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Schwarze Raubkatzen begeistern ihr Herz
Filmszene aus dem DEFA-Klassiker „Schwarze Panther“.
Foto: DEFA-Stiftung, Waltraut Pathenheimer
aktualisiert am 07.11.2019 um 16:25:18

Schwarze Raubkatzen begeistern ihr Herz

Wolfen (red). Am Dienstag, den 26. November läuft ab 18.30 Uhr im Hörsaal des Wolfener Rathauses (Rathausplatz 1) der DEFA-Klassiker „Schwarze Panther“ aus dem Jahr 1966. Der Streifen, gedreht in Orwocolor, ist ein Film aus Veranstaltungsreihe „Filme wiederentdeckt“ des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“ e.V.“ mit Unterstützung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld und der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen 
 
Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit der Schauspielerin Angelika Waller.  

Der Film 
Martina Carvelli arbeitet im Zirkus Orion gemeinsam mit ihrem Vater am Perch. Es stellt sich heraus, dass sie nicht schwindelfrei ist und daher die artistischen Übungen nicht mehr vorführen kann. Nur schwer akzeptiert ihr Vater, dass die gemeinsame Karriere mit seiner Tochter nicht möglich ist. In Christina findet er jedoch artistischen Ersatz für Martina und bald die große Liebe. Martina sucht unterdessen ein neues Arbeitsfeld im Zirkus. Sie arbeitet als Platzanweiserin und Mädchen für alles, ist jedoch mit ihrem Leben nicht zufrieden. Eines Tages kommen zehn schwarze Panther als neue Attraktion zum Zirkus. Die Tiere werden von Raubtierpfleger Paul trainiert und von Dompteur Dittrich vor Publikum gezeigt. Martina will ebenfalls mit den Panthern arbeiten. Als die Panther während der Vorstellung die Nervosität des Dompteurs spüren, werden sie aggressiv und drohen, ihn anzugreifen. Martina steigt in die Zirkusmanege und kann die Tiere beruhigen. Der Rest der Vorstellung verläuft nach Plan. Der Zirkusdirektor hat Martinas Talent erkannt und will sie beim Zirkus halten. 
 
Schwarze Panther (DEFA 1966, Orwocolor, 88 min) 
Leitung: Paul Werner Wagner, Kulturhistoriker, BerlinRegie: Josef Mach, Drehbuch: Paul Berndt, Dorothea Richter, Kamera: Jaroslav Tuzar, Musik: Helmut Nier, Darsteller: Angelika Waller, Christine Lazar, Hanjo Hasse, Helmut Schreiber, Horst Kube, Gerd Ehlers, Ivan Malré, Horst Jonischkan, Werner Dissel,Günter Junghans, Otmar Richter, Willi Schrade, Ilse Voigt, Walter E. Fuß 

Die Hauptdarstellerin 
Angelika Waller wurde von 1963-66 im Nachwuchsstudio des Deutschen Fernsehfunks zur Schauspielerin ausgebildet. Danach gehörte sie bis 1992 dem Berliner Ensemble an. Ihr Filmdebüt ist zugleich ihre berühmteste Rolle, die der Öffentlichkeit erstmals 1990 zugänglich gemacht wurde. Der Film „Das Kaninchen bin ich“ von Kurt Maetzig nach dem Roman von Manfred Bieler wurde in Folge des 11. Plenums des ZK der SED im Dezember 1965 verboten. Angelika Waller spielt die blutjunge Maria Morzeck grandios. Mit ihrer zweiten Kinorolle als Martina Carvelli in „Schwarze Panther“ wurde sie in der DDR zum Publikumsliebling. In dem russischen Epos „Befreiung“ spielte Angelika Waller 1969 Hitlers Geliebte, Eva Braun.  
 
Eine äußerst populäre Rolle war 1973 die Titelheldin im DDR-Fernsehfilm „Rotfuchs“. Große Beachtung fand sie auch im Fernseh-Mehrteiler „Johann Sebastian Bach“. Seit den 1970er-Jahren war sie zunächst Dozentin, später Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin. Außerdem arbeitete sie als Regisseurin und inszenierte in Berlin am BAT. Weitere bekannte Filmrollen: „Im Himmel ist doch Jahrmarkt“ (1968), „Hut ab, wenn du küsst!“ (1971), „Ein April hat 30 Tage“ und „Der Bruch“ (1989).  

Information 
Um eine Voranmeldung wird gebeten per Email unter: info@ifm-wolfen.de oder telefonisch 03494-636446. Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt acht Euro. 
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