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Kreisjugendpfarrer Martin Olejnicki zeigt beim Rundgang durch die Großpaschlebener Kirche unter anderem die Kirchenglocken und die Baustelle.
Foto: STEFAN JULIUS
aktualisiert am 01.04.2021 um 16:44:27

Gotteshaus ist noch eine Baustelle

Großpaschleben (StJ/MO/red). In der Serie „Mein Gott - Kirchen und Pfarrer„  stellen sich die Pfarrerinnen und Pfarrer der Region mit ihren Kirchen vor. In dieser Ausgabe geht es mit Kreisjugendpfarrer Martin Olejnicki (37) in die Jugendkirche nach Großpaschleben.

Wie sind Sie Pfarrer geworden? Wo waren  Ihre bisherigen Stationen? 
Ich bin in den Jugendgruppen der Kirche groß geworden und wollte nach dem Abitur gerne dort weiterarbeiten. 
Nach dem Studium in Halle, Leipzig und Rom habe ich in Köthen meine Vikariat, das ist die praktische Ausbildung nach dem Studium, gemacht. Danach war ich in Kleinpaschleben, Trinum und Frenz Pfarrer auf dem Dorf. 

Seit wann sind Sie in Großpaschleben Pfarrer?
Ich bin seit 2020 wieder in Köthen. Gleichzeitig bin ich seit 2016 Kreisjugendpfarrer und damit für die Jugendkirche in Großpaschleben zuständig.

Was gibt es alles in der Evangelischen Kirche Großpaschleben zu sehen? Welche Besonderheiten hat das Gotteshaus?
Die Kirche in Großpaschleben ist eine ziemlich alte Dorfkirche. Der Turm ist aus dem 12. Jahrhundert und das Kirchenschiff aus dem 14. Jahrhundert. Besonders wertvoll sind sicher die Glocken, die als Dreiklang seit dem 13. Jahrhundert so zusammen sind und damit eines der ältesten vollständigen Geläute aus dieser Zeit darstellen.

Wie wird die Großpaschlebener Kirche genutzt?
Aber die auffälligste Besonderheit der Kirche in Großpaschleben ist sicher ihre Nutzung als Jugendkirche. In einem „normalen“ – also nicht-Covid19-Jahr  haben wir regelmäßig Schulklassen in der Kirche, die sich mehrere Stunden auf ein erlebnispädagogisches Angebot einlassen. Dabei geht es vor allem darum Gemeinschaft zu stärken, aber auch Themen aus der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler zu bearbeiten. Neben diesen Gruppen, die tagsüber da sind, sollen nach der Fertigstellung der Innensanierung auch wieder verstärkt alternative Gottesdienstformen ausprobiert werden. Außerdem probt die Jugendband in der Kirche. Mit dem Einbau der Küche und den Toiletten samt Dusche haben wir im letzten Jahr auch Möglichkeiten für Übernachtungsevents geschaffen.

Hat die momentane Situation auch Einfluss auf das Gemeindeleben?
Im Moment konnten wir den Lockdown gut für die „Umbaupause“ nutzen. Die Fertigstellung des Baus ist für Anfang Mai angepeilt. Die Eröffnung wird am Pfingstmontag, 11 Uhr, sein.  Während dessen haben sich die Mitarbeiter ganz auf Videogottesdienste und Zoom-Treffen mit Jugendlichen konzentriert und dabei einige Erfahrungen gesammelt, die wir sicher auch zukünftig gut nutzen können. 
Mit Blick auf die „Nach-Lockdown-Zeit“ sind wir uns sicher, dass es erstmal ziemlich schwierig wird, wieder Jugendliche zu bewegen, nach Großpaschleben zu kommen. Da ist sicher erstmal wieder viel Überzeugungsarbeit zu leisten.
Gotteshaus ist noch eine Baustelle
Foto: STEFAN JULIUS
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