Skyscraper
Kulturelles Erbe steht im Fokus
Zahlreiche Kultureinrichtungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld, wie zum Beipiel das Kreismuseum in Bitterfeld beteiligen sich auch in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Angeboten am Tag des offenen Denkmals.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 07.09.2018 um 16:34:37

Kulturelles Erbe steht im Fokus

Region (red/stj). Mehr als 7.500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen am Tag des offenen Denkmals am 9. September ihre Türen. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. „Dass die Feier zu 25 Jahren Tag des offenen Denkmals in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 zusammenfällt, kommt wie gerufen“, so Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. „Der Tag des offenen Denkmals hat sich innerhalb von 25 Jahren zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt. Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten, den Gemeinden und Städten und nicht zuletzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.“
 
Das Jahresmotto „Entdecken, was uns verbindet“ nimmt ausdrücklich Bezug auf das Motto des Kulturerbejahrs „Sharing Heritage“. Mit ihren Besuchern gehen die Veranstalter des Tags des offenen Denkmals auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen. Dabei verfolgen sie etwa Fragestellungen nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, Baumaterialien oder Stilelementen.

Die Kultureinrichtungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld beteiligen sich auch in diesem Jahr mit einer Vielzahl von Angeboten. Sie nehmen darin Bezug auf das aktuelle Motto in den unterschiedlichsten Varianten und Darbietungen, orientierend allerdings auch an der lokalen und regionalen Geschichte. Der Eintritt ist übrigens an dem Tag frei. Die Redaktion hat eine kleine Übersicht von Angeboten in der Region zusammengestellt:

Bitterfeld-Wolfen
Bitterfeld: Passend zum diesjährigen Moto gestalten die Galerie am Ratswall, die Musikschule „Gottfried Kirchhoff“ und das Kreismuseum Bitterfeld mit Unterstützung der Kreisvolkshochschule von 11 bis 16 Uhr ein Programm, das nicht nur die denkmalgeschützten Gebäude am Kirchplatz 3 und Ratswall 22 miteinander verbindet, sondern auch unterschiedliche Kulturen und die menschlichen Sinne.

Besucher können sich auf einen Sinnesschmaus mit wolgadeutschen Tänzen, syrischen Spezialitäten, Dudelsackklängen und mehr freuen.

Beim „Gaumenschmaus“ (11 bis 13 Uhr) können Besucher traditionelle Gerichte von zugewanderten Bitterfeldern (u. a. mit Teilnehmern des talentCAMPus 18plus der Kreisvolkshochschule in Bitterfeld) im Kreismuseum Bitterfeld (Kirchplatz 3) verkosten.

Ab 13 Uhr geht’s bei der „Musikalische Verbindung“ vom Kreismuseum aus mit dem Dudelsack durch Bitterfeld, wo es dann ab 13.45 Uhr im Saal der Musikschule „Gottfried Kirchhoff“ (Ratswall 22)  beim „Ohrenschmaus“ eine musikalische Kostprobe und Führung durch die Musikschule gibt ehe dann die Besucher ab  14 Uhr in der Galerie am Ratswall (Ratswall 22) beim „Sinnesschmaus“ traditionelle Volkslieder, Musik und Tanz aus aller Welt erleben können. Weitere Informationen gibt’s telefonisch unter 03493 401113.

Wolfen: Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen (IFM) bietet bei freiem Eintritt Führungen in seinen musealen Räumlichkeiten an. So können Besucher um 10, 12 und 14 Uhr die Herstellung von Rohfilm anhand originaler Maschinen erleben. Sehenswert sind außerdem die größte öffentlich zugängliche Kamerasammlung Sachsen-Anhalts sowie die Ausstellung zur Industriegeschichte der Region Bitterfeld-Wolfen. Besucher können zudem in diesem Jahr die Sonderausstellung „Wir hier. Arbeit und Leben in unserer Region“. Eine Ausstellung anlässlich des Jubiläums „125 Jahre Chemieregion Bitterfeld-Wolfen“ bestaunen.

Das Industrie- und Filmmuseum Wolfen befindet sich in einem ehemaligen Produktionsgebäude, in dem 1936 der erste moderne FARBfilm der Welt produziert worden ist. Außerdem wurde vor 50 Jahren das Markenzeichen ORWO für die Filme aus Wolfen eingeführt. Der Eintritt ist am Tag des offenen Denkmals frei. Kontakt: Industrie- und Filmmuseum Wolfen Bunsenstr. 4, 06766 Bitterfeld-Wolfen, Tel.: 03494 - 63 64 46 www.ifm-wolfen.de.

Weiter öffnen in Bitterfeld-Wolfen die Ev. Kirche Bobbau (10 bis 16 Uhr), Ev. Johanneskirche Wolfen (ab 14 Uhr), am bundesweiten Denkmalstag ihre Pforten. Weitere Informationen unter www.bitterfeld-wolfen.de.

Köthen
In Köthen ist am Denkmalstag das Köthener Rathaus für Besucher geöffnet. Interessierte können in der Zeit von 10 bis 16 Uhr das um 1900 erbaute Gebäude besichtigen. Jeweils 10.30, 13.30 Uhr und 15 Uhr finden zudem Führungen durch das Rathaus statt, bei denen unter anderem das Trauzimmer, der Ratssaal und je nach Wetterlage auch der Turm besichtigt werden können. Treffpunkt für die Führungen ist das Foyer des Rathauses.

In der Kath. Schloss- und Pfarrkirche St. Maria Himmelfahrt können Besucher am 9. September um 10 Uhr die Heilige Messe mit Kirchenchor, ab 11.30 Uhr eine Führung mit Zugang zur Sakristei, um 12 Uhr das Angelus-Geläut mit Gebet, um 14.30 Uhr eine Führung mit Zugang zur Krypta,  um 16 Uhr Orgelmusik, ab 17 Uhr eine Vesper zu Ehren des seligen Bruders Gerhard, Gründer der Malteser, erleben. Zudem werden Führungen jeweils 11.30 und 14.30 Uhr durch Matthias Thaut und Pfarrer Armin Kensbock angeboten.

Die Musikschule Johann Sebastian Bach ist am Tag des offenen Denkmals von 11 bis 13 Uhr für Besucher geöffnet. Um 11 Uhr hält Nobert Postler einen Vortrag zum Thema „Dem Denkmal auf kriminalistischer Spur“ mit musikalischer Umrahmung durch Schüler der Musikschule „Johann Sebastian Bach“ im Hofkapellensaal. Nach dem Vortrag (etwa 12.30 Uhr) findet eine Führung durch die Musikschule statt.

Weiter können Interessenten ein ehemaliges Architektenwohnhaus in der Augustenstraße 7 in Köthen von 10 bis 17 Uhr besichtigen. Die Beletage des 1904 vom Architekten Hermann Heinze erbauten Hauses hat mehrere Salons, einen Saal und eine Loggia. Der Wintergarten ist in Form einer Grotte gestaltet und mit historischen Einbauten versehen. Ansprechpartner: Axel Schröter, Tel.: 0177 9374145, E-Mail: scaxe@web.de

Weitere Informationen unter www.koethen-anhalt.de

Raguhn-Jeßnitz
In Raguhn-Jeßnitz öffnen die Ev. Dorfkirche Altjeßnitz (13 bis 16 Uhr) die Ev. Dorfkirche Priorau (10 bis 18 Uhr), die Ev. Dorfkirche Schierau (13 bis 18 Uhr), die Ev. Dorfkirche St. Jakobus Kleckewitz (9 bis 17 Uhr), die Ev. St.-Georg-Stadtkirche Raguhn (9 bis 13 Uhr) und die St.-Marien-Kirche Raguhn (13 bis 15 Uhr) ihre Türen. Ansprechpartner: Swantje Adam, ev. Pfarramt Raguhn, Tel.: 034906 20828, E-Mail: swantje-adam@gmx.deWeitere Informationen unter www.raguhn-jessnitz.de.

Sandersdorf-Brehna
Brehna: Anlässlich des Tages des Offenen Denkmals öffnen in Sandersdorf-Brehna die Paltrockmühle „Hädicke“ (10 bis 18 Uhr, Quetzer Weg 9, 06796 Sandersdorf-Brehna) und die Schmidt-Mühle (10 bis 17 Uhr, Am Schützenplatz, an der B 100 06796 Sandersdorf-Brehna) ihre Pforten. In beiden Mühlen werden jeweils Führungen angeboten.  Weitere Informationen unter www.sandersdorf-brehna.de.

Südliches Anhalt
Gröbzig: In Gröbzig können sich Interessenten am Denkmalstag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr in der alten Synagoge umschauen. Themenführungen werden jeweils 10.30, 13 und 15.30 Uhr durch Anett Gottschalk durchgeführt. Weitere Informationen unter www.groebziger-synagoge.de/
Wieskau:  In Wieskau öffnet am Tag des offenen Denkmals die Ev. Kirche in der Zeit von 10 bis 17 Uhr ihre Pforten. Das barocke wurde etwa im 18. Jahrhundert erbaut und steht unter Denkmalschutz.

Zerbst
In Zerbst/Anhalt öffnet am Tag des offenen Denkmals  die Francisceumsbibliothek wieder ihre Türen für interessierte Besucher. Sie in der Zeit von 10 bis 17 Uhr einen Blick auf die Kostbarkeiten der Bibliothek werfen. Es werden Handschriften, Illustrationen und Druckwerke aus längst vergangenen Jahrhunderten und den unterschiedlichsten Erscheinungsorten gezeigt, die den Gedankenaustausch durch das gedruckte Wort über Ländergrenzen hinweg belegen.

Ebenfalls geöffnet hat das Gymnasium Francisceum. Von 10 bis 13 Uhr führt die Schulleiterin interessierte Gäste durch das Gebäude. Zwischen 14 und 17 Uhr finden Führungen durch Schüler des Gymnasiums in historischen Kostümen statt. Am Nachmittag ist zur gleichen Zeit das „Sammeltassencafé“ für die Besucher geöffnet und bietet einen kleinen Imbiss an. Weitere Informationen unter Tel.: 03923 740923.

Das Zerbster Schloss darf am Denkmalstag natürlich auch nicht fehlen. Dort bieten die Mitglieder des Fördervereins Schloss Zerbst e. V. Führungen nach Bedarf durch das alte Barockschloss an. Weitere Informationen unter www.schloss-zerbst.de

Zörbig
In Zörbig bieten am Denkmalstag die Mitglieder des Heimatvereins Zörbig Führungen um 11 und 14 Uhr durch das Zörbiger Schloss an. Außerdem kann im Museum die  aktuelle Ausstellung von 10 bis 18  besichtigt werden.

Weiter ist im Zörbiger Ortsteil Spören zudem die Heimatstube von 10 bis 18 Uhr  und die romanische Dorfkirche sowie im Ortsteil Schrenz die Dorfkirch (10 bis 17 Uhr) für Besucher zugänglich. Weitere Informationen unter www.stadt-zoerbig.de.

Information
Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung unterwegs ermöglicht eine kostenfreie App.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals in Deutschland.

 
Kommentar abgeben

E-Paper

aktuelle Ausgabe

aktuelle E-Paper Ausgabe

E-Paper Archiv die letzten drei Ausgaben

 

Spatz Videos

Video

Video

Anzeige

Rectangel

Aktuelle Wochenangebote von ALDI

Aktuelle Wochenangebote von ALDIArchiv

Amtsblatt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld

Amtsblatt