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Diamanten des Kurzfilms
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 15.11.2019 um 15:48:52

Diamanten des Kurzfilms

Wolfen (pm). „Kurzsuechtig“ - Das 16. mitteldeutsche Kurzfilmfestival ist meinen seinen besten Filmen am 29. November, ab 20 Uhr zu Gast im Industrie- und Filmmuseum Wolfen

Kurze Filme, großes Kino
Auch in diesem Jahr hat die Mitteldeutsche Filmszene wieder wahre Diamanten des Kurzfilms erschaffen. Der Zuschauer wird von den Filmemacher_innen in unterschiedliche Realitäten und fiktive Szenarien mit Tiefgang entführt. Das gemeinsame Eintauchen in Momente der Vergangenheit und Gegenwart, Industrie und Natur hinterlässt intensive Eindrücke und öffnet den Blick für neue Perspektiven. Alle Preisträgerfilme des Kurzsuechtig Kurzfilmfestivals 2019 laden in unterschiedlichen Genres zu einer spannenden Reise durch neue Erfahrungsräume ein.

Warum machen die Veranstalter eine Best Of Tour?
In Mitteldeutschland gibt es eine lebendige regionale Filmszene. Kulturmetropolen wie Leipzig, Dresden oder Chemnitz haben das mittlerweile erkannt und fördern gerade in diesem Bereich immer stärker, um die Entwicklung von Filmemacher_innen und der regionalen Kreativlandschaft zu unterstützen.

Auch außerhalb der Kulturmetropolen gibt es viel kreatives Potential und ein großes film- und kulturinteressiertes Publikum. Doch gerade hier, in den ländlichen Regionen Mitteldeutschlands, mangelt es oftmals an Angeboten in diesem Bereich.  Vor allem jüngere Generationen fühlen sich dadurch vom gesellschaftlichen Leben der größeren Städte abgeschnitten und ausgegrenzt. Eine steigende Landflucht und das Aussterben von Kleinstädten in ländlichen Regionen gelten als Folge davon, und haben besonders in den letzten Jahren zugenommen. 

Mit der Best Of Tour verfolgt der KURZSUECHTIG e.V. gleich mehrere Ziele:  Im Vordergrund steht wie auch schon beim Kurzfilmfestival die Motivation, regionale Talente aus dem Bereich Kurzfilm zu fördern. Doch auch das ländliche Publikum spielt bei der Best Of Tour eine wichtige Rolle. Denn KURZSUECHTIG möchte so gerade  für kleinere Gemeinden die Möglichkeit schaffen, mehr am Kulturgeschehen der größeren Städte teil zu haben.

Über die Tour und mehr
Die KURZSUECHTIG Best Of Tour reist zwischen September bisDezember 2019 mit den Gewinnerfilmen des diesjährigen Kurzfilmfestivals durch eine Vielzahl der kleinen Gemeinden Mitteldeutschlands. An speziell ausgewählten Orten macht KURZSUECHTIG mit seinem spannenden Programm Halt und zeigt in verschiedensten Locations die Publikums-  und Jurypreisgewinner in den Bereichen Animation, Dok, Fiktion und Experimental.
 
Im Anschluss an die 90-minütigen Vorführungen finden die Filmemachergespräche statt. Zuschauer haben hier die Möglichkeit in den direkten Austausch mit anwesenden Filmemacher_innen zu gehen und mehr über deren Arbeiten und dahinterstehende Ideen, aber auch die persönlichen Werdegänge zu erfahren. Hierfür werden zu jeder Veranstaltung mehrere Filmemacher_innen eingeladen, die im Nachgang  auf Interessen und Rückfragen des Publikums eingehen.
 
Auf diese Weise tragen die Veranstaltungen nicht nur zu mehr Teilhabe und Anbindung am kulturellen Leben bei, sondern fördern auch den Austausch zwischen Kulturschaffenden und einem interessierten Publikum. Neue Impulse und vielschichtige Perspektiven für alle Beteiligten sind der positive Effekt der KURZSUECHTIG Kurzfilmveranstaltungen. 
Der Eintritt ist frei.


Filmprogramm:

Gott ist schon weg | Peter Böving | Deutschland 2018 | Animation | 10 min
Aus der Entenvogelperspektive wird eine jahrhundertelange Besiedlungsgeschichte geschildert. Während der Teichspiegel immer weiter sinkt, steigt den Bewohnern das Wasser allmählich bis zum Hals. Am Ende bleibt kein (Lego-)Stein auf dem anderen, nur der Gans schwant nichts Böses... Gewinner des Jury- und Publikumspreis Animation

Sorge 87 | Thanh Nguyen Phuong | Deutschland 2018 | Dok | 11 min
Es rattert die Nähmaschine, es rattern die Erinnerungen. 1987 benötigt das sächsische Werdau Arbeitskräfte für die Textilindustrie. Wegen Vollbeschäftigung geht die Ausschreibung, wie damals in der DDR üblich, nach Vietnam. Es kommen viele – einige bleiben. Ein Rückblick auf Anfangsschwierigkeiten und kulturelle Missverständnisse Gewinnerin des Jurypreis Dok

So hell die Nacht | Julius Schmitt| Deutschland 2019 | Dok | 14 min
Die letzten Sonnenstrahlen verschwinden hinter den Hügeln. Die Dunkelheit zieht über die Stadt, die Kälte kriecht in die Knochen, Straßenlaternen ersetzen den Tag. Doch wenn die meisten Menschen die Augen schließen, klingelt bei einigen der Wecker. Nachtarbeiter – von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang. Publikumspreis Dok KURZSUECHTIG Kurzfilmfestival 2019

Tote Tiere | David Oesch, Remo Rickenbacher | Deutschland 2019 | Fiktion | 12 min
Nachdem sein geliebter Kater gestorben ist, muss sich Robert plötzlich der Aussenwelt stellen. Unsicher, ob die Tierkörpersammelstelle für ihn der richtige Ort ist, begegnet er dort einer Taxidermistin, die ihm versichert, sie könne den Kater seiner wahren postmortalen Bestimmung zuführen. Jury- und Publikumspreis Fiktion KURZSUECHTIG Kurzfilmfestival 2019


Umbra | Florian Fischer, Johannes Krell | Deutschland 2019 | Experimental | 20 min
Flirrendes Licht, das Rauschen der Blätter, kreisrunde Lichtflecken im Schatten eines Baumes. Die Sonne spiegelt sich im Wasser; sie ist Teil und Gegenüber. Betrachtet die Natur sich selbst? Eine filmische Meditation über die An- und Abwesenheit der Dinge. Jury- und Publikumspreis Experimental KURZSUECHTIG Kurzfilmfestival 2019

My Head on the Mountains | Anna Stoltzmann | Deutschland 2018 | Dok | 13 min Mein Kopf auf den Bergen
Dieser Film schafft mit seiner außergewöhnlichen Kinematografie eine sichtbare Spannung zwischen Natur und Mensch. Die Performancekünstlerin Agnes Btffn lebt und arbeitet an einem Fjord in Norwegen. Sowohl ihr Körper als auch die Berge des Fjords sind alt. Der Berg ist sichtbar stark; Der zarte, gealterte Körper ist verwundbar - und doch flüchtig. Der Berg ist sichtbar stark; Der zarte, gealterte Körper ist verwundbar - und doch flüchtig. Agnes 'Auftritte schockieren, aber sie bringen uns auch eine Erfahrung von Fleisch in der Landschaft. Sie tauchen uns in eine Zeitlichkeit ein, die völlig neu, unerwartet und immens mächtig ist.Agnes kontrastiert das Grau des Berges mit dem Purpur ihres Gewandes und bittet uns, hinter das Gitter zu schauen, um uns wirklich mit dem Universum zu verbinden Dok Nachwuchspreis Filmverband Sachsen

 
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