Urlaubstraum geplatzt: Ägypten in Not
Urlaubsfrust statt Urlaubslust. Wer eine Reise nach Ägypten gebucht hat muss umplanen. Foto: alliance/fotolia.com
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aktualisiert am 23.08.2013 um 12:49:54

Urlaubstraum geplatzt: Ägypten in Not

Region (stj/red).  Chaos statt Cocktail - in Ägypten regiert momentan der Terror. Reisende sind verunsichert. Selbst das Auswärtige Amt rät mittlerweile ausdrücklich von Reisen nach ganz Ägypten ab. Von Reisen nach Kairo, in die Touristenzentren in Oberägypten (Luxor, Assuan, Nilkreuzfahrten) und in das Nildelta wird sogar dringend abgeraten. Auch einige Urlauber aus der Region haben sich auf Ferien im historischen Land gefreut.

Der Spatz hat nachgefragt: Beim Reisebüro Kuske mussten einige Kunden ihren Urlaub neu planen. Reiseberater Sören Brandt: „ Die meisten buchen um. Hoch im Kurs steht dabei die Türkei. Nur wenige stornieren den Urlaub ganz. Für Frühbucher ist es besonders bitter, denn die Rabatte können ja nicht auf die neuen Reisen übertragen werden.“

Aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW liegt mit dem Rat des Auswärtigen Amts, bestimmte Gebiete zu meiden, bereits "höhere Gewalt" vor – in so einem Fall können Pauschalreisende den Reisevertrag kündigen, ohne dass ein Stornierungsentgelt anfallen darf. Juristen verstehen unter höherer Gewalt ein von außen kommendes, unabwendbares und nicht voraussehbares Ereignis, das die Reise erheblich erschwert, gefährdet oder vereitelt, zum Beispiel Naturkatastrophen, Kriege oder politische Unruhen.

Reisende sollten sich beim Reiseveranstalter erkundigen, welche Möglichkeiten er anbietet. Einige Veranstalter offerieren von sich aus kostenlose Stornierungen. Eine Umbuchung muss der Reisende nicht akzeptieren. Doch Vorsicht: Kündigt der Reisende, obwohl der Veranstalter der Auffassung ist, es liege keine höhere Gewalt vor, kann zur Reisepreiserstattung eine Klage mit allen Risiken erforderlich werden.