehemaligen Stadt, heute Ortschaft Brehna. Wer die Mühle einst erbaute ist nicht genau bekannt. "1754 wurde der Windmüller Gottfried Wittig erwähnt. Für das Jahr 1844 ist Johann August Schmidt als Besitzer genannt." Die Mühle sei über 226 Jahre alt und über sechs Generationen Eigentum der Familie Schmidt gewesen.1985 hat die Stadt Brehna die "Schmidt-Mühle", wie sie noch heute heißt, erworben. Es hatte sich nach dem Tod von Walter Schmidt, dem letzten Besitzer, keinen Nachfolger mehr gefunden. Daraufhin wurde die Mühle 1986, nachdem sie in das Eigentum der Stadt übergegangen ist, restauriert. Der Rat der Stadt Brehna beschloss danach ein Mühlenmuseum und ein Café einzurichten. Obwohl laut Überlieferungen bereits Stühle und Tische angeschafft wurden, zog der Rat der Stadt Brehna 1989 die Baugenehmigung bei der Staatlichen Bauaufsicht Bitterfeld zurück.

1845 kaufte der Windmüller Johann Carl Thormann für 500 Thaler eine Viertelhufe Feld von dem Brehnaer Johann Heinrich Günther und errichtete darauf eine Windmühle sowie ein Wohnhaus nebst Stall. Im Februar 1875 annoncierte er im Bitterfelder Kreisblatt: "Ein junger Mensch, welcher Lust hat Müller zu werden, kann unter günstigen Bedingungen in die Lehre treten bei dem Mühlenbesitzer C. Thormann in Brehna" (Nr. 20/1875).

Die Paltrockmühle war ursprünglich eine Bockwindmühle. Am 13. September 1876 kaufte der damals 23jährige Müller Reinhold David Hädicke die Mühle. Seither ist diese Mühle in Besitz der Familie Hädicke. 1946 verursachte ein Unwetter großen Schaden an der Mühle, welche u.a. auch die hölzerne Drehvorrichtung betraf. Arthur Hädicke setzte die Mühle auf einen drehbaren Rollenkranz. Aus einer einstigen Bockwindmühle wurde eine Paltrockmühle.

Der Müller Hädicke betrieb seine Mühle bis ins Jahr 1991. Ihm und seinen Töchtern sowie der Familie Leitschuh ist es zu verdanken, dass die "Hädicke"-Mühle noch heute funktionstüchtig ist. 1998/1999 ließen Frau Hädicke und die Familie Leitschuh, mit Unterstützung, die Mühle sanieren. Auch heute gilt die "Hädicke"-Mühle als eine der besterhaltendsten in der Umgebung und weit über die Region hinaus.

Die Litfaßsäule am Thiemendorfer Teich in Brehna ist künstlerisch an ihre Umgebung angepasst. Im obersten Teil der Säule befindet sich ein Fries mit 12 ausgewählten, bekannten und weniger bekannten Sternbildern. Darunter ziert einer der bekanntesten Sonnenuhrensprüche die Säule in drei Sprachen: "Nutze den Tag" - "Carpe diem" (latein)- "Profite du jour présent" (französisch). Im mittleren Teil der Säule ist der Teich mit Schilf und Seerosen angedeutet, so wie er sich hinter der Säule in Wirklichkeit darstellt. Der unterste Teil der Säule ist - wie die umgebende Fläche - grün, getupft und mit kleinen weißen Blumen gestaltet. Die Zeit ist nur zu erkennen, wenn die Sonne scheint. Durch die Sonne wird mittels eines Stabes ein Schatten auf die Litfasssäule geworfen, die mit einem entsprechenden Ziffernblatt versehen ist. Der Schatten ersetzt den Uhrzeiger. Er wird von der sich bewegenden Sonne betrieben.Die Litfaßsäule ist eine vertikale zylindrische Sonnenuhr. Sie zeigt die wahre Ortszeit von Brehna an.

Die Brehnaer sind sportlich und kulturell in ca. 20 Vereinen engagiert. Ob Sport, Gesang, Geschichte, Pferde, Hunde oder Garten - jeder findet in der Ortschaft Brehna das Richtige. Das Kultur- und Sportzentrum und der Sportplatz mit seinem neuen Sportlerheim, laden jeden zur sportlichen Betätigung ein. Stolz sind die Brehnaer auf ihre Freiwillige Feuerwehr, besteht sie doch schon seit 110 Jahren und ist sehr gut ausgerüstet.

Glebitzsch
Die ehemalige Gemeinde Glebitzsch besteht aus den Dörfern Glebitzsch, Beyersdorf und Köckern und ist seit dem 01.07.2009 eine Ortschaft der Stadt Sandersdorf-Brehna.

Wie viele andere Orte dieser Region ist die Ortschaft Glebitzsch slawischen Ursprungs. Als Chlewiz 1207 erstmalig erwähnt, war die Grundform der wendischen Siedlung hufeisenförmig, ein sogenannter "Rundling". Die Öffnung des Hufeisens zeigte nach Süden, Richtung Brehna. Diese Hufeisenform ist teilweise heute noch z.B. am Friedensplatz zu erkennen.

Beyersdorf, als ein Teil der Ortschaft Glebitzsch, wurde als "Beieristrorp" im Jahre 1161 erstmalig erwähnt, ist deutscher Herkunft und bezeichnet das Dorf als Beyer. Die heutige Bezeichnung Beyersdorf stammt von einem ehemaligen Rittergutbesitzer, Namens "Beristrope".

Köckern, als Teil der Ortschaft Glebitzsch, ist ebenso wendischen Ursprungs. Im Jahre 1156 wurde Köckern erstmalig als "Cachre" erwähnt. Umgeben von idyllischem Grün und mit unmittelbarer Anbindung zum "Landschaftssee Köckern", bietet die Ortschaft neben liebevoll herrgerichteten Eigenheimen, landwirtschaftlichen Ansiedlungen und ansehnlichen historischen Kirchen, gut organisierte Vereine sowie ein gepflegtes Ortsbild.

Die romanische Dorfkirche Beyersdorf wurde etwa im 12. Jahrhundert aus Porphyrbruchsteinen des Quetzer Berges erbaut und ist ein kleiner einschiffiger romanischer Bruchsteinbau mit eingezogenem Chor und jüngerem geradem Ostschluss. Im 17 Jahrhundert erfolgten im Gotteshaus einige bauliche Veränderungen wie unter anderem der  Bau des jüngeren, eingezogenen, geraden geschlossenen Chores im Osten, eine Verlängerung des Kirchenschiffes, der Einbau der Langhausfenster und ein vermutlicher Verschluss der romanischen Fenster , Einbau der heute erhaltenen dreiseitig umlaufenden Empore. Im Jahre 1841 erfolgte dann der Einbau einer Orgel von der Firma Wäldner aus Halle und 1883 der Guss und Einbau von zwei Glocken, gegossen von den Gebrüder Ulrich in Laucha mit der Inschrift „Gott segne die Kirchfahrt Beyersdorf und Juliushof auf der 1. Glocke und „1483 DM Luther 1883“ und „Ein feste Burg ist unser Gott“ sowie Brustbild Luthers auf der 2. Glocke. Im Jahre 1977 erfolgte eine Stilllegung und im Jahre 2000 eine umfangreiche Sanierung des Gotteshauses.

Die Dorfkirche von Glebitzsch wurde am 31. Oktober 1898 eingeweiht. Sie ist ein neugotischer, einschiffiger Ziegelbau mit eingezogenem polygonen Chor. Zuvor wurde die alte fast fensterlose Kirche von Glebitzsch in den Jahren von 1896 bis 1898 wegen Baufälligkeit abgerissen und im neugotischen Stil wieder aufgebaut. Das Innere der Kirche ist auch durch eine einheitliche neugotische Ausstattung geprägt. Das Sprengwerk der Holztonne, die Kirchenbänke, die Kanzel die Taufe, der Altar sowie das Lesepult und die Westempore sind neugotischen Ursprungs. Die Orgel stammt von C. Geißler aus Eilenburg und die Fußbodenfliesen sowie die Bleiglasfenster stammen aus der Erbauungszeit der Kirche. Zum 100jährigen Jubiläum erfolgten 1998 die Fertigstellung der Instandsetzung der Dächer von Turm und Kirchenschiff, die Erneuerung des Innenputzes sowie eine malermäßige Instandsetzung. Weiter wurden im Jahre 2003 die bleiverglasten Spitzrautenfenster im Kirchenschiff erneuert, 2007 die Orgel wieder instandgesetzt und 2013 umfassend die Fassade des Sichtklinkermauerwerks saniert.


Heideloh
Heideloh zählt mit seinen etwa 200 Einwohnern und einer Fläche von 3,14 Quadratkilometern zu den kleinsten Orten des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.  Einst gegründet von den Warnen, einem germanischen Volksstamm, wurde Heideloh im Jahre 1388 erstmalig urkundlich erwähnt. Das Ortsbild wird durch den angerförmig angelegten Dorfkern mit seinen beiden Dorfteichen, deren potentieller Nutzer die Freiwillige Feuerwehr des Ortes ist, und seinen zum Teil als Lehmbauten ausgeführten Bauernhäusern geprägt.

Als erster Ort des damaligen Landkreises Bitterfeld, wurde Heideloh bereits 1995 komplett an das zentrale Abwassernetz angeschlossen. Die rund 200 Einwohner von Heideloh verteilen sich heute auf 58 Häuser in 6 Straßen und Plätzen, die mit Wirkung zum 23. Januar 2007, auf Grund der Eingemeindung, fast komplett umbenannt werden mussten. Unverändert blieb lediglich der Thälmannplatz in Heideloh.

Die damalige Gemeinde und die Grundstückseigner haben in den vergangenen Jahren Wohnhäuser und die ländlichen Gebäude einer wahren Verjüngungskur unterzogen. Diese Verschönerung des Ortsbildes wurde 1997 im Kreiswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" mit dem 3. Platz honoriert. Die Straßen, die beiden Dorfteiche und viele Gebäude machen, umgeben von viel natürlichem Grün, einen sehenswerten Eindruck. Diewohl bei Kraftfahrern gut bekannte "Raststätte Heideloh" an der ehemaligen B183, macht den Namen des Ortes zudem über die Kreisgrenzen hinaus bekannt.

Petersroda
Petersroda wurde im Jahre 1376 erstmalig urkundlich erwähnt. Das ehemalige Hufebauerndorf des Mittelalters erlebte so manche Schicksalsstunde der Geschichte. Kriege und persönliche Opfer an Eigentum oder Gesundheit waren für den früheren Bürger der Ortschaft oftmals Belastungen, die er durchstehen musste. Die Geschichte der Ortschaft zeichnet die Entwicklung von Petersroda durch die Jahrhunderte nach und beweist, dass die Petersrodaer die Höhen und Tiefen der Zeit gemeistert haben.

In den letzten Jahren hat sich die Ortschaft weiter entwickelt. Am Rand des Naherholungsgebietes der Goitzsche zeigt sich das moderne Gesicht dieser Ortschaft. Neubaugebiete für ansehnliche Eigenheime sind entstanden und machen Petersroda noch wohnenswerter.

Die Evangelische Dorfkirche zu Petersroda wurde im Jahre 1256 in Petersroda im romanischen Stil erbaut. Das ist noch heute an der Südwand am alten Eingang und an den romanischen Fenstern zu erkennen. Bereits 1576 wurde hier ein neues Gotteshaus im gotischen Stil errichtet. 1872 folgt eine Erweiterung des Kirchturmes mit einem achteckigen Turmaufsatz darauf. Allerdings wurde dieser 1888 durch einen Brand zum Großteil zerstört. 1928 erhielt das Petersrodaer Gotteshaus nach der Sanierung drei neue Glocken, welche zu Kriegszwecken 1943 allerdings eingezogen wurden. Ihr Glockenspiel galt als das wohl schönste im Kreis Bitterfeld. Im Jahre 1957 stürzte das große Kreuz vom Kirchenturm. Es durchschlug das Kirchendach. Seit 1966 wurde dann kein Gottesdienst mehr abgehalten. Das Gotteshaus verfiel zunehmend und 1972 musste sogar die Spitze des Kirchturms wegen Baufälligkeit entfernt werden. Seit 1995 wurden erst Sanierungsmaßnahmen wie zum Beispiel die Erneuerung der Dachhaut oder die Trockenlegung des Fundaments. Seit 1999 bemüht sich die Initiative des „Fördervereins Dorfkirche Petersroda e.V.“ um den Erhalt der Kirche und es folgte weitere Sanierungsarbeiten.        

Ramsin
Ramsin wurde erstmalig 1388 als Robesien urkundlich erwähnt. Die Anlage des Ortsbildes deutet auf ein deutsches Angerdorf mit mehreren Ortsausgängen, Nebenstraßen und einem Dorfanger hin.

Das Rittergut Ramsin wird 1553 erstmalig als Lehn- und Rittergut erwähnt. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Ramsin ein ländliches Dorf. Die Einwohner setzten sich aus Leinewebern, Tuchmachern, Hüfnern und Handwerkern zusammen. Als die Kohle-/ Kiesgruben und die Chemiewerke um 1900 entstanden, veränderte sich auch das Leben im Dorf. Die Leineweber und Tuchmacher stellten ihr Gewerbe ein und fanden eine neue Beschäftigung. Es kamen immer mehr Zuzügler nach Ramsin. Die Ortschaft wurde als Arbeiterwohngemeinde angenommen. 

Die Evangelische Dorfkirche in Ramsin wurde vom Rittergutsbesitzer Dietrich von Schick im Jahre 1703 neu erbaut und ist in Ramsin zugleich das älteste Gebäude. Der Vorgängerbau (erbaut 1604) wurde bereits im Jahre 1631 im 30-jährigen Krieg vollständig zerstört. Bis zum 16. Jahrhundert mussten die Einwohner von Ramsin für ihren Kirchgang einen 5 km weiten Weg nach Roitzsch auf sich nehmen. Ebenfalls fanden auch die verstorbenen Ramsiner auf dem Roitzscher Friedhof ihre letzte Ruhe. Im Jahre 1710 erhielt das Gotteshaus die erste Glocke und 1782 wurde die erste Orgel eingebaut. Bereits 1812 erfolgte dann eine umfangreiche Sanierung der Dorfkirche. Nach heftigen Blitzeinschlägen und den daraus entstandenen Schäden Orgel und Kirchturm  (1890/91) wurde das Gotteshaus repariert und 1892 mit Blitzableitern versehen. Im Herbst 1892 folgte die Einweihung der renovierten Kirche und der neu erbauten Rühlmann-Orgel. Im Jahre 1922 wurden zwei neue Stahlglocken im Kirchturm installiert und 1926 erhielt der Turm zudem eine Uhr. Von 1992 bis 2010 folgten umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Seit 2004 gibt es zudem den Förderverein Dorfkirche Ramsin e.V., der sich für den Erhalt des Gebäudes einsetzt. Momentan erfolgt die Restaurierung der Rühlmann-Orgel.

Renneritz
Renneritz wurde erstmalig im Jahre 1420 als "Reynricz" erwähnt. Von 1464 bis 1533 soll es Wüstung gewesen sein, die damals wieder aufgebaut und besiedelt wurde. 1731 bestand Renneritz aus 40 Häusern (Katen), darunter 4 Neuhäuslerstellen (Bauernhöfe). Renneritz umfasst eine Fläche von etwa 3,5 Quadratkilometern und liegt etwa sechs Kilometer von Sandersdorf entfernt und das Ortsbild prägt einen ländlichen Charakter.
Eine bauliche Besonderheit der kleinen Ortschaft ist die Kirche. Diese wurde einst von ansässigen Bürgern erbaut und ist deshalb kommunales Eigentum. Im Jahr 2000 wurde der Förderverein für die Erhaltung der Renneritzer Kirche gegründet. Die Mitglieder organisieren Konzerte und andere Veranstaltungen. Der Erlös kommt der Erhaltung dieses Bauwerkes zu Gute. Der angrenzende Flugplatz ist zudem ein beliebtes Ausflugsziel. Segelflugverein führt dort jährlich Veranstaltungen durch.


Roitzsch
Roitzsch ist eine der ältesten Siedlungen im Landkreise Anhalt-Bitterfeld. Bis weit in das 19. Jahrhundert hinein übertraf die Einwohnerzahl die der anderen Ortschaften. Zu erklären ist diese große Einwohnerzahl mit der riesigen Feldflur und seiner Fruchtbarkeit und der mannigfaltigen Verbreitung von Handwerk und Gewerken.  Die älteste Namensform des Ortes lautet „Rogacz - ein alter Sorbengau“. Am 20. November 1043 unterzeichnete Heinrich III. in Ingelheim eine Urkunde, in der der bischöflichen Kirche zu Naumburg eine Besitzung mit allem Zubehör geschenkt wird.

Heute hat Roitzsch etwa 2600 Einwohner und hat eine Fläche von etwa 1714 Hektar. Die Ortschaft Roitzsch liegt unmittelbar an der B 100 und der B 184. Weiterhin besitzt Roitzsch eine stabil zweizügige und bestandsfähige Sekundarschule.

Das Volksbad Roitzsch wurde 1927 eingeweiht. Zu der Anlage gehören ein Planschbecken, ein Sprungturm, Startblöcke, Umkleidekabinen und eine große Wiese. Die Gemeinde hat das Bad bis heute oft mit großen Anstrengungen erhalten können.

Der Roitzscher Park war vor 1931 war der Gutspark der Familie Bauermeister. Das 1,25 Hektar große Gelände wurde nach dem Muster des Wörlitzer Parks angelegt.

Ein Teehäuschen lud zum Verweilen ein und seltene Steine von Einzäunung stammen aus Bauermeisterischen Ziegelei. Früher gehörten seltene Bäume aus Südamerika und Ostasien zum Baumbestand der Anlage, davon schmücken heute noch zwei Gingkobäume den Park, sowie Buchen, Ahornbäume, Eichen, Linden und Eschen.

Das Rathaus in Roitzsch  in der Friedrich Ebert Straße wurde seit 1897 als Schule genutzt. Nach dem Neubau der Schule 1930 in der Teichstraße wurde die Gemeindeverwaltung hier untergebracht. Im Kragenteich wurde im Sommer gebadet und im Winter Schlittschuh gelaufen. In der Amtszeit vom Gemeindevorsteher Otto Chemnitz wurde er zu einem schönen Teich ausgebaut.

Das Kriegerdenkmal wurde am 28. Juni 1885 von Rittergutsbesitzern, Gemeindevertretern, der Kirche und 23 Kriegsvereinen eingeweiht. Das Denkmal, welches sich auf einem ornamentierten Sockel erhebt, mit einer in der Mitte etwa sechs Meter hohen Säule aus Sandstein, wird von einem vergoldeten Adler gekrönt. Am Sockel befinden sich drei Tafeln mit den Jahreszahlen der Kriege 1866 und 1870, 1914 bis 1918 sowie 1939 bis 1945. Die Inschrift auf der Vorderseite lautet“ Den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft-die Gemeinde Roitzsch – 1885 – 1993.

Der Kindergarten, die „Villa Kunterbunt“, erbaut im Barockstil um 1700, war das ehemalige Gutshaus Bauermeister. Nach 1945 wurde es als Wohnhaus genutzt. heutzutage ist er das zu Hause von den Kleinsten des Ortes. Am 7. März 1928 beschloss der Gemeinderat den Bau der "Adolf Diesterweg" Schule in Roitzsch. Das moderne Gebäude im Bauhaus Stil wurde am 12. März 1930 feierlich eingeweiht. Sie erhielt den würdigen Namen des großen deutschen Pädagogen Adolf Diesterweg  (1790 - 1866).

Die Kirche in Roitzsch wurde Mitte des 12.Jahrhunderts erbaut. Ursprünglich hatte sie die Form einer Basilika (dreischiffiges Langhaus, Baustil: Romanik). Um 1450 wurde im gotischen Stil der Ostbau angebaut, 1464 wurde die Kirche restauriert und ein gotischer Chor angelegt. Der alte romanische Turm bekam 1817 ein hohes vierseitiges Zeltdach mit einer später aufgesetzten sogenannten Laterne. Das war eine Turmspitze, die das Gotteshaus weiterhin sichtbar werden ließ. Bei der Turmreparatur im Jahre 1972 wurde das Aussehen des Turmes durch Abnahme des Dachreiters stark verändert. Zum Tag des offenen Denkmals 1997 wurden Turm Kopf und Wetterfahne auf die wiedererbaute Turmspitze montiert.

Zscherndorf
Zscherndorf wurde im Jahr 1310 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, obwohl die Besiedlung viel eher begann, wie entsprechende Funde beweisen. Mit der Industrialisierung um 1850 stand besonders der Braunkohlenbergbau im Vordergrund. Aus dieser Zeit erinnern drei Tagebaurestlöcher. Diese wurden bis heute alle saniert und bieten wieder einen natürlichen Anblick.

Mit der Sanierung wurde ein erheblicher Beitrag zur Verbesserung der Umwelt- und Lebensbedingungen geleistet. Zscherndorf ist zu einem gewünschten Wohnort geworden, da die Ortschaft durch die umliegenden Wasserflächen luftklimatisch begünstigt liegt und eine behagliche Heimat im Grünen bietet. Hierzu tragen nicht zuletzt die beiden Klein-gartenanlagen bei, die vielen Bürgern eine Oase der Erholung bieten.

Die Ortschaft selbst gliedert sich in einen alten Ortskern und in ein Siedlungsgebiet, welches nach 1930 entstanden ist. Die ruhige Lage und trotzdem Nähe zu den Großstädten Leipzig Halle und Dessau bieten auch für die Zukunft einen immer höheren Wohnwert. Gelände für Eigentumswohnungen und Eigenheimstandorte wurden erschlossen.

So bietet der westlich der Ortschaft liegende Wohnpark "Am See" ein Maß an gehobener Wohnqualität. Der Ortskern von Zscherndorf wird durch einen markanten Klinkerbau aus dem Jahr 1929, der Schule und dem Kindergarten geprägt. Die zur Schule gehörende Turn-halle und das angrenzende "Geschwister-Scholl-Heim" wurden grundhaft erneuert und zum Dorfgemeinschaftshaus umgebaut. Hier finden kulturelle Veranstaltungen für die Bürger der Ortschaft sowie vereinsinterne Veranstaltungen statt.

Der Dorfplatz, auch Bestandteil des alten Ortskerns, wurde im Jahr 2004 im Rahmen der Dorferneuerung erweitert und bietet einen heimischen Anblick. Eine Verbesserung der Voraussetzungen für die sportlich Aktiven wurde durch den Umbau der Sport- und Sanitärräume auf dem Sportplatz geschaffen. Der neue Brunnen liegt im Ortszentrum zwischen  Turnhalle, Grundschule, Feuerwehr und Kriegerdenkmal. Im Jahr 2012 wurde er eingeweiht und mit einem jährlichen Brunnenfest gefeiert

Quellen: www.sandersdorf-brehna.de , wikipedia.org






 
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