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Plötzlich Prinz
Filmszene aus dem DEFA-Klassiker „„Seine Hoheit - Genosse Prinz““ Foto: DEFA-Stiftung, Waltraut Pathenheimer
aktualisiert am 16.02.2020 um 17:40:21

Plötzlich Prinz

Wolfen (red). Am Dienstag, den 18. Februar läuft ab 18.30 Uhr im Hörsaal des Wolfener Rathauses (Rathausplatz 1) der DEFA-Klassiker „Seine Hoheit - Genosse Prinz“ aus dem Jahr 1969. Der Streifen, gedreht in Orwocolor, ist ein Film aus Veranstaltungsreihe „Filme wiederentdeckt“ des Fördervereins „Industrie- und Filmmuseum Wolfen“ e.V.“ mit Unterstützung des Landkreises Anhalt-Bitterfeld und der Stadtwerke Bitterfeld-Wolfen und unter der Leitung von Kulturhistoriker Paul Werner Wagner.
 
Anschließend gibt es ein Filmgespräch mit der Hauptdarstellerin Regina Beyer. 

Der Film
Der Außenhandelskaufmann Kaspar Mai, ein Genosse mit „sauberer“ Kaderakte, wird plötzlich mit dem Umstand konfrontiert, dass er ein Prinz von Hohenlohe-Liebenstein ist. Doch damit nicht genug. Seine fürstliche Großmutter setzt ihn als Erben ihres großen Anwesens ein. Bei einem privaten Abstecher zu ihr während einer Dienstreise nach Westdeutschland erfährt er die Ursache. Sie will nicht, dass auf ihrem Grund ein NATO-Flugplatz gebaut wird. In diesem Punkt treffen sich die Interessen der Oma und der DDR, und ein cleverer Anwalt aus dem Osten setzt den Erbanspruch gegen die anderen Familienmitglieder durch, die ihre Schulden mit dem Verkauf des Landes begleichen wollten. Nachdem der Prinz das verhindert hat, möchte er seinen Namen wieder los werden. Er findet eine einfache Lösung. Er heiratet seine Angebetete, Angelika Engel, und nimmt deren Namen an. „... eine insgesamt gelungene Komödie, die ihre Botschaft – nicht Abstammung, sondern die gesellschaftlichen Verhältnisse prägen den Menschen – überwiegend mit bissiger Ironie vorträgt. Dabei geizt der Film auch nicht mit Seitenhieben auf die DDR, wenngleich einige Spitzen aus dem Drehbuch entfernt werden mussten.“

Seine Hoheit - Genosse Prinz (DEFA-Filmkomödie 1969, ORWOCOLOR, 88 min)

Regie: Werner W. Wallroth, Drehbuch: Rudi Strahl, Werner W. Wallroth, Kamera: Hans-Jürgen Kruse, Musik: Karl-Ernst Sasse, Darsteller: Rolf Ludwig, Regina Beyer, Rolf Herricht, Ilse Voigt, Klaus Piontek, Ursula Werner, Axel Triebel, Gerd E. Schäfer, Peter Dommisch, Mathilde Danegger

Die Hauptdarstellerin
Regina Beyer wurde  in Berlin geboren. Nach bestandenem Abitur und Ausbildung zur Filmkopiererin arbeitete sie als Fotomodell. Regisseur Rolf Losansky verpflichtete sie 1964 für seinen Film Motorradhelden. Regina Beyer absolvierte ein Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam-Babelsberg. Sie spielte in vielen DEFA-Spielfilmen und Fernsehfilmen mit, wie  Das Mädchen auf dem Brett, Hauptmann Florian von der Mühle und Seine Hoheit - Genosse Prinz. In der DDR gehörte sie zu den Publikumslieblingen. 

Nach Beendigung ihres Studiums wurde sie Ensemble-Mitglied der DEFA. Sie spielte Hauptrollen in DEFA-Filmen, wie Im Himmel ist doch Jahrmarkt (1969) und Hart am Wind (1970).  Ab den 1970er-Jahren arbeitete Regina Beyer verstärkt für das DDR-Fernsehen. Sie wurde bevorzugte Darstellerin von Regisseur Helmut Krätzig, der sie häufig in der Fernsehreihe Polizeiruf 110 einsetzte. Nach 1990 wirke sie in bundesdeutschen Film- und Fernsehproduktionen wie 1992 im Spielfilm Cosimas Lexikon oder in Fernsehserien wie Elbflorenz und Liebling Kreuzberg mit. Kürzlich erschien im Verlag Leben das  von Regina Beyer und ihrem Mann Volkmar Kleinert verfasste Buch: „Ein Schauspieler spielt selten allein“.

Information
Um eine Voranmeldung wird gebeten per Email unter: info@ifm-wolfen.de oder telefonisch 03494-636446. Die Teilnahmegebühr für diese Veranstaltung beträgt acht Euro.


 
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