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Die neue Sonderausstellung des Museums im Zörbiger Schloss mit dem Titel „StubenZauber - Küchen- und Kinderwelten zur Weihnachtszeit“ zeigt einen Vergleich zur Gegenwart .
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 05.12.2019 um 13:33:03

Die Küche früher: Raum für Hausarbeit und als Spielzimmer

Zörbig (red/stj). Im Museum Zörbig ist passend zur Weihnachtszeit seit erst wenigen Tagen bis zum 31. Januar 2020 die neue Sonderausstellung mit dem Titel „StubenZauber - Küchen- und Kinderwelten zur Weihnachtszeit“ für Besucher zu sehen.

Eindrücke der Ausstellung
Erinnern wir uns: Die Küche war der Hauptaufenthaltsort der Familie bei armen Leuten. Hier war es warm, weil im Herd das Feuer brannte um das Essen zu kochen. Das Wohnzimmer als „gute Stube“ wurde, wenn ein solches überhaupt vorhanden war, nur an Feiertagen oder zu besonderen Anlässen benutzt. Das gesamte Leben spielte sich in der Küche ab, auch wenn sie noch so klein war. Selbst die Nähmaschine musste noch untergebracht werden. Während die Mutter die Hausarbeit erledigte und kochte, das Bügeleisen warmhielt, spielten die Kinder mitsamt ihren Freunden ebenfalls in der Küche, oft zwischen den Beinen der Älteren auf dem Fußboden.

Die Küche war der Ort ständiger Tätigkeiten, doch wenn es zu laut wurde sorgte die Mutter nicht zuletzt mit dem Teppichklopfer für ein wenig Ruhe. Der Vater hielt sich dabei weitgehend zurück, wenn er erschöpft und müde nach Hause zurückkehrte.

Ein Arbeitstag währte oft bis zu zehn Stunden, Wege nicht eingerechnet.  Geschenke verfolgten immer auch den Zweck, die Kinder auf das künftige Leben vorzubereiten: So animierten Sparbüchsen die Jüngsten dazu kleine Beträge zu sammeln, um sich selbst damit einen späteren Wunsch erfüllen zu können. In der  kalten Jahreszeit standen Schlitten und  Schlittschuhe  bereit,  um  die  notwendige Bewegung im Freien zu fördern.

Womit spielten die Kinder? Die Geschlechter wurden bis in das 20. Jahrhundert hinein bei vielen Spielzeugen noch streng getrennt: Mädchen mit Puppen, mit dem Kaufladen, der Puppenstube, Jungen mit der Ritterburg, mit Holz- und Blechspielzeug, dem Baukasten – einig war man sich nur beim Teddybär, den alle gleichsam liebten.

Das Spielzeug förderte zudem die Kreativität der jungen Generation und regten die Phantasie an, da sich die Welt der Erwachsenen darin widerspiegelte. Manches wurde von den Eltern mit viel Liebe selbst gefertigt und lag bzw. stand dann unterm Weihnachtsbaum: Mal wurde das Puppenhaus neu tapeziert, neue Möbel in detailreicher Arbeit hergestellt, mal bekam die Puppe ein neues Kleid, die neuen Zinnsoldaten waren angemalt. Die Freude am Kleinen und Selbstgefertigten zeugte von Hingabe und Liebe zum Detail.

Den  Vergleich  zur  Gegenwart  ermöglichen  die  aus  dem  19.  bis  in  das  20.  Jahrhundert reichenden Objekte. Bei Älteren rufen sie vielleicht noch wehmütige Erinnerungen an die eigene Kindheit wach. Kindern soll gezeigt werden, wie es früher war.

Information
Weitere Informationen zu den Öffnungszeiten gibt es im Internet unter www.heimatmuseum-zoerbig.de



 
Die Küche früher: Raum für Hausarbeit und als Spielzimmer
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