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Hallo, ich bin Max aus Zörbig. Ich zeige euch heute, was mir an meiner Heimat so gefällt ...
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 28.07.2018 um 18:56:18

Komm ich zeig Dir ... Zörbig

Zörbig (stj/red). „Ich lebe sehr gern in Zörbig und gerade jetzt im Sommer gehe ich am liebsten in das Zörbiger Stadtbad baden“, sagt der dreizehnjährige Max aus Zörbig. „Ich sammle Steine, mag Computerspiele, treffe mich gern mit meinen Freunden,  fahre Fahrrad und schwimme gern, “, zählt der dreizehnjährige seine Hobbys auf.  Gerade das Baden hat in Zörbig schon eine lange Tradition, welche bis ins Jahr 1600 zurück geht. Einst wurde in der Spörener Straße nebenan sogar im Leipziger Teich an der dortigen damaligen Badeanstalt gebadet. Das erste Stadtbad wurde dann 1937 unmittelbar daneben als städtische Einrichtung in Zusammenarbeit mit dem Sportverein Zörbig gebaut.

Das Becken war allerdings etwas kleiner als das heutige und zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken mit einem Holzbalken aufgeteilt. Ein gründlicher Umbau erfolgte dann1966. Im Stadtbad gibt es ein großes Becken (50 Meter lang und 40 Meter breit) und einen Sprungturm mit drei und fünf Meter Absprung, eine fünf Meter lange Rutsche, große Liegewiesen, zwei Volleyballfelder, ein Babybecken sowie einen Kiosk. Das Zörbiger Stadtbad wird zudem für Schwimmunterricht, Schwimmwettkämpfe und Veranstaltungen genutzt. „Im Stadtpark treffe ich mich außerdem gern mit meinen Freunden. Dort findet man auch ein Fleckchen Schatten und kann seine Seele baumeln lassen“, sagt Max, der nach den Ferien in die 8. Klasse kommt.

Über die Stadt Zörbig, welches die älteste Stadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld ist, fallen Max auf Anhieb das Zörbiger Schloß mit seinem Turm, der Marktplatz mit Rathaus, Postmeilensäule, der Brunnen mit dem Saftjungen, der alte Stadtpark, der Hallesche Turm, viele Kirchen und natürlich die vielen Ortsteile ein. 

Zörbig

Vor schon mehr als 5.000 Jahren kann bereits eine Besiedlung des Landes zwischen Strengbach und Fuhne nachgewiesen werden. Das Bild des fruchtbaren Landstriches bestimmten Ackerbauern und Viehzüchter in der Jungsteinzeit. Auwälder grenzten an die ehemals mächtigen Flüsse, die noch bis zur heutigen Zeit ihr Urstromtal aufzeigen. Um 700 nach Christus drängten die slawischen Wenden die germanischen Stämme in breiter Front Richtung Westen und nahmen unter anderem auch Besitz von der Region unseres heutigen Zörbig. Obwohl die Slawen ihr erobertes Gebiet um 900 nach Christus wieder aufgeben mussten, prägen sie durch ihre Ortsgründungen bis zum heutigen Tag diesen Landstrich.

Die slawische Herkunft der Gemeinden wie Zörbig, Löberitz oder Quetz verrät zudem schon die Namensgebung. Als dominante Ortsgründung muss Zörbig (im slawischen auch als Curbici genannt) angesehen werden. Denn eine feste Burganlage sicherte im von Wasser umgebenen Strengbachbogen eine stetige Entwicklung der Siedlung und gewährte den dort siedelnden Menschen den notwendigen Schutz. Mittelpunkt dieser wehrhaften Siedlung war ein runder Burgfried, der nach einigen Umbauten bis zum heutigen Tag erhalten ist.

Nach Zurückeroberung des Gebiets durch deutsch-germanische Stämme, spätestens aber im 11.Jahrhundert, bauten diese die strategisch wichtige Sorbenfeste mit dominierenden Holzbefestigungen in eine den Zeiten trotzende Steinburg um. Doch da war Zörbig, die erste urkundliche Erwähnung stammt übrigens vom 29. Juli 961 durch Kaiser Otto I., schon der Mittelpunkt einer mehr oder weniger großen Dorfgruppe. Diese Entwicklung wurde mit der Verleihung des Stadtrechts belohnt. Die Stadt entwickelte sich im Mittelalter schnell in den Grenzen einer geschlossenen Stadtmauer, die zusätzlich mit mehreren Türmen, befestigten Toren und Gräben ihre Wehrhaftigkeit dokumentierte.

Von der Stadtmauer ist heute nur noch ein kleines Stück erhalten. Auch der jüngst renovierte Hallesche Turm ist ein Überbleibsel aus dieser Zeit. Die ehemaligen Stadtgräben und Wallanlagen sind auch heute noch gut erkennbar und laden als relativ geschlossener Grüngürtel zu einem ausgedehnten Spaziergang um den Altstadtkern ein. Neben der alten Burganlage, die im 17. Jahrhundert unter Herzog August von Sachsen-Merseburg zum Residenzschloss umgebaut wurde, kann die Stadtkirche St. Mauritius" als ältestes Bauwerk des Ortes angesehen werden.

Die Evangelische Stadtkirche St. Mauritius in Zörbig wurde erstmalig in einer päpstlichen Urkunde im Jahr 1202 erwähnt. Sie befindet sich südlich des Marktes in der Stadt. Sie besteht aus einem etwa um 1250 errichteten spätromanischen, in Bruchsteinmauerwerk ausgeführten Westturm mit Walmdach, Laterne und dem nach einem verheerenden Brand 1518 wiederaufgebauten (1537/41) spätgotischen dreischiffigen Langhaus.

Im Zörbiger Schloss befinden sich nun Heimatmuseum und Stadtbibliothek. Das Stadtbild wird zudem mit seinem weithin sichtbaren Turm überragt. In insgesamt 14 Räumen beherbergt es heute die umfangreichen Sammlungen des Heimatmuseums. Vom Turm bietet sich ein prächtiger Rundblick über das "Zörbiger Land". Das Rathaus, in dessen unmittelbarer Nähe der "Zörbiger Saftjunge" den bekannten Zörbiger Rübensaft kostet, ist ein Backsteinbau aus dem Jahre 1847.

2011 kann das mittlerweile über 10.000 Einwohner zählende Zörbig auf eine 1050-jährige Geschichte zurückblicken und besteht durch Eingemeindungen in den Jahren 2004, 2005 und 2009 aus insgesamt 18 Ortsteilen in 11 Ortschaften.
Zörbigs Ortschaften unterteilen sich in Cösitz (mit den Ortsteilen Cösitz und Priesdorf), Göttnitz (mit den Ortsteilen Göttnitz und Löbersdorf), Großzöberitz, Löberitz, Quetzdölsdorf, Salzfurtkapelle (mit den Ortsteilen Salzfurtkapelle und Wadendorf), Schortewitz, Schrenz (mit den Ortsteilen Schrenz, Siegelsdorf und Rieda), Spören (mit den Ortsteilen Spören und Prussendorf), Stumsdorf (mit den Ortsteilen Stumsdorf und Werben) sowie Zörbig (mit den Ortsteilen Zörbig und Mößlitz).

Cösitz
Ursprünglich sind Cösitz und Priesdorf landwirtschaftlich geprägt. Während Cösitz ein Rittergut war, war Priesdorf ein reines Bauerndorf. Beides gab seinen Bewohnern Lohn und Brot. Mit Entstehung der Braunkohleförderung und weiterer Industrie ergaben sich dort Arbeitsmöglichkeiten. So wurde die Bevölkerung zu Pendlern. Die heutige Einwohnerzahl beträgt etwa 80 in Priesdorf und 220 in Cösitz.

In Cösitz steht eine um etwa 750 n. Chr. errichtete Sorbische Wallburg. Sie wurde urkundlich 839 als von den Sachsen erobert erwähnt. Sie umschließt eine Fläche von etwa 2 Hektar und liegt im Sumpfdreieck Fuhne/Nesselbach. Mitte des 19. Jahrhunderts legten die Rittergutsbesitzer einen 26 Hektar großen englischen Landschaftspark um die Burg herum in der Fuhneniederung nach Bad Muskauer und Wörlitz Vorbild an. Heute ist er Eigentum der Gemeinde, die ihn gepflegt hat.

Sehenswert ist der 3-flügelige Marienaltar in der Cösitzer Kirche. Er ist ca. 525 Jahre alt, also, vor der Reformation geschaffen. Er enthält 15 geschnitzte Heiligenfiguren. Im Kirchturm hängt eine Glocke, deren Gruß auf 1200 n. Chr. datiert ist.

Der Untertagebau der Braunkohle bewirkt die Bildung erheblicher Senken, in denen Wasser zusammengelaufen ist. Dadurch ist aus ehemals tischebenen erstklassigen Acker- und Wiesenflächen sowohl in Priesdorf als auch in Cösitz eine abwechslungsreiche Busch- und Schilflandschaft entstanden. Paradebeispiel ist das Naturschutzgebiet "Cösitzer Teich" mit einer Wasserfläche von rd. 1000 mal 400 Metern, auf der durchreisende Wildgänse wassern, und seltengewordene Vogelarten nisten.

Ältestes Denkmal ist ein Findling, der mit einer der Eiszeiten vor vielleicht 2 Millionen Jahren aus Norwegen/Schweden nach Cösitz kam, und der heute neben der Kirche an die Toten des 2. Weltkrieges erinnert. Jüngstes Denkmal - anno 2004- ist ein Tor, das dem der Straße der Romanik nachgebildet ist. Es steht auf dem gemeindeeigenen Spielplatz vor der Gaststätte Grothe in Priesdorf. Es erinnert an Priesdorfs erste Erwähnung vor 1020 Jahren.

Göttnitz
An der Eisenbahnstrecke Halle - Magdeburg aber ohne eigenen Bahnhof gelegen, vollzog sich die Entwicklung in Göttnitz, 1161 das erste Mal urkundlich erwähnt. Nicht so rasant wie in Stumsdorf. Neben der Dorfkirche ist vor allem der Bauernstein, ein mittelalterliches Rechtsdenkmal, erwähnenswert. Am nördlichen Ortsrand von Göttnitz befindet sich der Wallberg, ein frühdeutscher Burgberg, welcher seine Entstehungszeit bereits in slawischer Zeit hat.

Hervorzuheben ist in diesem kleinen Dörfchen auch hier das Vorhandensein eines eigenständigen Männergesangvereins, der von einer Frau geleitet wird. Noch beschaulicher ging es in Löbersdorf zu. Durch das Fehlen von wichtigen Verkehrsanbindungen blieb es in dem kleinen Örtchen bis zum heutigen Tag ruhig und idyllisch, was in unserer jetzigen schnelllebigen und hektischen Zeit mit Sicherheit als Vorteil zu werten ist.

Nördlich der beiden Dörfer und des Landschaftsgebietes Fuhneaue, nur 2 Kilometer entfernt und schon im Landkreis Köthen, liegt das Naturschutzgebiet Cösitzer Teich. Diese sehenswerte Gegend mit ihren weiten Wiesen, dem großen Gutspark und den Teichen wertet die Lage von Göttnitz und Löbersdorf auch für die Zukunft auf. Ab dem 1. März 2004 bildete die ehemalige Gemeinde Göttnitz mit den ehemaligen Gemeinden Löberitz, Schrenz, Salzfurtkapelle, Spören, Stumsdorf und der Stadt Zörbig die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig.

Großzöberitz
Nur wenige Kilometer südwestlich von Löberitz liegt Großzöberitz. Auch dieser Ort entstand aus drei Dörfern. Nach einer Mitteilung des Landrates vom 4. August 1936 und einem Erlass des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen am 15. August 1936 schlossen sich Zöberitz, Möhlau und Tannepöls zusammen. Alle drei Dörfer sind sorbischen Ursprungs, was allerdings nur bei Zöberitz in der Namensgebung nachweisbar ist. Zöberitz wurde erstmals 1156 urkundlich erwähnt, Möhlau 1488 und Tannepöls 1459.

Bis zum II. Weltkrieg war Großzöberitz ein reines Bauerndorf mit 450 Einwohnern. Das änderte sich allerdings durch den Zustrom von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten. So war es nicht verwunderlich, wenn sich die Einwohnerzahl 1950 auf über tausend Seelen verdoppelte. In den folgenden Jahren nahm dann diese Zahl jedoch immer mehr ab, so dass zur Zeit in Großzöberitz 536 Bürger leben. Einen enormen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte der Ort nach der politischen Wende in unserem Land. Hervorzuheben ist auch die Heimatstube des Ortes, neben dem Heimatmuseum Zörbig und der Heimatstube Spören die einzige öffentliche Geschichtssammlung auf dem Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft Zörbig.

Mit dem 2. März 2004 wurde die ehemalige Gemeinde Großzöberitz in die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig eingemeindet. 

Löberitz
Im Norden und Westen durch das Sumpfgebiet der Fuhne begrenzt und im Osten durch die Zörbiger Burganlage geschützt, kam es um 700 n. Chr. zur Gründung der Dörfer Löberitz sowie der später eingemeindeten Grötz und Rodigkau. Als Gründer gelten die Wenden, ein von Osten kommender sorbisch-slawischer Stamm. Vor allem Grötz verweist durch seinen Namen, der aus dem slawischen Sprachraum kommt und soviel wie kleine Schanze oder Burg bedeutet, auf die slawische Gründung hin. Unweit von Löberitz, allerdings noch auf Zörbiger Flur und nahe der alten Handelsstraße, welche von Zörbig in den Nordwesten führt, liegt der sagenumwobene Flinz oder Teufelsstein.

Es handelt sich um einen eiszeitlichen Granitblock, der den Sorben aber auch schon früher den Germanen als Kultstätte diente. Nach der Christianisierung soll er als Marienwallfahrtsort gedient haben. Begünstigt wurde die Löberitzer Ortsgründung vor allem durch die Lage an der wichtigen Handelsroute, der sogenannten Salzstraße, die von Halle beginnend über Zörbig in den Nordosten des Landes führte. Schon im 12. Jahrhundert standen die Häuser in geschlossenen Reihen. Die erste urkundliche Erwähnung, damals noch als Luberitz, datiert aus dem Jahre 1207. Immer mehr entwickelte sich Löberitz als Hauptdorf, einerseits durch die sich dort entwickelnden Rittergüter, vor allem aber durch den Bau einer, dem Heiligen Martin geweihten Kirche im Jahre 1432. Noch früher soll hier eine kleine Kapelle gestanden haben. Neben der Kirche entstand 1578 eine Schule, welche 1829 stark erneuert wurde, ehe es 1851 zu einem Schulneubau kam.

Aber nicht nur positive Ereignisse bestimmte die geschichtliche Entwicklung des Ortes. 1547 kamen Truppen Karls des V. nach der Schlacht bei Mühlberg durch den Ort und verwüsteten schlimmstens. Während des Dreißigjährigen Krieges kam das sogar mehrmals vor. Des Weiteren machten tödliche Seuchen, wie zum Beispiel die Pest, vor dem Ort nicht halt. Vor allem die arme Landbevölkerung hatte darunter zu leiden. Auch vor Brandkatastrophen blieb der Ort nicht verschont. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn im Jahre 1867 die freiwillige Feuerwehr als eine der ersten Wehren des Bitterfelder Raumes, entstand. Der Gründer und erster Hauptmann war der Gasthofbesitzer Ohme. Friedrich Franz Ohme war zu dieser Zeit der zentrale geistige Kopf im kulturellen und gesellschaftlichen Leben des Ortes.

Unter seiner Leitung entstand 1864 der Gesangverein "Liedertafel", 1865 der Turnverein und 1871 der Löberitzer Schachclub. Gerade der Schachclub machte überregional 1877 in Leipzig als Gründungsverein des "Deutschen Schachbundes" und 1882 im benachbarten Zörbig als Mitbegründer des "Saaleschachbundes" auf das Dorf Löberitz aufmerksam.
1873 bekam Löberitz eine Poststation, bzw. Franz Ohme erhielt die Erlaubnis zum Verkauf von Postwertzeichen. Auch ein Zeichen des gewachsenen Wohlstandes. Der Torfstich im Fuhnegebiet, zwei große Ziegeleien, eine Brauerei, eine Schnapsbrennerei die über 80 Jahre ihren Betrieb aufrechterhielt, und die 1899 eingeweihte Molkerei brachte den Menschen neben der Landwirtschaft ein Auskommen.

Seit dem 1. März 2004 bildete die ehemalige Gemeinde Löberitz mit den Gemeinden Göttnitz, Schrenz, Salzfurtkapelle, Spören, Stumsdorf und der Stadt Zörbig die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig.

Quetzdölsdorf
Südlich der ehemaligen Stadt Zörbig an der alten Handelsstraße, die von Zörbig kommend, weiter über Landsberg zur Messestadt Leipzig führt, liegen die Orte Quetzdölsdorf und Spören, wobei Quetzdölsdorf etwas weiter entfernt liegt. Quetzdölsdorf entstand aus den Dörfern Quetz, Dölsdorf und Zeschdorf. Während Zeschdorf schon 1900 nach Quetz eingemeindet wurde, vereinigten sich Quetz und Dölsdorf am 30. Juni 1931 per Beschluss des Preußischen Staatsministerium. Quetzdölsdorf wird vor allem durch die im Flachland wohltuend herausragende Erhebung, dem Quetzer Berg geprägt. Der Ort selbst liegt ca. 90 Meter über den Meeresspiegel und der Berg bringt es auf 112,6 Meter.

Dieser Berg, ein schon in grauer Vorzeit erloschener Vulkan, war früher eine slawische und auch germanische Opferstätte. Bis ins 13. Jahrhundert und sogar noch darüber hinaus diente der Berg auch als Gerichtsstätte. Mit Zunahme der Bautätigkeit in den letzten Jahrhunderten, wurden dort mehrere Steinbrüche betrieben. Die sich daraus entwickelnde wildromantische Landschaft steht heute mit ihren 18 Hektar als Flächendenkmal unter Naturschutz. Auch der Schlosspark, der geschützt ist, mit dem großen Dorfteich bereichert als geschlossene Anlage das Ortsbild.

Erwähnenswert ist auch die Einweihung eines der ersten Kindergärten in Deutschland im Jahre 1846 durch den bekannten Pädagogen Friedrich Fröbel. Mit knapp 500 Einwohnern und einer Fläche von ca. 650 ha gehört Quetzdölsdorf eher zu den kleineren Ortschaft der Stadt Zörbig. Mit dem 1. Januar 2005 wurde die ehemalige Gemeinde Quetzdölsdorf in die Einheitsgemeinde Stadt Zörbig eingemeindet.

Salzfurtkapelle
Die Salzstraße durchzog auch Wadendorf, einem um 1600 durch den Löberitzer Lorenz Schilling gegründetem Ort, und die Gemeinde Salzfurtkapelle. Wadendorf gehört seit 1947 durch eine Eingemeindung, aber mit eigenem Ortsnamen, politisch zu Salzfurtkapelle.

In Salzfurt querte die Salzstraße das Fuhnegebiet und gab so dem Ort seinen Namen, wogegen der angrenzende Nachbarort durch seinen Sakralbau, einer in späteren Jahren (1696) zur Kirche umgebauten Kapelle, bekannt wurde. Auch Persönlichkeiten stammen aus dem Ort, wie der 1735 in Capelle geborene Wilhelm von Anhalt, der preußischer General und Gouverneuer im damaligen Königsberger war. Als die wohl bedeutendste Persönlichkeit des Ortes ist der am 17. September 1717 in Salzfurt geboren Hans Dietrich von Zanthier anzusehen. Zanthier gründete in der Mitte des 18. Jahrhundert im Harzort Ilsenburg die erste Forstschule Deutschlands.

1935 schlossen sich die zwei Orte Capelle und Salzfurt zum heutigen Salzfurtkapelle zusammen. Gelegen zwischen der Fuhneaue mit seinem Landschaftsschutzgebiet Vogtei und dem westlich gelegenen Ort Reuden kann der Ort auf eine schöne Landschaft verweisen. Als größte wirtschaftliche Kraft des 900-Seelen-Ortes entwickelte sich in den vergangenen Jahren das über die Kreisgrenzen bekannte Busunternehmen Vetter-Touristik, welches im Landkreis Bitterfeld auch den öffentlichen Personen-Nahverkehr betreibt.

Ab dem 1. März 2004 bildete die ehemalige Gemeinde Salzfurtkapelle mit den ehemalige Gemeinden Göttnitz, Löberitz, Schrenz, Spören, Stumsdorf und der Stadt Zörbig die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig.


Schortewitz
Erstmals im Jahr 1156 als Sordowice (Dorf des Teufels, auch Mittwochdorf) urkundlich erwähnt. Doch die Siedlungsgeschichte reicht viel weiter zurück. Die Rampenkiste auf dem Windmühlenberg ist der älteste Beleg menschlicher Aktivität im Gebiet um Schortewitz. Bereits vor 6000 Jahren siedelten sich hier die ersten Ackerbauern und Viehzüchter an. Durch die günstige Lage (Gebiet zwischen Elbe, Saale, Mulde, Fuhne) und den fruchtbaren Boden galt Schortewitz auch im 10. Jh. als bevorzugtes Siedlungsgebiet.

Das Großsteingrab Schortewitz (auch "Heidenberg" genannt) ist eine jungsteinzeitliche Grabanlage. Es besteht aus zehn Wand- und zwei Decksteinen, seine Länge beträgt 6,80 m. An der Südseite befindet sich ein Zugang zur Grabkammer. Diese war einst mit Porphyr-Platten gepflastert. 1912 wurde das Grab erstmals untersucht. Dabei wurden Reste von elf Skeletten, Perlen, durchbohrte Hunde- und Wolfszähne, mehrere Feuersteinmesser und Keramik-Kannen der Walternienburg-Bernburger Kultur gefunden. Die bedeutenden, 1913 ausgegrabenen archäologischen Funde befinden sich heute im Prähistorischen Museum in Köthen.

Nach mehreren zerstörerischen Großbränden im 17. Jh. und großen Verlusten während des Befreiungskrieges 1813 wurde im Jahr 1850 eine Zuckerfabrik errichtet, die bis 1920 produzierte. Im Jahr 1936 wurde in Schortewitz der heute noch nutzbare Badeteich gebaut.

Nach Bildung der Verwaltungsgemeinschaft "Südliches Anhalt" im Jahr 1996 gehört Schortewitz seit 01.03.2009 zur Stadt Zörbig. 

Schrenz
Südwestlich von Zörbig, an dem kleinen Bach Riede, liegt die Dorfgruppe Schrenz, Siegelsdorf und das relativ große Rieda. Sehenswert ist das alte Gutshaus und der dazugehörige mit alten Bäumen bestandene Park. Leider sind die beiden Kirchen in Schrenz und Rieda in einem über viele Jahrzehnte vernachlässigten und bedauerlichen Zustand.

Westlich stößt die Gemarkung an den zu Brachstedt gehörenden Abatassinenberg, eine 149 hohe Erhebung vulkanischen Ursprungs, der unter Umständen auch als Ausläufer des Petersberges, der höchsten Erhebung zwischen Harz und Ural auf diesem Breitengrad, angesehen werden kann.

Von dem Ort Schrenz berichtet eine Urkunde aus dem Jahre 1012. Im 11.Jhr. wurde Schrenz noch Zribenz genannt und lag im slawischen Gau Nelstice. Schrenz lag an einer alten Heerstraße, hier befand sich ein Rittergut und ein zum Petersberg gehörendes Freigut.

Auch Siegelsdorf war ein Rittergutsdorf. Dessen letzte Gutsherren, die Maquets, waren französische Emigranten aus den Hugenottenkriegen. Im Mittelalter war das heutige Gut in Siegelsdorf ein Nonnenkloster, welches zum Kloster der Mönche auf dem Petersberg gehörte. Wie die Chronik berichtet, soll ein unterirdischer Gang vom Kloster Siegelsdorf zum Petersberg bestanden haben.

Am 30.09.1928 wurden die Orte Schrenz und Siegelsdorf zu der Gemeinde Schrenzsiegelsdorf vereinigt. Der Ort Rieda wird in einer Urkunde im Jahr 1156 erstmalig genannt. Der Name kommt von Ried, ein mooriger, mit Schilf bewachsener Landstrich. Das älteste Haus in Rieda befindet sich auf dem Gehöft des Bauern Emil Kähnert. Hier war früher eine Ansiedlung. Durch den Ort führte die Salzstraße von Magdeburg nach Leipzig.

Der slawische Ursprung von Schrenz lässt sich auch aus der Bauweise als "Rundling" ableiten. Im Jahre 1150 wurden unter Wiprecht von Groitsch die Germanen ansässig. In dieser Zeit entstanden die ersten Kirchen, z.T. als Wehrkirchen. Es waren vor allem Franken aus der Gegend von Nürnberg, die in diesem Gebiet angesiedelt wurden.

Nach Beendigung des zweiten Weltkrieges erfolgte die Besetzung der Ortschaft Schrenz durch amerikanische Soldaten. Diese übergaben aber bereits kurze Zeit später das Gebiet der sowjetischen Besatzungsmacht. Schrenz umfasst heute die Ortsteile Rieda und Siegelsdorf sowie Schrenz selbst. Es leben in dieser Gemeinde ca. 589 Einwohner. Das Gemeindegebiet umfasst eine Gesamtfläche von 1041 ha.

Es wird heute noch geprägt von seinen dörflichen Strukturen. Viele Wohnhäuser gehörten einst zu landwirtschaftlichen Anwesen. Durch die Industrialisierung und Rationalisierung werden viele Gebäude (Stall- und Scheunengebäude) heute nicht mehr genutzt. Aus diesen Gründen sind in den letzten Jahren keine Instandsetzungsarbeiten an der alten Bausubstanz durchgeführt wurden.
Dies hat natürlich zur Folge, dass sich viele Gebäude heut in einem schlechten baulichen Zustand befinden.
In der Ortslage Schrenz befindet sich im Zentrum das alte Rittergut mit dazugehörigem Gutshof. Die angrenzende Freifläche ist bereits teilweise im ursprünglichen Charakter wiederhergestellt.

Die Ortsteile Schrenz und Siegelsdorf werden ebenfalls geprägt durch das alte Gutshaus mit den sich daran anschließenden Parkanlagen. Die hier vorhandenen landwirtschaftlichen Gebäude werden durch einen Landmaschinenbetrieb genutzt, müssen jedoch instandgesetzt werden.

Im Ortsteil Rieda dominieren die landwirtschaftlichen Anwesen einschließlich der Hofanlagen. Des weiteren wird das Ortsbild Rieda von der Kirchenanlage bestimmt.

Spören
Spören kann auf eine lange vorgeschichtliche Tradition zurückblicken. Ein sichtbares Zeichen aus dieser Zeit ist der etwa 4000 Jahre alte künstlich aufgeschüttete Hügel neben der Kirche. Dieses vermutliche Hünengrab, im Volksmund als "Berg" bezeichnet, wurde im Laufe der Jahrhunderte in die Wehranlage des Dorfes, zu der auch Teiche, Gräben und Sumpfflächen gehörten, einbezogen. Der Hügel steht seit dem 1.April 1961 unter Denkmalschutz. Die erste urkundliche Erwähnung von Spören, damals noch als Spuren stammt aus dem Jahre 1156. Eine Entwicklung des Ortsnamens kann von Spuren über Sporen, Sporn und Spern bis zum heutigen Spören nachgewiesen werden.

Prussendorf wird erstmalig in einer Urkunde 1209 erwähnt. Dominierendes Bauwerk ist die alte romanische Kirche, die in grundlegend renoviert wurde. Im Mittelpunkt der Kirche steht ein gut erhaltener Altar des Leipziger Meisters Heinrich aus dem Jahr 1489.

Spören hat etwa 620 Einwohner und seit dem 1. März 2004 bildete die ehemalige Gemeinde Spören mit den ehemaligen Gemeinden Löberitz, Göttnitz, Salzfurtkapelle, Schrenz, Stumsdorf und der Stadt Zörbig die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig.

Stumsdorf
Bis zum vergangenen Jahrhundert lag Stumsdorf, wie auch Werben, klein und bescheiden an der Handelsroute Zörbig - Löbejün. Das änderte sich schlagartig, nachdem durch den Ort die wichtige Eisenbahnlinie Halle - Magdeburg gebaut wurde. Aus dem ehemals kleinen Stumsdorf entwickelte sich, bedingt durch die Ansiedlung einer Molkerei und einiger Kleinbetriebe, ein recht stattliches Örtchen. Durch eine weitere Eisenbahnlinie, die am 1. Oktober 1897 eröffnet wurde und von Bitterfeld über Zörbig kommend, Stumsdorf direkt mit den Industriestandorten Bitterfeld-Greppin-Wolfen verband, beschleunigte sich die expandierende Entwicklung. Beide Orte, Stumsdorf und Werben, besitzen eigene Kirchen.

Sehenswert ist in der Stumsdorfer vor allem eine alte geritzte Stifterdarstellung einer wettinischen Fürstin aus dem 13. Jahrhundert und die lebensgroße Sandsteinfigur im weichen Stil der Hochgotik aus den Jahren um 1370 sowie ein Kruzifix aus den Anfangsjahren des 16. Jahrhunderts.

Mit dem 1. März 2004 bildet die ehemalige Gemeinde Stumsdorf mit den ehemaligen Gemeinden Löberitz, Göttnitz, Salzfurtkapelle, Schrenz, Spören und der Stadt Zörbig die neue Einheitsgemeinde Stadt Zörbig.

Quellen: www.stadt-zoerbig.de, wikipedia.org
 
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