Skyscraper
Aus dem kurzen Leben eines Schriftstellers
Filmszene aus „Addio, piccolo mia“ wo der Schauspieler Hilmar Eichhorn (rechts) Christian Grashof in der Rolle des Schriftstellers Georg Büchner zu sehen ist. Neben im Michael Gwisdek in der Rolle des Pfarrers Friedrich Ludwig Weidig.
Foto: Defa-Stiftung, Klaus Goldmann
aktualisiert am 21.02.2019 um 17:57:43

Aus dem kurzen Leben eines Schriftstellers

Wolfen (red). Am Dienstag, den 26. Februar läuft ab 18.30 Uhr im Industrie- und Filmmuseum der DEFA-Klassiker „Addio, piccola mia“ aus dem Jahr 1979. Der Streifen, gedreht in Orwocolor, ist ein Film aus Veranstaltungsreihe „Filme wiederentdeckt“ des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“ e.V.“

Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit dem Gespräch mit dem Schauspieler Hilmar Eichhorn.

Der Film
Georg Büchner ist Medizinstudent in Straßburg, lebt in armen Verhältnissen und liebt die junge Louise. Als er 1833 zu seiner Familie zurückkehrt, ahnt er nicht, was ihn in Hessen erwartet - spontane politische Aktionen einerseits, andererseits die angstvolle Unwissenheit der Massen. In einer „Gesellschaft für Menschenrechte“ findet Büchner Gleichgesinnte. Zusammen mit dem Pfarrer Weidig schreibt er den „Hessischen Landboten“. Doch diese erste politische Tat zieht Repressalien nach sich. Während Weidig verhaftet wird, flieht Büchner nach Straßburg zu Louise. Hier schreibt er das Drama „Dantons Tod „ und die Erzählung „Lenz“. Seiner Freundin zuliebe und um die ganze deutsche Misere zu vergessen, widmet er sich naturwissenschaftlichen Studien. Er leidet jedoch unter der politischen Isolation. In dieser Situation entsteht sein Drama „Woyzeck“, sein letztes Werk, denn er stirbt am 19. Februar 1837 im Alter von nur 23 Jahren an Typhus.

Addio, piccolo mia (DEFA 1979, Orwocolor, 123 min)

Drehbuch und Regie: Lothar Warneke,
Szenarium: Helga Schütz,
Kamera: Claus Neumann,
Darsteller: Christian Grashof, Hilmar Eichhorn, Wolfgang Arnst, Michael Gwisdek, Justus Carriére, Trude Bechmann, Carola Braunbock, Klaus Brasch, Horst Drinda, Christoph Engel, Werner Godemann, Carl-Heinz Choynski, Wolfgang Greese, Annemone Haase, Peter Sodann

Hauptdarsteller
Hilmar Eichhorn, Jahrgang 1954, Musische Erziehung (Mutter Malerin), Tätigkeit in Laienspielgruppen. 1972-75 Schauspielstudium an der Staatlichen Schauspielschule Berlin, von 1975 bis 1982 engagiert am Theater Magdeburg, am Deutschen Theater in Berlin und am Landestheater Halle. Von 1982 bis 1989 am Leipziger Schauspiel. 1989 Ausreise nach Hamburg.

1990-1992 engagiert am Theater in Nürnberg. Seit 1992 als Schauspieler und Regisseur am neuen theater Halle. In den Jahrzehnten seines ununterbrochenen Theaterengagements viele große und wichtige Rollen: vom Ferdinand in Kabale und Liebeüber den Debuisson in Heiner Müllers Auftrag, Gogols Revisor, den Puntila, den Jedermann oder den Doktor Faust bis zum Dorfrichter Adam im Zerbrochnen Krugoder dem Mephisto. Außerdem Tätigkeit für Film und Fernsehen, im Hörspielbereich sowie als Schauspiellehrer und Regisseur.

Information
Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Gespräche im kleinen Kreis beim Imbiss fortzusetzen. Wenn Interessenten an dieser Veranstaltung teilnehmen wollen, wird darum gebeten, sich verbindlich anzumelden. (per Email unter: info@ifm-wolfen.de oder telefonisch 03494-636446).

Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt sieben Euro und wird vor Beginn der Veranstaltung entgegengenommen.

 
Kommentar abgeben

E-Paper

aktuelle Ausgabe

aktuelle E-Paper Ausgabe

E-Paper Archiv die letzten drei Ausgaben

 

Spatz Videos

Video

Video

Anzeige

Rectangel

Aktuelle Wochenangebote von ALDI

Aktuelle Wochenangebote von ALDIArchiv

Amtsblatt des Landkreises Anhalt-Bitterfeld

Amtsblatt