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Hendrik Otto wurde vom Gusto zum „Koch des Jahres 2013“ gekürt
Henrik Otto bevorzugt die europäisch inspirierte Küche, denn diese bietet nach seiner Aussage vielfältige Produkte und Geschmacksrichtungen und erlaubt so eine unendliche Möglichkeit an Interpretation und Kreation.
Foto: Hotel Adlon Kempinski Berlin
aktualisiert am 22.02.2013 um 18:29:26

Hendrik Otto wurde vom Gusto zum „Koch des Jahres 2013“ gekürt

Löberitz/Berlin (jm). Früh übt sich, wer einmal ein großer seines Faches werden möchte. Getreu diesem Motto stand der in Wolfen im Jahr 1974 geborene Hendrik Otto mit acht Jahren erstmals selbst am Herd. Damals bereitete der vom Restaurantführer Gusto gekürte "Koch des Jahres 2013" ein Rührei zu. Seine Liebe zum Kochen entdeckte er aber erst im Jahre 1991.

Auf Grund der Situation kurz nach der Wende zog es ihn weg aus Löberitz und der 38-Jährige begann seine Karriere mit einer Ausbildung zum Koch im "Kurhotel Lauterbad" im baden-württembergischen Freudenstadt. Danach verdiente er sich als Commis de Cuisine bei Michael Hoffmann im Gourmetrestaurant „Haerlin“ des Hotels Vier Jahreszeiten in Hamburg seine ersten Sporen.

Aus der Hansestadt zog es ihn in das renommierte „Brenner's Park Hotel in Baden- Baden“, wo er gemeinsam mit Altmeister Albert Kellner am Herd stand, der ihn außerordentlich prägte und ihm nach wie vor ein großes Vorbild ist. Zahlreiche weitere Stationen prägten den Weg von Hendrik Otto. 2002 bekam er seinen ersten Michelin-Stern, den er für die folgenden sechs Jahre behielt. 2008 folgte er dann dem Ruf in die deutsche Hauptstadt und begeisterte Gäste und Kritiker von seinem Talent. Seine Fähigkeit, aus den Produkten die prägnanten Aromen herauszuarbeiten, um dann Speisen voller Kreativität und Qualität zu servieren, überzeugte.

Im April 2010 übernahm er das Zepter im Gourmetrestaurant Lorenz Adlon. Nach dem Weggang von Thomas Neeser, der seit Februar 2000 die Gäste aus aller Welt begeisterte, läutete Hendrik Otto als neuer Küchenchef das nächste Jahrzehnt im Lorenz Adlon Esszimmer ein.

„Meine Passion ist es, durch meine Küche Emotionen zu wecken. Die Gäste sollen Spaß haben und es müssen alle Sinne beim Genießen angesprochen werden“, so Hendrik Otto. Den bisherigen Höhepunkt seiner Karriere besiegelte der Guide Michelin 2012, der Hendrik Otto mit dem begehrten zweiten Stern auszeichnete. Diese Verleihung würdigt seine moderne europäisch inspirierte Küche auf höchstem Niveau und eindrucksvolle Interpretation großer Klassiker. Und der Restaurantführer Gusto kürte ihn zu Jahresende sogar zum „Koch des Jahres 2013“.

Die Begeisterung an der Zubereitung erklärt der gebürtige Wolfener auf Nachfrage des Bitterfelder Spatzen wie folgt „Mich fasziniert die Vielfältigkeit dieses Berufes und des Kochens. Auf der einen Seite stehen der Umgang mit den Produkten und der Bezug zur Natur. Darüber hinaus gibt es noch einen weiteren, wichtigen Aspekt - den menschlichen. Dazu zählen die Teamarbeit und der Umgang mit den Gästen sowie die Resonanz, die man von ihnen erhält. Beim Kochen werden alle Sinne angesprochen und man hat die Möglichkeit, Menschen ein Stück Lebensqualität zu geben. Zum Kochen zählt aber auch die richtige Atmosphäre wie die Gestaltung und die Einrichtung des Restaurants.“

Eines Tages könnte es sich Hendrik Otto vorstellen, selbst ein Restaurant an der Goitzsche zu eröffnen, wie er auf Nachfrage des Bitterfelder Spatzen bestätigt: „Aber das steht momentan noch in den Sternen.“
Intern: Hendrik Ottos geeister Milchkaffee
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